02/04/2026
Nachruf auf Dom Kelmend Spaqi
Mit tiefem Schmerz und unendlicher Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Dom Kelmend Spaqi – einem Mann des Glaubens, des Mutes und der Menschlichkeit.
In einer der dunkelsten Zeiten unseres Volkes, als Gewalt, Angst und Unrecht über Kosovo hereinbrachen, blieb er standhaft. In einer Zeit, in der bewaffnete Kräfte das Leben unschuldiger Zivilisten bedrohten, stellte er sich vor Frauen, Kinder und Familien – bereit, sein eigenes Leben zu opfern.
In diesen entscheidenden Momenten stellte er sich dem Bösen mit Worten entgegen, die für immer in unserem Gewissen bleiben werden:
„Hier gibt es weder Katholiken noch Muslime – hier sind unschuldige Menschen. Tut, was ihr wollt, das ist mein Wort.
Erschießt zuerst mich und das gesamte Personal hier – erst danach könnt ihr diese Menschen anfassen.“
(Gllogjan, 4. April 1999)
Das waren nicht nur Worte – es war ein reiner Akt von Opferbereitschaft und Glauben.
Dom Kelmend Spaqi verkörperte die wahre Bedeutung eines geistlichen Hirten:
Er hat nicht nur gepredigt – er hat gehandelt.
Er hat die Menschen nicht nach Religion getrennt – er sah den Menschen.
Er hat nicht gezögert – er hat geschützt.
Sein Mut erinnert uns daran, dass wahre Größe nicht aus Macht entsteht, sondern aus Opferbereitschaft und Verantwortung.
Für uns Albaner bleibt er ein Symbol der Einheit –
ein Beweis dafür, dass weder Angst noch Gewalt uns brechen können.
Möge Gott ihm den ewigen Frieden schenken
und möge sein Beispiel für immer in unseren Herzen weiterleben.
Ehre seinem Leben und seinem Wirken.
Möge seine Seele in Frieden ruhen, edler Sohn Mirditas.