14/03/2020
Über 3,3 Milliarden Euro steckten Investoren in die vermeintliche Kryptowährung Onecoin. Mittlerweile ist klar: Die Währung ist wertlos. Was über den vermutlich größten Kryptoskandal aller Zeiten bekannt ist. •
Der ständig steigende Preis von Onecoin schien ihnen zunächst recht zu geben: Der Kurs kletterte von einem halben Euro im Januar 2015 auf zwei Euro im August 2015. Heute soll er bei 29,95 Euro liegen. Doch Ignatovas Versprechen traten nicht ein – im Gegenteil. Mittlerweile ist klar: Der Onecoin-Kurs ist manipuliert, die vermeintliche Währung wertlos, Onecoin der bisher wohl größte Krypto-Betrug weltweit – der immer noch andauert. Promoter der Währung drehen die wertlosen Coins weiterhin Privatanlegern an
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In Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft Bielefeld im Fall Onecoin gegen acht Personen. Die Vorwürfe: Verdacht auf Betrug und Geldwäsche, progressive Kundenwerbung sowie die Erbringung von Finanzdienstleistungen und Zahlungsdiensten ohne Erlaubnis. Es sei nicht absehbar, wann die Ermittlungen abgeschlossen werden könnten, heißt es von der Staatsanwaltschaft.
In den USA ist man bereits weiter. Dort wurde im März 2019 Konstantin Ignatov festgenommen, der zu dem Zeitpunkt an der Spitze von Onecoin stand. Mark Scott, ein US-amerikanischer Anwalt, wurde im November von einer Jury für schuldig befunden und wartet derzeit auf sein Urteil. Er hat etwa 400 Millionen Dollar an Onecoin-Erlösen gewaschen. Er erhielt dafür mehr als 50 Millionen Dollar, mit denen er Luxusautos, eine Yacht und mehrere Häuser am Meer kaufte.
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