22/07/2022
Das erste Halbjahr 2022 war geprägt von Nachrichten, die zu deutlichen Verwerfungen an den Kapitalmärkten führten.
Der Krieg in der Ukraine war in aller Munde und hatte große Auswirkungen auf die Kurse. Er führt zu einem anhaltenden geopolitischen Risiko, dass für Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgt. Dabei stehen vor allem die Energieversorgung, aber auch Lieferketten von wichtigen Gütern wie Weizen im Mittelpunkt. Hier bleibt zu hoffen, dass es absehbar zu einer Lösung auf politischem Wege kommen wird.
In China sorgten anhaltende Lockdowns aufgrund von Corona für einen Einbruch von Produktion und Konsum. Hier lässt sich bereits eine leichte Trendwende erkennen und es gibt Anzeichen dafür, dass das Wachstum dort bald wieder Fahrt aufnimmt.
Die aus vorgenannten Punkten hauptsächlich durch Angebotsverknappung hervorgerufene Inflation und die dadurch bedingten Zinserhöhungen der Notenbanken haben die Aktienbewertungen, besonders von Wachstumswerten, stark gedrückt. Da die Notenbanken die Inflation zunächst unterschätzt hatten, wurde teils mit ungewöhnlich hohen Erhöhungsschritten reagiert. Dies ist auch für das zweite Halbjahr 2022 weiter zu erwarten. Durch die hohe Inflation bleibt die Realverzinsung weiter negativ. Eine Anlage in Zinspapieren ist deshalb weiter unattraktiv.
Trotz der jüngsten Rückgänge bleibt die Aktienanlage erste Wahl. Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass die langfristige Kapitalanlage in Aktien und Aktienfonds von Unternehmen mit wachsenden Geschäftsmodellen für reale Vermögensmehrung sorgt. Die durch kurzfristige Ereignisse, wie wir sie die letzten Jahre immer wieder erlebten, hervorgerufenen Kursschwankungen sind dabei unverzichtbar wenngleich nicht immer leicht zu ertragen.
Auch wenn gerade diese Korrekturen Einstiegsmöglichkeiten bieten, die sich nach unserer Überzeugung in Zukunft auszahlen werden.
Gold hat seine Schutzfunktion erfüllt und jegliche Vermögensanlage stabilisiert. Kryptowährungen standen dagegen massiv unter Druck und haben im ersten Halbjahr teils deutlich mehr als die Hälfte Ihres Wertes verloren.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer und freuen uns auf unser nächstes Gespräch mit Ihnen.