29/07/2026
KI übernimmt: Brauchen wir noch Beraterinnen und Berater 👩🏼💻?
Charlene Donkor erzählt uns, wie sich KI auf ihren Arbeitsalltag auswirkt 👇🏼
1. Wenn KI alles weiß – wozu noch Empathie? Kann Technik Vertrauen ersetzen?
ℹ️ Auch wenn KI enorme Datenmengen analysieren und Wissen bereitstellen kann, ersetzt sie keine Empathie. Finanzentscheidungen sind selten rein rational. Sie sind eng mit persönlichen Lebenssituationen, Ängsten und Zielen verbunden. Genau hier beginnt meine Arbeit als Beraterin: zuhören, verstehen und individuelle Lösungen entwickeln. Vertrauen entsteht nicht durch perfekte Daten, sondern durch Beziehung, Verlässlichkeit und echtes Interesse am Gegenüber. KI kann unterstützen, aber sie kann kein menschliches Gespür für Zwischentöne, Unsicherheiten oder persönliche Prioritäten entwickeln.
2. Welche Aufgaben würdest du sofort an KI abgeben? Und was bleibt für dich unverzichtbar?
ℹ️ Ich sehe KI vor allem im administrativen Bereich: Datenaufbereitung, Dokumentation oder Terminorganisation – alles, was Prozesse effizienter macht und Zeit spart. Diese gewonnene Zeit nutze ich bewusst für das, was mir am wichtigsten ist: die persönliche Beratung.
3. Wo siehst du die größte Gefahr beim Einsatz von KI? Fehler, Manipulation oder Verlust von Nähe?
ℹ️ Die größte Gefahr sehe ich in einer Kombination aus Fehleranfälligkeit und dem möglichen Verlust von Nähe. KI kann zwar sehr präzise arbeiten, ist aber immer nur so gut wie die Daten, auf denen sie basiert. Fehlinterpretationen oder intransparente Entscheidungswege können schnell zu falschen Empfehlungen führen. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass der persönliche Kontakt verloren geht. Gerade in der Finanzberatung ist Nähe entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und individuelle Bedürfnisse wirklich zu verstehen.