26/03/2025
Der billigste Zins ist noch lange nicht das beste Angebot!
Wir bekommen immer wieder Anfragen von Menschen, die beispielsweise Modernisierungsmaßnahmen finanzieren wollen und bei der Bank, die seinerzeit den Kauf finanziert hat, abgeblitzt sind. Da war die sog. Haushaltsrechnung bei der Finanzierung des Kaufs schon so eng, dass keine Luft für die Finanzierung der Modernisierungsmaßnahmen mehr ist. Aber die Bank war ja ja seinerzeit die mit dem niedrigsten Zinssatz - wohl eher mit dem billigsten!
Den Verbrauchern mache ich dabei keinen Vorwurf, denn sog. Verbraucherschützer predigen ja schon ewig, dass man sich diverse Angebote einholen und dann das "günstigste" Angebot wählen soll. Leider vergessen Verbraucherschützer gerne, dass der Zinsatz allein nicht der entscheidende Faktor ist (bzw. sein sollte)!
Die Finanzierung einer Immobilie läuft meistens so ca. 30 Jahre. Da macht es Sinn, nicht nur auf das jetzt und heute zu schauen, sondern auch ein wenig in die Zukunft zublicken. Eine Bank A, die heute - beispielsweise-mit Ach und Krach den Kauf eines Altbaus finanziert, ist höchstwahrscheinlich nicht die passende Bank. Da nehme empfehle ich lieber Bank B, die aktuell etwas teurer ist, aber nach heutigen Maßstäben in 5 Jahren keine Zicken macht, wenn es um die Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen geht.
Neben diesem Beispiel "Altbau-Modernisierung" gibt es noch diverse andere Konstellationen, bei denen Weitsicht und die Bankauswahl eine wichtige Rolle spielen. Aber das weiß man wahrscheinlich nur, wenn man über 30 Jahre Berufserfahrung und schon alles mögliche "live und in Farbe" miterlebt hat?!
Also: günstige Zinsen sind wichtig (bieten wir), aber nicht das alleinige Kriterium für die Wahl der passenden Bank!