26/02/2026
Danke für die klarstellenden Worte, lieber Raik Schubert!
Die derzeitige Situation im Lichtenwalder Wald ist untragbar. Danke für dein Engagement in dieser Sache, im Sinne der Bürger!
In der heutigen Ausgabe der Freien Presse wird auf der Flöhaer Lokalseite erneut das Thema der Waldsperrungen in Lichtenwalde aufgegriffen. Grundsätzlich begrüße ich es ausdrücklich, dass über die Situation vor Ort berichtet und damit die Öffentlichkeit informiert wird.
Die Situation vor Ort ist derzeit sehr beschämend! Und viele Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste kennen die konkreten Hintergründe der durchgeführten Maßnahmen nicht.
Daher darf man auch eine objektive und verständliche Berichterstattung von der Lokalzeitung erwarten. Ich muss allerdings feststellen, dass nun zum wiederholten Mal diese objektive Berichterstattung in der FP nicht erfolgte. Ich wurde heute bereits von mehreren Bürgern auf diesen Artikel angesprochen und mir wurde Verwunderung über den Inhalt des Artikels mitgeteilt.
So werden im Artikel die Fällungen aus dem Jahr 2023 am Kaulhübel (sogenannter Butterberg) mit den Fällungen am 13.10.2025 am Wanderweg entlang der Zschopau in einem Zusammenhang der Leserschaft mitgeteilt. Ich sehe hier aber zwei Situationen, welche unabhängig von einander zu bewerten sind.
Die Fällungen am Kaulhübel werden seit 2023 auf ihre Rechtmäßigkeit und mögliche Verfahrensfehler geprüft und mögliche Ergebnisse zu diesem Verfahren liegen mir hierfür nicht vor.
Wegen dieser Situation hat der Waldbesitzer für den Bereich um das Schloss Lichtenwalde beim LRA Ende 2024 einen Antrag auf Fällung von Bäumen aufgrund nichtvorhandener Verkehrssicherheit gestellt. 2024 hat es nach der Antragstellung mit den entsprechenden Fachämtern des LRA und der oberen Denkmalbehörde mehrere Vororttermin gegeben und durch Mitarbeiter des Forstamtes wurden Bäume entlang des Weges markiert, welche unter natur- und denkmalrechtlichen Gesichtspunkten gefällt bzw. zurückgeschnitten werden sollen. Dies wurde alles dokumentiert!
Aufgrund dieser Dokumentation hat der Waldbesitzer am 13.10.2025 die Fällungen der markierten Bäume durch Fachpersonal durchführen lassen. Diese Fällarbeiten wurden am späten Nachmittag massiv durch Personen behindert, wodurch der Waldbesitzer !!! sich gezwungen sah, die Polizei zu rufen. Die Polizeibeamten haben dann auch auf meinen Rat hin die Fällungen für diesen Tag einstellen lassen und eine Klärung der Situation und die weitere Vorgehensweise durch das LRA bzw. die LDS festgelegt.
Seit diesem Zeitpunkt liegen die gefällten Bäume zum Teil auch über den Wanderweg entlang der Zschopau und lassen eine gefahrlose Wegnutzung nicht zu, da eine Beräumung durch den Waldbesitzer bis zur Klärung der Maßnahme nicht genehmigt ist. Nach aktuellem Stand, kann diese Klärung (12 Monate?) noch länger dauern. Dies hat zur Folge, dass derzeit der Weg trotz allem von Besuchern und Wanderern genutzt wird und im Bereich der gefällten Bäume bereits Trampelpfade durch das Naturschutzgebiet sich gebildet haben. Was jetzt für die Natur und den Tourismus die bessere Lösung ist, lasse ich mal dahingestellt.
Ich hätte von der Freien Presse erwartet, dass nach meinen Hinweisen im Herbst 2025 über die Berichterstattung nach den Fällungen eine objektivere Darstellung in der Lokalzeitung erfolgt. Leider ist dies nicht so. Man darf doch erwarten, dass die Leserschaft sich eine eigene Meinung bildet.
Alle Einwohner und Gäste möchte ich bitten, die Sperrung und derzeitige Unpassierbarkeit des Weges zu beachten. Die Gemeindeverwaltung kann hier lediglich an die Vernunft aller appelieren und hoffen, dass möglichst zeitnah eine sinnvolle Einigung erfolgt. Wo bekanntlich ein Wille zur Problemlösung vorhanden ist, lässt sich das Problem auch lösen.
Raik Schubert, Bürgermeister