05/09/2026
Wie gewohnt haben wir Ihnen unseren aktuellen Wochenrückblick vorbereitet. Genießen Sie Ihr Wochenende.
𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽ä𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗞𝗼𝗻𝗷𝘂𝗻𝗸𝘁𝘂𝗿
▪️ Inflationsseitig bleibt die Lage anspruchsvoll: Die Teuerungsrate im Euroraum ist im August auf 3,3 % gestiegen, nachdem sie im Juli noch bei 2,9 % lag, wodurch eine erneute Straffung der EZB wahrscheinlicher wird.
▪️ Konjunkturell präsentiert sich die Eurozone jedoch widerstandsfähiger als noch vor einigen Monaten erwartet, wobei Exporte, eine Stabilisierung der Industrie und fiskalische Impulse das Wachstum stützen, während die Binnennachfrage verhalten bleibt.
▪️ Am deutschen Kapitalmarkt sorgen steigende Energiepreise und höhere Renditen für Gegenwind: Zehnjährige Bundesanleihen erreichten zwischenzeitlich den höchsten Renditestand seit mehr als 15 Jahren und erhöhten damit den Bewertungsdruck auf Aktien.
▪️ Entscheidend für die kommenden Wochen bleibt der Zielkonflikt der EZB zwischen einer nur schrittweisen konjunkturellen Erholung und weiterhin hartnäckigem Kern- und Dienstleistungspreisdruck.
𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲 𝗞𝗼𝗻𝗷𝘂𝗻𝗸𝘁𝘂𝗿
▪️ Im Mittelpunkt der Märkte steht die erneute Eskalation zwischen den USA und Iran, da Risiken für die Energieversorgung über die Straße von Hormus die Sorge vor länger anhaltendem Inflationsdruck verstärken.
▪️ In den USA bleibt die Wirtschaft grundsätzlich robust, gleichzeitig senden Vertreter der Notenbank unterschiedliche Signale zur weiteren Zinspolitik, sodass Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten wieder stärker über die Richtung der Märkte entscheiden.
▪️ Die Zahl der Beschäftigten in den USA ist im August deutlich stärker gestiegen als erwartet.
▪️ Aus China kommen vorsichtig konstruktive Signale: Die Aktivität im Dienstleistungssektor hat sich verbessert und deutet auf eine Stabilisierung der Binnennachfrage hin, ohne die strukturellen Wachstumssorgen bereits vollständig auszuräumen.
▪️ Auch Japan verzeichnet eine bessere Dynamik im Dienstleistungssektor, während hohe globale Renditen und geopolitische Unsicherheit Wachstums- und Technologiewerte schwankungsanfälliger machen.
𝗔𝗸𝘁𝗶𝗲𝗻𝗺𝗮𝗿𝗸𝘁
▪️ Die Deutsche Telekom stellt frühzeitig die Weichen im Finanzressort: Finanzchef Christian Illek wird den Konzern im Frühjahr 2027 verlassen, Dhananjay Mirchandani soll seine Nachfolge antreten.
▪️ Broadcom übertraf mit starkem Wachstum und einem kräftigen Anstieg des KI-Halbleitergeschäfts die Erwartungen.
▪️ Palo Alto Networks profitiert weiterhin von der hohen Nachfrage nach integrierten Cybersicherheitslösungen.
▪️ Der VW-Aufsichtsrat hat weite Teile eines Sanierungskonzepts gebilligt. Der Autobauer steht vor einem einschneidenden Umbau. In den kommenden Jahren will er weitere 50.000 Stellen streichen, die Zahl seiner Modelle reduzieren und seine Firmenbeteiligungen verringern.
Bitte beachten Sie den Disclaimer:
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