03/11/2023
Die Jagd nach dem Umsatz endet nicht selten im AUS
Ein Klassiker in der Diskussion mit Inhabern und Geschäftsführern mittelständiger Unternehmen ist das angestrebte Umsatzwachstum. Immer wieder höre ich dabei, dass nur der Umsatz deutlich erhöht werden muss, damit sich auch das Ergebnis verbessert.
Dabei ist sehr häufig genau das Gegenteil der Fall. Mit steigenden Umsätzen steigen sehr regelmäßig auch die betrieblichen Kosten. Oftmals wird dies nolens Volens in Kauf genommen. Genauso häufig ist jedoch die Einstellung, dass man halt investieren müsse, um zusätzliche Umsätze zu erwirtschaften. Generell ist gegen diese Einstellung nichts zu sagen; vorausgesetzt, sie führt zu den gewünschten Ergebnissen.
Diese lassen jedoch häufig auf sich warten. So berate ich beispielsweise seit 6 Jahren ein mittelständisches Unternehmen, dass in dieser Zeit seinen Umsatz nahezu verdoppeln konnte. Das Ergebnis jedoch hat sich in den ganzen Jahren nicht verändert. Und schon vorher war es schlecht. An dieser Stelle zeigt sich sehr deutlich, dass das Streben nach Umsatzwachstum- und hier wird unverdrossen investiert - nicht die Lösung ist, um das Ergebnis der Gesellschaft zu verbessern.
Sehr interessant finde ich dabei die Diskussion mit den Inhabern über den Sinn und Zweck ihrer Tätigkeit. Wie oft habe ich hervorragende Fachleute in Handwerk und Dienstleistungen, die sich gleichzeitig darüber beklagen, dass sie das was sie ursprünglich einmal tun wollten aufgrund der Papierberge auf ihrem Schreibtisch nicht mehr leisten können. Und trotzdem weigern sie sich in der Diskussion beharrlich, ihr Unternehmen insgesamt auf den Prüfstand zu stellen, vom Umsatzwachstum wegzukommen, zu reduzieren und sich auf das zu besinnen, warum sie einmal ihre wirtschaftliche Existenz gegründet haben. Zu groß ist die Angst davor, dass dann das Unternehmen untergeht. Und genauso oft ist jedoch die Wahrheit, dass die Reduzierung und das Schrumpfen ein sehr guter Weg sein können, um viel bessere wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig dabei im täglichen die Arbeit zu tun, für die man eigentlich einmal angetreten ist.
Und jetzt kommt meine Einladung:
Wer diesen Artikel liest und zu diesem Thema mit mir diskutieren möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Schreibt mir eine Mail und sehr gerne konkret einen Terminvorschlag für ein Telefonat oder einen Videocall. Ich freue mich darauf.