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26/08/2026

🚨 500 € nebenbei verdient, musst du darauf Steuern zahlen?

Die Antwort lautet: Es kommt darauf an, WOMIT du die 500 € verdient hast.

Denn eine allgemeine Regel wie

❌ „Bis 410 € Nebenverdienst ist alles steuerfrei“

gibt es so nicht.

👉 Minijob

Ein Minijob kann vom Arbeitgeber pauschal mit 2 % versteuert werden. Dann taucht er grundsätzlich nicht noch einmal als individuell zu versteuernder Arbeitslohn in deiner Einkommensteuererklärung auf.

👉 Zusätzliche steuerpflichtige Einkünfte

Bist du Arbeitnehmer und hast daneben bestimmte Einkünfte, von denen vorher keine Steuer einbehalten wurde, spielt tatsächlich eine 410-€-Grenze eine Rolle.

Bis einschließlich 410 € kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Härteausgleich greifen. Bei mehr als 410 € kann außerdem eine Pflicht zur Einkommensteuerveranlagung entstehen. Zwischen 410 € und 820 € gibt es einen gleitenden Härteausgleich.

👉 Ehrenamt

Auch hier gelten eigene Regeln. 2026 beträgt die Ehrenamtspauschale unter den entsprechenden Voraussetzungen 960 € jährlich, die Übungsleiterpauschale sogar 3.300 €. (Bundesministerium der Finanzen)

👉 Selbstständige Nebentätigkeit

Hier zählt nicht einfach das Geld, das auf deinem Konto eingeht. Entscheidend ist grundsätzlich der Gewinn also Einnahmen abzüglich Betriebsausgaben. Ob und wie viel Einkommensteuer entsteht, hängt anschließend von deiner gesamten steuerlichen Situation ab.

📌 Deshalb merken:

500 € Nebenverdienst sind steuerlich nicht automatisch 500 € Nebenverdienst.

Entscheidend ist, woher das Geld kommt und um welche Einkunftsart es sich handelt.

➕ Folge mir für verständliches Steuer- und Finanzwissen.

💬 Womit hast du schon einmal nebenbei Geld verdient?

20/08/2026

🚨 30 Verkäufe oder 2.000 € bei Kleinanzeigen und schon will das Finanzamt Geld?

❌ So einfach ist es nicht!

Die bekannten Grenzen stammen aus dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG).

👉 Sie betreffen grundsätzlich die Meldung von Verkäuferdaten durch die Plattform sie sind KEINE Steuerfreigrenzen.

Für die Ausnahme von der Meldung müssen grundsätzlich beide Voraussetzungen erfüllt sein:

📦 weniger als 30 relevante Verkäufe
💰 UND weniger als 2.000 € Vergütung im Kalenderjahr.

⚠️ Eine Meldung ans Finanzamt bedeutet aber noch lange nicht, dass du Steuern zahlen musst.

Wer einfach gebrauchte Gegenstände aus seinem Haushalt verkauft z. B. Kleidung, Möbel oder Elektronik verkauft diese häufig günstiger als ursprünglich gekauft.

💡 Entscheidend ist also nicht einfach, wie viel Geld du insgesamt durch Verkäufe einnimmst.

Steuerlich kann es insbesondere interessant werden, wenn:

💰 Gegenstände mit Gewinn verkauft werden und die Voraussetzungen eines privaten Veräußerungsgeschäfts erfüllt sind,

📦 gezielt Gegenstände gekauft werden, um sie mit Gewinn weiterzuverkaufen,

🏪 oder Umfang und Art der Verkäufe bereits für eine gewerbliche Tätigkeit sprechen.

📱 Und was weiß Kleinanzeigen über deine Verkäufe?

Nach Angaben von Kleinanzeigen werden nur Transaktionen berücksichtigt, bei denen die Plattform sicher weiß, dass tatsächlich ein Verkauf abgeschlossen wurde.

Verkaufst du beispielsweise bei Abholung gegen Bargeld und löschst anschließend lediglich die Anzeige, weiß Kleinanzeigen dadurch nicht automatisch, dass ein Verkauf stattgefunden hat.

⚠️ Das bedeutet natürlich NICHT, dass ein steuerpflichtiger Verkauf durch das Löschen einer Anzeige steuerfrei wird.

📌 Merke dir:

❌ 2.000 € Umsatz = nicht automatisch steuerpflichtig
❌ 30 Verkäufe = nicht automatisch Gewerbe
❌ Plattformmeldung = nicht automatisch Steuern zahlen

💬 Hast du die 30-/2.000-€-Grenzen bisher für Steuergrenzen gehalten?

15/08/2026

🚨 ELTERNGELD IST STEUERFREI UND KANN TROTZDEM ZU MEHR STEUERN FÜHREN!

Klingt erstmal widersprüchlich. 🤯

Denn auf das Elterngeld selbst fällt grundsätzlich keine Einkommensteuer an.

ABER 👇

📈 Elterngeld unterliegt dem sogenannten Progressionsvorbehalt.

Das bedeutet:

1️⃣ Das Elterngeld wird bei der Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt.

2️⃣ Dadurch kann sich der Steuersatz erhöhen, der auf dein übriges zu versteuerndes Einkommen angewendet wird.

3️⃣ Das Elterngeld selbst bleibt trotzdem steuerfrei.

💡 Vereinfacht gesagt:

Du zahlst nicht plötzlich Steuern auf dein Elterngeld.

Das Elterngeld kann aber dafür sorgen, dass du auf dein übriges steuerpflichtiges Einkommen mehr Einkommensteuer zahlst.

💶 Deshalb kann der Bezug von Elterngeld auch zu einer Steuernachzahlung beitragen.

⚠️ Wichtig: Eine Nachzahlung entsteht nicht automatisch. Ob und wie viel nachgezahlt werden muss, hängt von der individuellen steuerlichen Situation ab.

📄 Und noch wichtig für viele Eltern:

Wer Elterngeld bzw. andere dem Progressionsvorbehalt unterliegende Leistungen von insgesamt mehr als 410 € im Kalenderjahr erhält, kann dadurch zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sein.

👉 Steuerfrei bedeutet also nicht automatisch: steuerlich ohne Auswirkungen.

💬 Wusstest du, dass Elterngeld deinen Steuersatz beeinflussen kann?

11/08/2026

🚨 „Die Gehaltserhöhung lohnt sich nicht, dann rutsche ich in einen höheren Steuersatz!“

Diesen Satz hört man erstaunlich oft.

Aber dahinter steckt ein Missverständnis über unseren Einkommensteuertarif. 👇

In Deutschland gilt ein progressiver Einkommensteuertarif.

Das bedeutet NICHT:

❌ Du überschreitest eine Grenze und plötzlich wird dein komplettes Einkommen mit dem höheren Steuersatz besteuert.

Sondern:

✅ Der höhere Grenzsteuersatz betrifft nur den jeweils zusätzlich hinzukommenden Teil deines zu versteuernden Einkommens.

Ein vereinfachtes Beispiel:

Angenommen, ab einer bestimmten Grenze würde der Steuersatz von 30 % auf 35 % steigen.

Du liegst 100 € über dieser Grenze.

❌ Dann werden nicht plötzlich deine gesamten Einkünfte mit 35 % besteuert.

✅ Der höhere Satz betrifft in diesem vereinfachten Beispiel nur den Teil oberhalb der Grenze.

Genau deshalb ist der Unterschied zwischen zwei Begriffen so wichtig:

📊 Grenzsteuersatz:
Wie hoch wird der nächste zusätzliche Euro besteuert?

💰 Durchschnittssteuersatz:
Wie viel Einkommensteuer zahlst du durchschnittlich auf dein gesamtes zu versteuerndes Einkommen?

👉 Ein Grenzsteuersatz von beispielsweise 42 % bedeutet also NICHT, dass 42 % deines gesamten Einkommens als Einkommensteuer weg sind.

⚠️ Wichtig: Wie viel von einer Gehaltserhöhung tatsächlich netto übrig bleibt, hängt natürlich nicht nur von der Einkommensteuer ab. Auch Sozialversicherungsbeiträge und die persönliche Situation spielen eine Rolle.

Aber:

Nur weil dein Grenzsteuersatz steigt, hast du durch die Gehaltserhöhung nicht plötzlich weniger Netto als vorher.

💬 Hast du schon einmal gehört: „Mehr verdienen lohnt sich wegen der Steuern gar nicht“?

👇 Schreib es in die Kommentare!

08/08/2026

🚨 Pension vs. Rente: Bekommen Beamte wirklich so viel mehr?

Auf den ersten Blick wirkt der Unterschied gewaltig. Aber Durchschnittsrente und Beamtenpension einfach nebeneinanderzustellen, führt schnell zu falschen Schlüssen.

📈 Gesetzliche Rente:
Wer 45 Jahre lang exakt den Durchschnittsverdienst erzielt, kommt über 45 Entgeltpunkte auf eine entsprechende gesetzliche Bruttorente.

🏛️ Beamtenpension:
Für jedes ruhegehaltfähige Dienstjahr werden grundsätzlich 1,79375 % aufgebaut. Nach 40 Jahren sind damit maximal 71,75 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge möglich.

👉 Der entscheidende Unterschied:
Die gesetzliche Rente basiert auf den während des Erwerbslebens erworbenen Entgeltpunkten. Die Beamtenversorgung orientiert sich dagegen grundsätzlich an den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen und der ruhegehaltfähigen Dienstzeit.

Und auch 1.500 € Durchschnittsrente vs. 3.200 € Durchschnittspension wäre kein sauberer Vergleich: Dahinter stehen unterschiedliche Erwerbsbiografien, Qualifikationen, Einkommen und Versorgungssysteme.

⚠️ Außerdem sind Pensionen steuerpflichtig und auch im Ruhestand fallen je nach Absicherung Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an.

💬 Was meint ihr: Ist die Beamtenversorgung zu großzügig oder wird bei solchen Vergleichen zu stark vereinfacht?

05/08/2026

🚨 Viele glauben, dass ein Einspruch automatisch verhindert, dass sie die Nachzahlung zunächst bezahlen müssen.

❌ Das stimmt grundsätzlich nicht.

Ein Einspruch allein hemmt die Vollziehung eines Steuerbescheids nicht.

💡 Wenn du die festgesetzte Steuer bis zur Entscheidung über den Einspruch nicht sofort zahlen möchtest, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich eine Aussetzung der Vollziehung (AdV) beantragen.

Wann kommt eine AdV in Betracht?

Grundsätzlich dann, wenn

✅ ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Steuerbescheids bestehen

So stellst du den Antrag:

📄 schriftlich oder elektronisch beim zuständigen Finanzamt

📑 am besten zusammen mit dem Einspruch

📝 den Antrag möglichst gut begründen

Wichtig:

⚠️ Die Aussetzung der Vollziehung wird nicht automatisch gewährt.

Das Finanzamt prüft jeden Antrag individuell.

💬 Wusstest du, dass Einspruch und Aussetzung der Vollziehung zwei unterschiedliche Dinge sind?

👇 Schreib es in die Kommentare!

02/08/2026

🚨 Der größte Irrtum beim Einspruch gegen den Steuerbescheid?

Viele glauben, dass man dafür zwingend einen Brief schreiben oder persönlich zum Finanzamt gehen muss.

💡 Tatsächlich ist ein Einspruch oft einfacher, als viele denken.

Das solltest du wissen:

📧 Ein Einspruch ist grundsätzlich auch elektronisch möglich, z. B. über Mein ELSTER oder sofern der elektronische Zugang eröffnet ist auch per E-Mail.

✍️ Eine Unterschrift ist grundsätzlich nicht erforderlich.

📄 Aus dem Einspruch muss aber eindeutig hervorgehen:

✅ Wer den Einspruch einlegt.

✅ Gegen welchen Steuerbescheid sich der Einspruch richtet.

✅ Dass Einspruch eingelegt werden soll.

📝 Eine Begründung ist sinnvoll. Sie kann grundsätzlich auch nachgereicht werden, wenn zunächst fristwahrend Einspruch eingelegt wurde.

⏰ Wichtig: Der Einspruch muss grundsätzlich innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe eingelegt werden.

💶 Achtung: Ein Einspruch allein stoppt eine festgesetzte Nachzahlung nicht automatisch. Soll die Zahlung bis zur Entscheidung über den Einspruch aufgeschoben werden, muss zusätzlich eine Aussetzung der Vollziehung beantragt werden und dafür ist zusätzlich ein begründeter Einspruch erforderlich.

📌 Prüfe deinen Steuerbescheid deshalb immer sorgfältig. Auch Steuerbescheide können Fehler enthalten.

Folge mir gerne für weitere Finanztipps

💬 Wusstest du, dass ein Einspruch häufig auch elektronisch möglich ist?

👇 Schreib es in die Kommentare!

30/07/2026

🚨 “Warum bekomme ich Geld zurück und mein Kollege muss Steuern nachzahlen?”

Diese Frage bekommen wir regelmäßig und die Antwort überrascht viele.

💡 Eine Steuererstattung ist kein Geschenk vom Finanzamt.

Genauso ist eine Nachzahlung keine Strafe.

Die Einkommensteuer wird zwar bereits während des Jahres durch den Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Dieser basiert jedoch auf den Daten, die dem Arbeitgeber vorliegen, und kann nicht jede persönliche Besonderheit des Jahres berücksichtigen.

Erst mit der Einkommensteuererklärung wird geprüft, wie hoch deine Steuer tatsächlich ist.

👉 Hast du während des Jahres mehr Lohnsteuer gezahlt, als du nach dem Einkommensteuergesetz schuldest, erhältst du eine Steuererstattung.

👉 Wurde zu wenig Lohnsteuer einbehalten, kann eine Nachzahlung entstehen.

Das kann zum Beispiel an folgenden Gründen liegen:

✅ Steuerklassenkombinationen (z. B. früher III/V)

✅ Lohnersatzleistungen (z. B. Elterngeld oder Krankengeld)

✅ Mehrere Arbeitgeber im Jahr

✅ Weitere individuelle Besonderheiten

Deshalb können zwei Personen mit einem ähnlichen Einkommen am Ende ein völlig unterschiedliches Ergebnis bei der Steuererklärung erhalten.

💬 Hattest du bisher immer eine Erstattung oder musstest du auch schon einmal nachzahlen? Schreib es in die Kommentare! 👇

Folge mir gerne für weitere Finanztipps 👉🏻

29/07/2026

🚨 Die Frist für viele Steuererklärungen endet diese Woche!

Falls du zur Abgabe verpflichtet bist, solltest du jetzt nicht mehr lange warten.

Viele denken:
“Ich mache das irgendwann.”

Das kann teuer werden.

💡 Wenn du verpflichtet bist und die Frist versäumst, können Verspätungszuschläge festgesetzt werden.

Außerdem gilt:

💶 Viele verschenken Geld, weil sie ihre Steuererklärung gar nicht oder viel zu spät abgeben.

👉 Prüfe deshalb rechtzeitig:

✅ Bin ich überhaupt zur Abgabe verpflichtet?
✅ Habe ich alle Unterlagen zusammen?
✅ Reicht die Zeit noch für ELSTER oder den Steuerberater?

⏰ Lieber heute erledigen als später Stress oder unnötige Kosten haben.

Wann hast du deine Steuererklärung erledigt?
✅ Schon abgegeben
⏳ Mache ich diese Woche
😅 Noch gar nicht angefangen

Schreib’s in die Kommentare. 👇

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26/07/2026

🚨 „Beamte haben doch viel mehr Netto!“

Diesen Satz hört man immer wieder. Tatsächlich greift dieser Vergleich aber oft zu kurz.

Warum?

Beamte und Angestellte sind unterschiedlich abgesichert. Deshalb lässt sich die finanzielle Situation nicht allein anhand des Nettogehalts vergleichen.

Zum Beispiel:

✅ Beamte zahlen keine Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung.

✅ Die Krankenversicherung funktioniert über Beihilfe und eine private Krankenversicherung, also anders als bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern.

Gleichzeitig wird aber häufig vergessen:

➡️ Die private Krankenversicherung kostet Geld und ist keine kostenlose Alternative.

➡️ Die Beihilfe übernimmt nicht automatisch sämtliche Krankheitskosten.

➡️ Viele Risiken müssen Beamte eigenverantwortlich absichern.

Deshalb sagt ein höheres oder niedrigeres Nettogehalt allein noch nichts darüber aus, wer finanziell besser gestellt ist.

Wer Beamte und Angestellte vergleichen möchte, sollte immer das gesamte System der sozialen Absicherung betrachten und nicht nur die Zahl auf der Gehaltsabrechnung.

💬 Welchen Satz hörst du häufiger?

🟦 „Beamte haben doch viel mehr Netto.”

🟨 „Beamte zahlen doch gar keine Abgaben.”

Schreib es in die Kommentare. 👇

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📌 Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung dar.

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André Wiedemann C/o Horbach Wirtschaftsberatung GmbH Im Defdahl 10c
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