28/08/2026
🎓Finanzwissen am Freitag – Kosten zählen
Kosten sind einer der wenigen Faktoren einer Geldanlage, die sich im Voraus erkennen lassen. Während Renditen unsicher bleiben stehen Gebühren fest. Deshalb verdienen sie besondere Aufmerksamkeit. Denn jede Kostenposition schmälert den langfristigen Vermögensaufbau.
Der Wirtschaftsnobelpreisträger William F. Sharpe sagte sinngemäß:
„Der beste Hinweis darauf, welche Investmentfonds in Zukunft besser abschneiden werden, sind ihre laufenden Kosten.“
Dieser Gedanke mag zunächst überraschen. Sharpe wollte damit nicht sagen, dass allein niedrige Kosten den Erfolg garantieren. Er machte vielmehr auf eine wichtige Tatsache aufmerksam:
Kosten sind sicher – Mehrerträge nicht.
Viele aktiv gemanagte Fonds versuchen, den Markt zu schlagen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dies langfristig nur wenigen Fondsmanagern gelingt. Kommen dann noch hohe Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschläge oder andere laufende Kosten hinzu, wird die Aufgabe noch schwieriger.
Jeder Euro an Kosten ist ein Euro, der nicht investiert bleibt und deshalb auch keine zukünftigen Erträge erwirtschaften kann. Über viele Jahre hinweg kann dieser Effekt einen erheblichen Unterschied machen.
Daraus lässt sich eine wichtige Erkenntnis ableiten:
Je höher die Kosten einer Geldanlage sind, desto schwerer wird es, langfristig attraktive Renditen zu erzielen.
Wer die Rendite der Märkte erreichen möchte, sollte unnötige Kosten vermeiden. Kosten sind ein wichtiger Faktor – aber nicht der einzige.
Ebenso entscheidend sind unter anderem:
- die Anlagestrategie,
- die Diversifikation,
- die Anlagedauer,
- die Risikostruktur,
- die steuerliche Betrachtung,
- und vor allem die Disziplin des Anlegers.
Die Kernbotschaft:
Renditen kann niemand garantieren. Kosten hingegen sind von Anfang an bekannt. Deshalb sollten sie bei jeder Anlageentscheidung bewusst geprüft werden. Denn was man an Gebühren spart, bleibt dem Vermögensaufbau erhalten.
Bei Fragen einfach fragen.
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