17/01/2017
Aktuelles: 09.12.2016
EZB senkt monatliche Ankäufe ab April 2017. Die EZB senkt monatliche Wertpapierankäufe von EUR 80 Mrd. auf EUR 60 Mrd. ab April 2017, lässt sich aber alle Möglichkeiten offen.
Bei der heutigen Sitzung beschloss der EZB-Rat neben unveränderten Leitzinsen auch eine Verringerung der monatlichen Wertpapier-Ankäufe von EUR 80 Mrd. auf EUR 60 Mrd ab April 2017. Als Richtwert für die Dauer der Ankäufe wurde Dezember 2017 beschlossen. Wie zuvor wurde aber diese Zeitangabe relativiert. Denn die Ankäufe würden in jedem Fall so lange dauern, bis der Rat eine nachhaltige Korrektur des Inflationspfads in Richtung des Zieles erkennt. Neu war, dass die Möglichkeit einer Änderung des Ankaufsprogramms während der anvisierten Laufzeit ausdrücklich erwähnt wurde. „Sollte sich der Ausblick weniger günstig entwickeln oder die Bedingungen an den Finanzmärkten weiteren Fortschritten in Richtung einer nachhaltigen Korrektur des Inflationspfades im Wege stehen, beabsichtigt der Rat, das Ankaufsprogramm wieder zu erhöhen und/oder die Dauer zu verlängern“. Damit hielt sich die EZB alle Türen offen, relativ kurzfristig reagieren zu können, wobei er neben einem wirtschaftlichen Abschwung wohl besonders einen belastenden Anstieg der Renditen am Anleihenmarkt dabei im Auge hatte. Zusätzlich zu dem Beschluss über Dauer und Umfang der Wertpapier-Ankäufe gab es auch bei den Regeln Adaptierungen. Künftig wird die Mindestlaufzeit für ankaufbare Anleihen nicht mehr zwei Jahre sondern nur noch ein Jahr betragen. Darüber hinaus werden künftig auch Anleihen mit einer Rendite unter -0,4% ankaufbar sein, aber nur, wenn die Notwendigkeit dazu besteht. Diese beiden Adaptierungen gelten ab Jänner 2017.