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25/08/2026

Pflegevorsorge weit hinter eigentlichem Bedarf

Mit dem Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) möchte die schwarz-rote Koalition mehr Stabilität in die Finanzen der sozialen Pflegeversicherung bringen. Das läuft naturgemäß auf eine stärkere Belastung der Beitragszahler sowie der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen hinaus. So sollen die Zuschläge für Heimunterbringung sechs Monate später als bisher gezahlt werden. Die Voraussetzungen für die Zuteilung eines Pflegegrades werden verschärft. Und pflegende
Angehörige werden laut Gesetzentwurf weniger Ausgleich bei den Rentenbeiträgen erhalten. Zudem soll die Beitragsbemessungsgrenze auf das Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung angehoben werden, Kinderlose sollen zusätzlich mehr zahlen.

Damit wird der Schutz der gesetzlichen Pflegeversicherung noch löchriger. Bereits heute zahlen Pflegebedürftige bei Heimunterbringung laut Verband der Ersatzkassen im ersten Jahr monatlich im Schnitt 3.364 Euro aus eigener Tasche zu. Das finanzielle Risiko ist also enorm, zumal die Pflegebedürftigkeit in der alternden Gesellschaft Jahr für Jahr zunimmt. Dennoch halten die Bundesbürger sich bei der Vorsorge zurück: Lediglich rund 5 Prozent haben eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. Dabei lässt sich bereits mit einem zweistelligen Monatsbeitrag wirksam Vorsorge betreiben.

20/08/2026

Wohnungsbau in der Talsohle?

Im vergangenen Jahr sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Deutschland mit 206.600 auf den niedrigsten Stand seit 2012. Um eine Trendwende einzuleiten, verabschiedete die Bundesregierung im Herbst den „Bau-Turbo“, mit dem die Genehmigungsprozesse deutlich beschleunigt werden sollten. Offenbar ohne kurzfristigen Erfolg, wie eine aktuelle Prognose des ifo Instituts zeigt: 2026 werden hierzulande voraussichtlich nur rund 185.000 Einheiten fertiggestellt.

„Die Aussichten für den Wohnungsbau in Deutschland hatten sich bis zum Februar zwar etwas aufgehellt. Der Irankrieg und die anziehende Bauinflation dürften den Projektentwicklern und Häuslebauern das Leben aber wieder erschweren“, erklärt ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister. Immerhin sei ab dem nächsten Jahr mit einem Aufwärtstrend zu rechnen; von 195.000 fertiggestellten Wohnungen gehen die Forscher für 2027 aus, im Jahr darauf könnten es sogar 210.000 werden. Der Wohnraum wird dringend gebraucht: Derzeit fehlen deutschlandweit etwa 1,4 Millionen Wohnungen, insbesondere in den Großstädten.

11/08/2026

Run auf die private Krankenversicherung

Da die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung aus dem Ruder laufen, hat die Bundesregierung mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ein Bündel unpopulärer Maßnahmen verabschiedet. Kassenpatienten müssen zum einen mehr zahlen, vor allem wenn sie gut verdienen, und erhalten zum anderen künftig weniger Leistungen.

So werden beispielsweise homöopathische Leistungen gestrichen, Zuschüsse zum Zahnersatz gekürzt und Zuzahlungen erhöht. Die beitragsfreie Familienversicherung für Ehe- und Lebenspartner wird eingeschränkt. Auf der anderen Seite wird die Beitragsbemessungsgrenze – also das maximal beitragspflichtige Einkommen – außerordentlich erhöht: Zur regulären Anpassung gemäß Lohnentwicklung kommt 2027 eine Anhebung von 300 Euro pro Monat hinzu. Unterm Strich bedeutet das für Versicherte mit höherem Einkommen eine zusätzliche Beitragsbelastung von rund 50 Euro pro Monat, bei Selbstständigen rund 100 Euro.

In der Folge erlebt die private Krankenversicherung derzeit einen Nachfrageboom. Zwar hat auch sie mit steigenden Kosten zu kämpfen, doch ihre meist umfangreichen Leistungen bleiben lebenslang garantiert.

24/07/2026

Neue Förderung für Umwandlung von Büros in Wohnungen

Auf der einen Seite herrscht in den deutschen Städten eklatante Wohnraumknappheit, die
zunehmend zum sozialen Problem wird. Auf der anderen wächst der Leerstand in Bürogebäuden,
insbesondere in solchen, deren Zuschnitt, Lage und Ausstattung heutigen Ansprüchen kaum
noch gerecht werden. Aktuell werden landesweit mehr als 12 Millionen Quadratmeter
Bürofläche nicht genutzt. Da liegt die Idee nahe, einen möglichst großen Teil dieser
Bestandsgebäude in Wohnraum zu verwandeln. Viele Immobilieninvestoren scheuen jedoch die
oft enormen Umbaukosten.

An sie wendet sich ein neues Förderprogramm der Bundesregierung: Für jede neu geschaffene
Wohneinheit können seit Anfang Juli 30.000 Euro Zuschuss beantragt werden; pro Investor ist
die Gesamtfördersumme auf 300.000 Euro begrenzt. Bedingung ist, dass bestimmte Auflagen zur
energischen Sanierung befolgt werden. Insgesamt stehen laut Bundesbauministerin Verena
Hubertz 300 Millionen Euro für das Programm bereit. Bewilligung und Auszahlung der
Förderung erfolgen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

16/07/2026

Vorsicht vor Links und Telefonnummern in SMS

Ein langjähriger Kunde einer großen Online-Trading-Plattform erhielt im Februar eine SMS, die
von der Plattform zu stammen schien und wie üblich im entsprechenden Nachrichtenverlauf
(Thread) angezeigt wurde. Die Sprache war fehlerfrei und stilistisch nicht auffällig. Inhalt der
SMS war eine Warnung: Es sei eine größere Auszahlung vorgemerkt worden. Wenn der Kunde sie
nicht selbst veranlasst habe, solle er eine in der SMS angegebene Nummer anrufen. Das tat der
besorgte 24-Jährige, woraufhin er mit einem akzentfrei Deutsch sprechenden vorgeblichen
Mitarbeiter der Plattform verbunden wurde. Dieser forderte ihn auf, sein Guthaben sofort auf ein
„Treuhandkonto“ zu überweisen, andernfalls drohe der Totalverlust. Verängstigt folgte der Kunde
der Anweisung und transferierte über 18.000 Euro. Die sind nun weg, denn SMS und Callcenter
stammten von Betrügern.

Der Fall sorgte für große Aufmerksamkeit und dürfte dazu beigetragen haben, dass die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einige Wochen später eine Warnung vor
dieser Abzockmethode herausgab. Technisch wird sie durch sogenanntes SMS-Spoofing
ermöglicht, das Versenden einer SMS unter falscher Nummer. Es empfiehlt sich deshalb, bei
Links oder Telefonnummern, die per SMS zusammen mit alarmierenden Aufforderungen zur
Kontaktaufnahme geschickt werden, höchst misstrauisch zu sein.

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St. Raphael 4
Seelbach
77960

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