13/10/2026
Verantwortung, Fachkompetenz und Empathie: Pflegekräfte zwischen Berufung und Belastung ⛓️💥
🗨️ In kaum einem anderen Beruf ist die Diskrepanz zwischen dem Erleben von Sinn und den tatsächlichen Arbeitsbedingungen so groß wie in der Pflege. In der aktuellen DBfK-Umfrage „Pflege, wie geht es dir?“ geben 83 Prozent der befragten Pflegefachpersonen an, ihre Arbeit als sinnstiftend zu empfinden. Gleichzeitig würden sich nur 55 Prozent erneut für den Beruf entscheiden.
💬Die hohe Bereitschaft, täglich mit Engagement und Empathie für andere Menschen da zu sein, steht einem System gegenüber, das beruflich Pflegende an ihre Grenzen bringt. Viele Pflegekräfte sind überlastet (44 Prozent) und können sich nicht vorstellen, ihren Beruf bis zum Renteneintritt auszuüben (37 Prozent).
🗨️Trotzdem gibt es eine große Anzahl von Pflegekräften (76 Prozent), die bereit wären, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Demgegenüber steht allerdings eine nur geringe Anzahl derer, die sich in ihrer fachlichen Expertise ausreichend anerkannt fühlen (3 Prozent).
💡 Hier zeigt sich ein erhebliches Potenzial, das bislang nicht ausreichend genutzt wird. Zum einen könnten ausreichende Erholungszeiten und eine bedarfsgerechte Personalbemessung die Belastungen im Pflegealltag deutlich reduzieren und damit die Rahmenbedingungen für Pflegekräfte erheblich verbessern.
🫶 Zum anderen können Wertschätzung und Anerkennung von besonderer Expertise oder Leistung die Zufriedenheit im Pflegeberuf steigern und damit zur Attraktivität des Berufs beitragen.