17/02/2026
Bürokratieabbau: Kleine Schritte statt großer Reformen
Die schwarz-rote Koalition setzt beim Bürokratieabbau auf Einzelmaßnahmen, die eher an eine Nagelschere als an eine Kettensäge erinnern. Trotz bescheidener Ergebnisse gibt es erste Ansätze, die Entlastungen für Unternehmen bringen könnten:
➡️ Kosten der Bürokratie: Bürokratiekosten belaufen sich auf rund 65 Milliarden Euro jährlich. Viele Vorschriften sind jedoch notwendig, wie etwa Buchführungspflichten.
➡️ Mentalitätsproblem: Einzelfallgerechtigkeit und widersprüchliche Regelungen erschweren den Abbau. Beispiel: Hygieneschutz und Arbeitsschutz stehen oft im Konflikt.
➡️ Praxischecks: Das Wirtschaftsministerium hat Praxischecks eingeführt, um unnötige Vorgaben zu identifizieren und zu reduzieren.
Das Arbeitsministerium plant spürbare Entlastungen, insbesondere für KMU. Ein Vorschlag sieht vor, knapp ein Fünftel der Sicherheitsbeauftragten in Unternehmen abzuschaffen – ein Schritt in die richtige Richtung.
Für eine echte Entlastung braucht es allerdings mehr als Einzelmaßnahmen. Digitale und pragmatische Verwaltungsprozesse sowie eine Reform des öffentlichen Dienstrechts sind entscheidend, um Bürokratie nachhaltig abzubauen.
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https://www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/nagelschere-statt-kettensaege