04/08/2021
Die EZB „macht sich locker“ oder die kalte Enteignung der Geldbesitzer!
Liebe Freunde, Mandanten und Netzwerkpartner,
in den Zeitungen stand jovial, daß sich die Europäische Zentralbank „locker macht“. Damit wird umschrieben, daß die EZB das Inflationsziel in der Eurozone erhöht hat und gleichzeitig bei der Null- bzw. Minuszinspolitik bleibt. Als Finanzcoach kann ich dazu nur sagen:
Dies ist eine sukzessive und steigende Enteignung aller Geldvermögensbesitzer!
Die bundesdeutsche Inflationsmessung gilt nur für einen „Normalhaushalt“ und spiegelt nur einen Teil der reellen Inflation wider. Alle Haushalte, die ein abweichendes Konsumverhalten vom „Normalhaushalt“ haben, haben auch eine andere persönliche Geldentwertung. Der technische Fortschritt wirkt sich -statistisch- inflationssenkend aus, wenn die Preise offiziell stabil bleiben; wenn z.B. das Mobiltelefon immer noch 500€ kostet, aber mehr Leistung hat. Weiterhin fließen die seit Jahren hohen Preissteigerungen bei Vermögenswerten wie Immobilien und Aktien sowie aktuell bei Rohstoffen und Baumaterialien kaum in den Preisindex ein. Die tatsächliche Inflationsrate ist für die meisten wohl deutlich höher als die offiziell ausgewiesene. Das vorhandene Geld wird immer weniger wert.
Die ist die Erkenntnis. Doch was ist zu tun? Die meisten Deutschen haben einen Großteil Ihres Vermögens in inflationsgefährdeten Geldwerten stecken. Auch die meisten Sparpläne für Kinder werden in Bank- oder Versicherungssparplänen angelegt sein. Dies ist fatal, da die heute gesparten 100€ in 10 Jahren nur noch eine Kaufkraft von maximal 75€ haben. Da wollen die (Groß-)Eltern z.B. Geld für die Ausbildung der Kinder anlegen und müssen Jahr für Jahr einen Kaufkraftverlust hinnehmen, was das Sparziel gefährdet.
Wer sich selbst oder seine (Enkel-)Kinder vor großem Kaufkraftverlust schützen will, der muß umdenken. Für eine diesbezügliche Beratung stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Peter Reizlein
Finanzcoach / Privatinvestor Bankkaufmann / Diplom-Kaufmann