23/08/2026
„Krebs.“
Ein Wort. Und plötzlich fühlt sich die Welt anders an.
Ich kenne dieses mulmige Gefühl. Die Angst. Den Moment, in dem der Kopf versucht zu verstehen, während das Herz längst weiß: Ab jetzt ist etwas anders.
Heute erreichte mich die Nachricht eines Menschen, den ich schon lange begleite: Krankenhaus. Krebsdiagnose. OP. Chemo.
Und sofort war sie wieder da – die Erinnerung an meine eigene Angst. Aber auch die Frage: Was hätte ich damals gebraucht?
Nach einer solchen Diagnose prasselt alles gleichzeitig auf dich ein: Ärzte, Befunde, Entscheidungen, Familie, Finanzen, Zukunft.
Und manchmal brauchst du nicht noch mehr Informationen. Sondern einen Menschen, der bleibt. Der deine Hand nimmt, mit dir sortiert und Fragen stellt, an die du gerade selbst nicht denken kannst.
Mir hat es geholfen, zu verstehen. Nachzufragen. Mich einzulesen. Meinen Körper bewusster wahrzunehmen.
Denn ich habe gelernt:
Ich darf Fragen stellen.
Ich darf verstehen wollen.
Ich darf mitentscheiden.
Zwischen Angst und Hoffnung liegt etwas unglaublich Wertvolles: Selbstwirksamkeit.
Es gibt nicht DEN einen richtigen Weg. Jeder Mensch, jeder Körper und jede Diagnose ist anders.
Aber du darfst deinen eigenen Weg suchen. Mit Medizin. Mit Wissen. Mit Menschen, denen du vertraust. Mit Dingen, die dir Kraft geben. Und mit Entscheidungen, die sich für dich richtig anfühlen.
Vielleicht bedeutet Hoffnung nicht, sicher zu wissen, dass alles gut wird.
Vielleicht bedeutet Hoffnung manchmal einfach:
Heute gehe ich weiter.
Einen einzigen Schritt.
Und morgen den nächsten. ❤️