Andreas Mander

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19/02/2026

„In Baugenehmigungen kann man nicht wohnen!“ 🏠



Die heute vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichte Jahresbilanz der Baugenehmigungen für 2025 zeigt:



Der Wohnungsneubau in Deutschland bleibt weiterhin deutlich unter dem Bedarf von mindestens 320.000 Wohnungen jährlich. Zwar wurde im vergangenen Jahr bundesweit die Schaffung von 238.500 Wohnungen genehmigt. Doch damit verfehlt Deutschland sowohl im Neubau als auch beim Umbau und der Modernisierung im Immobilienbestand erneut die Ziele.



💬 IVD-Präsident Dirk Wohltorf betont:



„Der leicht steigende Trend bei den genehmigten Bauanträgen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein erheblicher Teil der Vorhaben sich verzögern oder gar nicht realisiert wird. Und in Baugenehmigungen kann man nicht wohnen.

Deshalb ist diese Jahresbilanz ein Beleg dafür, dass Deutschland beim Wohnungsbau strukturell auf der Stelle tritt und sich in einer Dauerkrise befindet. Die Betrachtung von Genehmigungszahlen hilft wenig, wenn Projekte anschließend an Finanzierungslücken, überzogenen Standards, massiven Regulierungen und an der steuerlichen Belastung scheitern. Die Hürden für Neubau und Modernisierung sind zu hoch: Von den gestiegenen Eigenkapitalforderungen, der Grunderwerbsteuerlast bis hin zu den immer komplexeren Bauvorschriften und Normen. So entsteht kein Wohnraum.



Wenn Familien selbst mit mittleren Einkommen Wohneigentum kaum noch realisieren können, läuft etwas grundlegend falsch. Deshalb brauchen wir einen echten Neustart: einfachere bauliche Mindeststandards, schnellere Genehmigungsverfahren und eine spürbare Entlastung bei Steuern und Abgaben. Ohne eine grundlegende Kehrtwende in der Bau-, Förder- und Regulierungspolitik werden die Genehmigungszahlen auch in den nächsten Jahren unter dem Bedarf bleiben – mit steigenden Mieten und sozialen Konflikten in den nachgefragten Städten und Regionen.“



.bundesamt

15/07/2025
01/07/2025
26/06/2025
26/06/2025
11/03/2025

IVD-Präsident Dirk Wohltorf zu den Ergebnissen der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD 📝

„In den Ballungsräumen fehlen Hunderttausende Wohnungen, doch in den Sondierungen wurde das Thema Wohnungsbau auf die Resterampe geschoben. 2024 wurden rund 17 Prozent weniger Wohnungen genehmigt als 2023 – und schon das war ein historisch schlechtes Jahr. Die Situation ist dramatisch, doch im Sondierungspapier findet sich dazu kaum mehr als ein dürres Kapitel.

Konkrete Aussagen gibt es nur zur Mietpreisbremse – einem Instrument, das in den letzten zehn Jahren bewiesen hat, dass es seine Wirkung verfehlt. Zwar will man an die Standards heran, was gut ist. Doch von den Klimazielen will man keinen Millimeter abrücken. Das Heizungsgesetz, dessen Änderung sich die Union groß auf die Fahne geschrieben hat, findet gar keine Erwähnung. Stattdessen setzt man auf den Gebäudetyp E – eine Sackgasse, in der man bereits in der letzten Legislaturperiode steckengeblieben ist.

➡️ So geht das nicht. Politikwechsel sieht anders aus. Wer den Wohnungsbau retten will, darf sich nicht an gescheiterte Ideen klammern. In den Koalitionsverhandlungen muss hier noch deutlich nachgebessert werden.

Trotz des klaren Wählerwillens, dass die CDU/CSU das Land auf einen neuen Kurs bringen soll, ist die Handschrift der SPD deutlich zu erkennen. Wenn die neue Regierung nicht endlich die Kräfte der Märkte entfesselt und jede Regulierung überprüft, wird das Wohnungsangebot auch in den nächsten Jahren viel zu knapp bleiben. Ein Befreiungsschlag ist nötig – nicht noch mehr Mietenregulierung.“

23/12/2024

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