23/03/2026
„𝐼𝑐ℎ 𝑖𝑛𝑣𝑒𝑠𝑡𝑖𝑒𝑟𝑒 𝑖𝑛 𝑑𝑒𝑛 𝑀𝑆𝐶𝐼 𝑊𝑜𝑟𝑙𝑑, 𝑎𝑙𝑠𝑜 𝑏𝑖𝑛 𝑖𝑐ℎ 𝑏𝑟𝑒𝑖𝑡 𝑔𝑒𝑠𝑡𝑟𝑒𝑢𝑡.“
Diese Aussage klingt zwar logisch, ist sie aber nur bedingt.
Der MSCI World Index bildet rund 1.500 Unternehmen aus entwickelten Ländern ab. Auf den ersten Blick wirkt das wie eine sehr breite Streuung.
Schaut man aber genauer hin, zeigt sich eine klare Struktur:
Ein großer Teil des Index (mehr als 70%) entfällt nämlich auf die USA. Hinzu kommt eine starke Gewichtung weniger großer Unternehmen aus dem Technologiesektor.
Das ist kein Fehler, denn der Index ist tatsächlich genau so konstruiert. Aber es ist eben eine bewusste Schwerpunktsetzung und keine neutrale Abbildung der Weltwirtschaft.
Daraus ergeben sich nun einige Konsequenzen:
𝟏. 𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐑𝐞𝐠𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐞 𝐊𝐨𝐧𝐳𝐞𝐧𝐭𝐫𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧:
Schwellenländer sind im MSCI World nämlich nicht enthalten. Dabei stellen sie einen bedeutenden Teil der globalen Wirtschaftsleistung dar und können langfristig sogar höheres Wachstumspotenzial aufweisen.
𝟐. 𝐄𝐢𝐧 𝐖ä𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐫𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨:
Durch die hohe US-Gewichtung hängt ein großer Teil der Entwicklung indirekt am US-Dollar. Wechselkursbewegungen können somit einen spürbaren Einfluss auf die Rendite haben.
𝟑. 𝐊𝐨𝐧𝐳𝐞𝐧𝐭𝐫𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐚𝐮𝐟 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐞𝐤𝐭𝐨𝐫𝐞𝐧:
Ein erheblicher Teil der Wertentwicklung wird von wenigen großen Technologiekonzernen getragen. Das kann in bestimmten Marktphasen natürlich vorteilhaft sein, gleichzeitig aber auch das Klumpenrisiko erhöhen.
All das macht den MSCI World zwar nicht direkt „schlecht“, aber es macht deutlich, dass er nun mal keine vollständige Diversifikation darstellt.
Bevor man sich also für ein Produkt entscheidet, sollte man sich fragen, welche Risiken man zu tragen bereit ist und welche nicht.
Diversifikation entsteht nämlich nicht durch ein einzelnes Produkt, sondern durch eine durchdachte Struktur des Portfolios.
Unser Investmentspezialist Jörg Westermann kann dir noch mehr dazu erzählen!