29/04/2026
Steueranreiz für Handwerkerleistungen nicht abschaffen!
Die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen ist keine Subvention für das Handwerk, sondern ein gezielter Steueranreiz für Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie stärkt legale Arbeit, wirkt effektiv gegen Schwarzarbeit und Steuerbetrug und lenkt Aufträge in den regulären Wirtschaftskreislauf.
Vor diesem Hintergrund sollte laut Handwerkspräsident Jörg Dittrich dieses Instrument nicht infrage gestellt werden, auch wenn das im Zusammenhang mit dem anstehenden Eckwertebeschluss zum Bundeshaushalt 2027 in der Debatte anklinge.
„Es verbleibt nebulös, was der Bundesfinanzminister unter Abbau von Finanzhilfen und Steuervergünstigungen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung versteht. Es verunsichert die Handwerksbetriebe massiv, dass in den letzten Tagen immer wieder im politischen Raum zu vernehmen war, der SPD-Chef verstehe darunter vor allem die Abschaffung der Steuerbegünstigung für Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen.“
Die anhaltende Unsicherheit über mögliche Einschnitte verunsichere die Betriebe stark. Zugleich werde ein widersprüchliches Signal gesetzt, wenn einerseits der Kampf gegen Schwarzarbeit betont, andererseits aber ein zentrales Instrument zur Lenkung von Arbeit in legale Strukturen infrage gestellt werde.
Dittrich verweist darauf, dass vergleichbare Modelle in Ländern wie Schweden oder Österreich gezielt zur Stabilisierung von Nachfrage und Investitionen eingesetzt würden. Die Steuerermäßigung trage dazu bei, private Nachfrage zu sichern, notwendige Modernisierungen anzustoßen und wirke besonders im Mittelstand und im Ausbaugewerbe. Fiele dieser Impuls weg, würden Investitionen eher verschoben, während Schwarzarbeit mit spürbaren Folgen für Steuereinnahmen, Sozialabgaben und Qualitätsstandards an Attraktivität gewänne.
https://www.zdh.de/presse/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/steueranreiz-fuer-handwerkerleistungen-nicht-abschaffen/und CDU/CSU-Bundestagsfraktion SPD-Fraktion im Bundestag Friedrich Merz Lars Klingbeil Bundesfinanzministerium Bundesministerium für Arbeit und Soziales Matthias Miersch Dr. Thorsten Rudolph Martin Gerster Bettina Hagedorn Christian Haase