12/02/2023
Ein schönes Beispiel dafür das Daten alleine wenig Aussagekraft besitzen, man kann sie in die eine wie in die andere Richtung auslegen. Man kann es auch befürworten dass Deutschland ein Land ist dass nicht zentralistisch ausgelegt ist und vom Mittelstand profitiert.
An der Börse ist das nicht anders. Fallende Kurse haben auch positives. Die Vergünstigung von Einstandskursen bei Nachkäufen zum Beispiel.
Berlin mag sexy sein ein, aber ein wirtschaftliches Zugpferd beziehungsweise Zugbär ist die Metropole an der Spree nicht - jedenfalls im Vergleich mit anderen europäischen Hauptstädten. Das zeigt eine Auswertung von Eurostat-Daten durch das IW Köln.
"Streicht man Berlin und all seine Einwohner aus der gesamtdeutschen Statistik, würde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf nur um rund 0,2 Prozent niedriger ausfallen," schreibt IW-Analyst Matthias Diermeier.
Das sieht bei unseren Nachbar:innen in Polen, Dänemark und Frankreich ganz anders aus. "Müssten die Franzosen auf ihre Hauptstadtregion Île-de-France verzichten, fiele das BIP pro Kopf um gute 15 Prozent niedriger aus." Jahrelang war es sogar so, dass die Wirtschaftsleistung der Metropole an der Spree "im Schnitt vier Prozent weniger als der Rest von Deutschland" erwirtschaftet. Immerhin das hat sich geändert: Mittlerweile hat die Bundeshauptstadt eine höhere Wirtschaftsleistung hat als der Rest der Republik. (mj)
Artikel zur Grafik: https://de.statista.com/infografik/5643/wirtschaftsfaktor-hauptstadt/