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Die Probleme des Staates mit der Steuer auf Bitcoin-Gewinne
Bitcoin hat mit 60.000 Dollar ein neues Rekordhoch erreicht. Gewinne mit Krypto-Assets wirken attraktiv, drohen aber auch zur Steuerfalle zu werden

Andreas Danzer 16. März 2021, 08:00 820 Postings
Wien – Wer arbeiten geht, eine Wohnung vermietet oder mit Wertpapieren handelt, muss dafür auch Steuern bezahlen. Die entsprechenden Gesetzestexte sind derart umfassend, dass Steuerberatern nie die Arbeit ausgehen wird. Logischerweise will der Staat nun auch mitnaschen, wenn jemand Gewinne mit Bitcoin und Co erzielt.

Gerade Bitcoin ist als Krypto-Asset aktuell stark nachgefragt, der Kurs durchbricht derzeit eine Rekordmarke nach der anderen. Am Wochenende kostete ein Bitcoin erstmals mehr als 60.000 Dollar. Ein Rekord wurde bei 61.780,63 Dollar eingestellt.

Doch wie läuft das nun mit der Versteuerung von Bitcoin-Gewinnen? Das diesbezügliche Regelwerk weist noch einige Lücken auf, was es dem Fiskus schwer macht, sein Interesse durchzusetzen.

Rasch heruntergebrochen sieht der Status quo in etwa so aus: Hält man Krypto-Assets kürzer als ein Jahr, unterliegen Gewinne der Einkommenssteuer und müssen dementsprechend deklariert werden. Behörden müssen allerdings darauf vertrauen, dass die Menschen das tatsächlich machen. Überprüfen können sie es kaum, das ändert sich aber möglicherweise in naher Zukunft. Wie berichtet, könnten im Rahmen einer neuen EU-Verordnung Kryptodienstleister verpflichtet werden, Kunden- und Transaktionsdaten an die Behörden weiterzuleiten.

Wer Gewinne mit Bitcoin und Co erzielt, darf die Rechnung nicht ohne das Finanzamt machen.
Die juristische Situation ist kompliziert, deswegen versuchen Michael Petritz und Michael Deichsel von der Steuerberatungskanzlei KPMG und Florian Wimmer vom Linzer Krypto-Unternehmen Blockpit, in einem Steuerguide die wichtigsten Fragen zu beantworten. Blockpit hat eine Plattform entwickelt, um Daten für die Steuererklärung aufzubereiten – sozusagen die Schnittstelle zwischen Tradern, Steuerberatern und Finanzämtern. DER STANDARD hat sich ein paar heikle Details angesehen.

Der Teufel im Detail

Wer Krypto-Assets nur hält, muss keine Steuern zahlen. Wer sie bewegt, tappt leichter, als man glaubt, in eine Steuerfalle. "Viele glauben, Steuern fallen erst an, wenn ich Krypto in Euro umtausche. Das stimmt aber nicht. Kaufe ich innerhalb der Jahresfrist etwa mit Bitcoin Ethereum oder Ripple, greift die Tauschbesteuerung", sagt der Steuerexperte von KPMG, Michael Petritz. Somit ist die Transaktion mit dem jeweiligen Euro-Gegenwert zu behandeln
AUSTRIAN LIMITED

Die perfekte Bar für
Verluste lassen sich nur innerhalb eines Kalenderjahres und nur mit der selben Einkunftsart (aus Spekulationsgeschäften) gegenrechnen. Das spielt in einem derart volatilen Markt eine entscheidende Rolle. "Wer hohe Gewinne erzielt, sollte den anfallenden Steuerbetrag am Jahresende liquide auf einem Konto haben", rät Petritz. Es bestehe sonst die Gefahr, dass das Asset im neuen Jahr seinen Wert verliert und die Steuerschuld vom Vorjahr nicht beglichen werden kann. Ein steuerpflichtiges Spekulationsgeschäft nach § 31 EStG unterliegt in Österreich dem Spitzensteuersatz von bis zu 55 Prozent. Wenn Einkünfte maximal 440 Euro betragen, fallen keine Abgaben an.

Strenge Geldwäsche-Richtlinien
Zwar hat der Staat keinen direkten Einblick in die Krypto-Transaktionen, Freibrief ist das dennoch keiner. Wer hohe Gewinne auf sein Bankkonto einzahlen will, braucht eventuell einen umfangreichen Herkunftsnachweis. Die Bank muss sich an strenge Geldwäsche-Richtlinien halten. "Spätestens ab 10.000 Euro – auch wenn in Teilbeträgen eingezahlt – muss die Bank prüfen, wo das Geld herkommt und ob es auch korrekt versteuert wurde", sagt Blockpit-Gründer und Geschäftsführer Florian Wimmer. In den vergangenen anderthalb Jahren habe es massive Verschärfungen gegeben. Banken würden viel schneller Meldungen abgeben, die an das Finanzamt oder bis zur Staatsanwaltschaft gehen. Branchenkenner witzeln sogar, dass es mittlerweile leichter sei, eine Bank zu überfallen, als Geld bei ihr einzuzahlen.

Dokumentation
Selbst wer redlich agieren möchte, kommt beim Thema Dokumentation ins Straucheln. Mit wenigen Assets auf wenigen Börsen zu handeln verursacht bereits einen großen Dokumentationsaufwand. Mit Excel-Dateien lässt sich das nicht bewältigen. Wimmer rät dennoch zu genauer Dokumentation: "Hat man selbst keine Daten, verrechnet die Finanzverwaltung wegen der Kursschwankungen im ungünstigsten Fall Sicherheitszuschläge von bis zu 50 Prozent." Lücken seien oft schwer zu erklären, und man steige bei einem Prüfungsverfahren vermutlich schlechter aus, als es sein müsse.

Gewerblichkeit
Ab wann liegt gewerbliches Trading vor? Wie das meiste andere aus dem Krypto-Umfeld ist das nicht eindeutig, doch es gibt Vorgaben aus dem Wertpapierbereich. "Wer fremdes Geld veranlagt oder Trading als Dienstleistung anbietet, ist nahe dran an der Gewerblichkeit", erklärt KPMG-Experte Petritz. Die Anzahl der Trades sei auch ein Indiz, aber kein gutes. "Man kann einen Bot mieten, der täglich tausende Transaktionen für mich übernimmt." Gewerbliche Einkünfte würden nach aktuellem Stand wohl eher der Ausnahmefall sein.
VON DER SONNE ZU STROM

Mining

Relativ kompliziert gestaltet sich die Situation beim Mining, also dem Erschaffen von Kryptowährungen. Grundsätzlich liegt eine gewerbliche Tätigkeit vor, die Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb (§23 Z 1 EStG) nach sich zieht. Durch den Einsatz von Ressourcen entsteht ein Wirtschaftsgut.

Wird das Mining über entsprechende Pools nur gelegentlich oder einmalig ausgeübt, fällt das für den Miner unter "Sonstige Einkünfte" (§ 29 Z 3 EStG). Etwas diffus wird es bei der Umsatzsteuer. Mangels identifizierbarem Leistungsempfänger fällt beim Tausch von Fiat in Kryptos keine Umsatzsteuer an. Wer aber heutzutage schürfen will, braucht ein ganzes Arsenal an Computern. Vorsteuer darf für die Anschaffung der IT-Infrastruktur aber keine abgezogen werden, weil schließlich keine steuerpflichtigen Umsätze erzielt werden.

"Es kommt drauf an" – dieser Klassiker der Juristenbranche beschreibt die Krypto-Situation im Steuerrecht momentan wohl am besten. Vieles lasse sich aktuell einfach noch nicht klären, weil die Judikatur und Regulatorik dazu fehle, sind sich Wimmer und Petritz einig. Der spannendste Schritt in naher Zukunft für die weitere Entwicklung wird jedenfalls die EU-Verordnung zur Geldwäsche sein.

(Andreas Danzer, 16.3.2021)

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19/10/2020
1 day ago 10044Bitcoin Adoption Soars in Turkey Amid High Inflation, Lira Hitting Record LowBitcoin Adoption Soars in Tu...
19/10/2020

1 day ago

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Bitcoin Adoption Soars in Turkey Amid High Inflation, Lira Hitting Record Low
Bitcoin Adoption Soars in Turkey as Inflation Rises and Lira Hits Record Low

People in Turkey are increasingly turning to bitcoin as the local currency, the Turkish lira, recently hit another record low against the dollar. Bitcoin adoption in Turkey outshines other countries in the region.

Turkey Is Regional Leader in Bitcoin Adoption
Bitcoin adoption has been increasing in Turkey as the local currency, the Turkish lira, hit another record low Thursday, reportedly touching 7.95 to the dollar. The dollar has gained about 33% against the lira so far this year and some analysts are predicting that it will soon hit 8.5. “The Turkish lira is getting smoked” and “will crash to new lows due to ‘unorthodox’ policies,” CNBC reported analysts explaining. “The lira’s underlying problem is the lack of credible inflation targeting by the central bank, which is bound to ultimately debase the currency,” Commerzbank analyst Tatha Ghose wrote in a note to clients last week.

The country has been suffering from high inflation and the unemployment rate is past 14%. Steve H. Hanke, Professor of Applied Economics at the Johns Hopkins University and a hyperinflation expert, said Turkey’s annual inflation rate is at 36.57% and climbing. “The lira is toast,” he tweeted Sunday. “Turkey is burning through its foreign exchange reserve like a house on fire,” the professor continued, noting that its reserves currently stand at $41.12 billion, down almost $10 billion since July.

Experts attribute Turkey’s high adoption of cryptocurrencies to economic uncertainty in the region and the extremely volatile lira. Ray Youssef, CEO of global peer-to-peer (P2P) bitcoin marketplace Paxful, said Thursday:

The rising inflation of the Turkish lira has been a major financial burden for Turkish citizens. Bitcoin can be used to preserve wealth against instability surrounding the Turkish lira.

Paxful also revealed Thursday that new registrations on its platform in Turkey increased 274% over the past 12 months. The company says it is seeing “massive potential for crypto adoption” in Turkey, which is why it is expanding its footprint in the country. Paxful has formed strategic partnerships with local cryptocurrency companies: Turkish lira-backed stablecoin Bilira (TRYB) provider and cryptocurrency trading platform Cointral. “We hope that by entering into the market we will be able to ease some of the financial burdens of its citizens,” Youssef remarked.

Blockchain analytics firm Chainalysis’ Geography of Cryptocurrency report, published in September, highlights how Turkey leads in cryptocurrency adoption in the Middle East. The report states:

Turkey is the highest-ranking country in the region on our Global Crypto Adoption Index at 29th overall, and also accounts for the most total transaction volume in the region.

Chainalysis’ global cryptocurrency adoption index ranks 154 countries. Besides Turkey, the countries with high adoption of cryptocurrencies in the Middle Eastern region are Iran (52nd) and Egypt (64th).

The top cryptocurrency exchange service providers in Turkey are Paribu, Btcturk, FTX, Huobi, Binance, Kraken, and Bitmex.

While Turkey currently has no cryptocurrency regulations, the country’s Capital Markets Board is developing a framework to oversee the cryptocurrency markets, with the goal to eventually enact regulations, the report details. Islam is the most practiced religion in the country. According to the government’s estimates, about 99.8% of the Turkish population of over 84 million people is Muslim. Recently, a shariah expert says that cryptocurrencies are legit commodities.

What do you think about bitcoin adoption in Turkey? Let us know in the comments section below.

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Beamter der chinesischen Zentralbank enthüllt Ergebnisse der ersten digitalen Yuan-PilotenEin Beamter der chinesischen Z...
08/10/2020

Beamter der chinesischen Zentralbank enthüllt Ergebnisse der ersten digitalen Yuan-Piloten

Ein Beamter der chinesischen Zentralbank hat Nutzungsstatistiken staatlich unterstützter Versuche mit digitalen Währungen veröffentlicht, die in drei chinesischen Städten durchgeführt wurden.

Fan Yifei, stellvertretender Gouverneur der Volksbank von China, sagte auf der Konferenz Sibos 2020 am Montag virtuell, die Bank habe 113.300 digitale Geldbörsen für Verbraucher und 8.859 digitale Geldbörsen für Unternehmen in Shenzhen, Suzhou und Xiong'an geöffnet, um einen digitalen Yuan zu steuern .

Die digitalen Geldbörsen verarbeiteten zwischen April und August, als die Piloten starteten und endeten, 1,1 Milliarden RMB (162 Millionen US-Dollar) über 3,1 Millionen digitale Yuan-Transaktionen. Dies machte sie zur am häufigsten verwendeten digitalen Währung der Zentralbank (CBDC) in einem kommerziellen Umfeld.

Die digitalen Yuan-Transaktionen waren mit Gesichtserkennung, Barcode-Scannen und Tap-and-Go-Zahlungstechnologien verbunden und umfassten über 6.700 Arten von Anwendungsfällen. Diese Anwendungen umfassten Einzelhandel, Gastgewerbe, Transport, Zahlungen für Versorgungsunternehmen, Regierungsdienste und elektronische Versionen von roten Umschlägen, die den Beschäftigten im Gesundheitswesen im Bezirk Luohu in Shenzhen geschenkt wurden.

Der digitale Yuan, auch bekannt als DC / EP, ein Akronym für digitale Währung / elektronisches Bezahlen, ist Teil einer langjährigen Initiative der chinesischen Regierung seit 2014 - als sie ein Forschungsinstitut für digitale Währungen gründete - zur Nutzung von Kryptowährungs-inspirierter Technologie Modernisierung des Zahlungsverkehrs, Umgehung internationaler Handelsnetzwerke und Ausübung geopolitischer Stärke.

"Um die Fiat-Währung vor Krypto-Assets zu schützen und die Währungssouveränität zu schützen, müssen die Zentralbanken Banknoten durch neue Technologien digitalisieren", betonte Fan in seinem Sibos-Vortrag über die Bedeutung eines digitalen Yuan.

Die Verwendung des digitalen Yuan im Tourismus wird auch in einem bevorstehenden Pilotprojekt bei den Olympischen Winterspielen 2022 in der Hauptstadt Peking untersucht, teilte die Volksbank von China im April mit, als sie bekannt gab, dass Shenzhen, Suzhou, Xiong'an und Chengdu ausgewählt wurden als erste Standorte für Versuche.

Die Versuche haben sich auf Peking, die Region des Jangtse-Deltas, die Provinzen Tianjin, Hebei und Guangdong sowie die Städte Hongkong und Macau ausgeweitet , teilte das Handelsministerium des Landes im August mit, und sie könnten in Zentral- und Westchina eingeführt werden die Zukunft.

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Friedrichshafen

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