05/02/2016
Altersvorsorge für viele Bürger unwichtig
Obwohl die Altersvorsorge heute wichtiger denn je ist, ist sie in den Köpfen der Verbraucher immer weniger verankert. Beim Thema Alterseinkommen und Altersvorsorge fehlt den Bürgern der Überblick: Knapp zwei Drittel wissen nicht, wie viel Geld sie im Ruhestand zur Verfügung haben werden.
Eine aktuelle Allensbach Umfrage für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt auf, dass nur 29 Prozent der Befragten ihr Alterseinkommen einschätzen können. Weil viele Menschen eben dieses voraussichtliche Einkommen im Alter nicht kennen, wissen sie auch nicht, wie groß ihre Versorgungslücke ist und wie viel Geld sie daher zusätzlich privat ansparen müssten. Für knapp 60 Prozent ist die Frage nach der erforderlichen monatlichen Sparsumme unmöglich zu beantworten. Dazu kommt, dass zumindest in der Tendenz weniger angespart wird, als nach eigener Einschätzung notwendig wäre. Erschreckend jedoch zu beobachten ist, dass 15 Prozent der Befragten momentan nicht einmal in der Lage sind finanziell für ihr Alter vorzusorgen.
GDV-Grafik: Deutsche planlos bei der Altersvorsorge
Deutsche planlos bei der Altersvorsorge. Quelle: GDV
Angesichts der wachsenden Rentenlücke geradezu alarmierend ist der Befund, dass sich eine große Bevölkerungsgruppe gar nicht mit dem Thema Altersvorsorge befasst. Diese Schlussfolgerung drängt sich jedenfalls für die fast 40 Prozent der Befragten auf, die ihre laufenden monatlichen Ausgaben für die private Altersvorsorge gar nicht kennen. Der Grund für diese Unterschiede liegt wahrscheinlich vorrangig darin, dass die Besserverdiener ihren Standard auch im hohen Alter beibehalten wollen, währenddessen Personen auf der unteren Einkommenskala im Hier und Jetzt leben und weniger in ihre Zukunft investieren können.
Quelle
GDV.de
Kategorien
Produktiv
Tags:
Alterseinkommen
Altersvorsorge
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
Rentenversicherung
Versorgungslücke