05/02/2026
Deutschland diskutiert wieder hitzig über die Erbschaftsteuer, nachdem die SPD im Januar ein Eckpunktepapier vorgelegt und die Debatte angestoßen hat.
Eine Kernidee des Papiers: Ein Lebensfreibetrag könnte die bisherige Systematik ablösen, nach der Freibeträge mit zeitlichem Abstand erneut nutzbar werden.
Für große Vermögen würde das tendenziell heißen: Die Spielräume könnten kleiner werden und die Steuerlast mitunter deutlich steigen.
Viele Steuer- und Nachfolgeexperten raten dazu, die eigene Vermögenssituation proaktiv zu prüfen. Wer ohnehin größere Übertragungen plant, profitiert eventuell davon, frühzeitig auf Basis der heutigen Rechtslage zu handeln.
Die Größenordnung ist enorm: Vermögensübertragungen aus Erbschaften und Schenkungen wurden 2023 in Höhe von 121,5 Mrd. Euro steuerlich veranlagt (Statistisches Bundesamt). Das gesamte Übertragungsvolumen wird auf bis zu 400 Mrd. Euro geschätzt.
All das macht deutlich, dass präzise Nachfolgeplanung für vermögende Familien eine echte Herausforderung ist – drei Aspekte stehen dabei im Zentrum:
- Struktur: Wer bekommt welchen Teil (Geld, Immobilien, Unternehmensanteile) und welche Regeln verhindern Konflikte in der Erbengemeinschaft?
- Dokumentation: Sind alle Transaktionen stichtagsgenau belegbar, so dass sich der Weg des Vermögens für Familie und Finanzamt klar nachvollziehen lässt?
- Timing: Wann und in welcher Reihenfolge sind Maßnahmen sinnvoll (z. B. Auszahlungen, Schenkungen zu Lebzeiten, Anpassung von Begünstigten)?
Wenn die Regeln enger werden, gewinnen Lösungen wie Liechtenstein Life Wealth an Bedeutung, die Ordnung, Transparenz und Planbarkeit in die Vermögensübertragung bringen – und zugleich Gestaltungswege zur Steueroptimierung aufzeigen.