06/07/2026
Ehrenamt im Sportverein – wie viel darf man von Eltern erwarten?
Ich habe vorhin einen Beitrag zum Thema Elternengagement im Vereinssport geteilt — und darauf eine sehr ehrliche Rückmeldung bekommen, die mich zum Nachdenken gebracht hat.
Sinngemäß ging es darum:
Nicht alle Eltern können oder wollen jedes Wochenende in Sporthallen oder auf Fußballplätzen verbringen. Manche arbeiten Vollzeit, sind alleinerziehend, haben den Haushalt, mehrere Kinder oder einfach irgendwann auch ihre Belastungsgrenze erreicht.
Und ganz ehrlich: Das ist ein absolut berechtigter Punkt.
Ich glaube, genau deshalb darf man dieses Thema nicht nur schwarz-weiß sehen.
Auf der einen Seite lebt Vereinssport vom Ehrenamt. Trainer, Betreuer, Fahrer, Kuchenbäcker, Organisatoren, Zeitnehmer, Helfer bei Turnieren — ohne diese Menschen würde vieles nicht funktionieren. Oder es würde deutlich teurer werden.
Bei uns im SV Wipperfürth zahlen Kinder noch keine 10 Euro Monatsbeitrag. In anderen, professionelleren Strukturen können es schnell 100 Euro und mehr im Monat sein.
Auf der anderen Seite kann nicht jede Familie gleich viel leisten. Und ein Kind sollte nicht daran scheitern, dass Mama oder Papa nicht jedes Wochenende helfen, fahren oder backen können.
Vielleicht ist genau das der Punkt:
Es geht nicht darum, dass jeder alles macht.
Aber vielleicht darum, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten ein kleines Stück beiträgt.
Der eine fährt mal.
Die andere backt mal einen Kuchen.
Jemand übernimmt eine kleine Aufgabe im Hintergrund.
Und jemand anderes kann gerade vielleicht einfach gar nichts beitragen — auch das kann okay sein.
Mich würde wirklich interessieren:
Wie seht ihr das?
Wie viel Elternengagement darf oder muss ein Sportverein erwarten?
Und wie schaffen wir es, dass Vereinssport bezahlbar bleibt, ohne einzelne Familien zu überfordern?
Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare 👇