08/06/2026
Allzeithoch für psychische und Nervenerkrankungen:
Bei 39 von 100 Berufsunfähigen die Ursache 😯
Wer es noch nicht mitbekommen hat: Letztes Jahr ist der Anteil psychischer und Nervenerkrankungen als Ursache für eine Berufsunfähigkeit auf ein neues Allzeithoch gestiegen.
Das ergeben die neuesten Zahlen von MORGEN & MORGEN GmbH – wenn man bestimmte Positionen zusammenzählt. Denn die Darstellung der Ursachen hat M&M geändert. 📊
Da wundert es nicht, dass die BU-Anbieter weiterhin sehr genau hinsehen, wenn jemand mit psychischen Vorerkrankungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will.
Für mich steht fest: Es ist deutlich sinnvoller, sich bei entsprechendem psychischen Leidensdruck professionelle Hilfe zu suchen, statt womöglich jahre- oder lebenslang mit Beschwerden zu leben, oder sich eine Therapie zu verkneifen, weil man noch keine BU hat. 🙏
Die Zeit heilt Wunden, heißt es. Ob das auch für psychische Erkrankungen gilt, kann ich nicht sagen. Aber es gilt jedenfalls, was die Chancen auf BU-Schutz angeht, wenn genügend Zeit seit einer Therapie oder den letzten Beschwerden vergangen ist.
Ich würde ja lieber in einer Gesellschaft leben, in denen Kranken schnell und erfolgreich geholfen wird, in der jede und jeder sich entfalten und etwas aus ihrem / seinen Leben machen kann. Auch dann bleiben noch genügend Herausforderungen für ein glückliches Leben...
Stattdessen werden Honorare für Psychotherapeuten gekürzt – unfassbar. 😔
Die neuesten Zahlen und unsere zumindest optisch wunderschönen Grafiken findet ihr im neuesten Blogbeitrag. Link im ersten Kommentar. 🔗
Wie seht ihr das mit Psyche & BU: Kriegen wir als Branche die Kurve? Schaffen wir es, mehr Menschen mit (anscheinend geheilten) psychischen Vorerkrankungen Versicherungsschutz zu verschaffen? 💬
Herzliche Grüße 👋