30/03/2022
Forderungen unter 50,00 €... Seit der Gebührenreduzierung zum Schutz des Verbrauchers (Schuldners) ein leidiges Thema für Inkassounternehmer.
Nun hatte ich eine Forderung in Höhe von 7,50 € einzutreiben. Der Schuldner rief nach dem ersten Schreiben höchst verärgert bei mir an und schimpfte über den Gläubiger (Betrüger, Halsabschneider...) Ich hörte ihm geduldig zu und brachte Verständnis entgegen. Machte aber auch unmissverständlich klar, dass er zwar bei mir schimpfen darf, ich aber rein sachlich mit dem Forderungseinzug dieser 7,50 € beauftragt bin und dass dies rechtlich zulässig ist. Ich sagte ihm, dafür, dass ich ihm nun zugehört habe, er entsprechend Telefonzeit hatte, seinen Unmut zu äußern bzw. Dampf abzulassen, soll er aber bitte nun auch heute noch die Forderung nebst Kosten (ca. 20,00 €) bezahlen, denn heute ist Fristablauf und ab morgen dürfen höhere Inkassokosten von ihm verlangt werden.
Er bezahlte umgehend, da er sich emotional abgeholt fühlte. Und ich habe die Sache vom Tisch und habe nicht für eine viel zu geringe Gebühr noch weitere Aktivitäten zu entfalten. Inkasso ist menschlich und manchmal hat es therapeutische Wirkung.