27/07/2021
FinanzABC – Z wie Zinseszins
Zinsen begegnen uns (zumindest als Begriff) immer wieder. Auf dem Sparbuch oder Festgeldkonto, bei der Immobilienfinanzierung oder auch im Bereich Investment. Auch der Begriff Zinseszins ist generell geläufig und beinahe jedem schon einmal über den Weg gelaufen. In der Schule, in der Ausbildung oder im Studium. Aber warum ist dieser Effekt so wichtig?
Langfristig gesehen kann der Zinseszinseffekt Berge versetzen. Quasi Berge an Vermögen auf das eigene Depot. Ganz so einfach ist es leider nicht, aber der Zinseszinseffekt spielt bei der langfristigen Vermögensbildung eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Rein technisch gesehen findet der Effekt erst dann Anwendung, wenn durch die Initialanlage generierte Zinsen (oder Dividenden) direkt wieder investiert werden – also thesauriert werden. Dies passiert teilweise, je nach Anlage, automatisch oder muss manuell vorgenommen werden. Geschieht dies, so erhöht sich die Anlage und neue Zinsen/Dividenden werden auf die erhöhte Anlage gewährt.
Dies funktioniert mit verschiedenen Anlagen, z.B. u.a. Festgeld, Sparbuch, Rentenfonds oder Aktienfonds – mit jedoch gravierend unterschiedlichen Ergebnissen und Wirkungsgraden.
Würde man zum Beispiel vom 20 bis zum 65 Lebensjahr monatlich 150€ auf ein Sparbuch zahlen und darauf 2% p.a. Zinsen bekommen, so hätte man am Ende ein Kapital von knapp 131.000€ - und hätte 81.000€ eingezahlt.
Nimmt man nun den gleichen Zeitraum, die gleiche Sparrate, aber eine Anlage in Aktienfonds mit einer durchschnittlichen Rendite von 6% p.a. – so hätte man nach 45 Jahren ein Kapital von etwas mehr als. 395.000€ - ebenfalls mit einem Einsatz von „nur“ 81.000€. Die richtige Anlage und vor allem die richtige Wiederanlage von Erträgen kann einen gewaltigen Unterschied im Endergebnis ausmachen.