12/05/2026
Aktuelle Zahlen zeigen: Bedarf an Pflegekräften bleibt trotz steigender Beschäftigtenzahlen hoch – der Wunsch Gutes zu tun ist für viele Pflegekräfte der wichtigste Antrieb 🫶
📊 Ende Dezember 2024 arbeiteten in Deutschland rund 6,2 Mio. Menschen im Gesundheitswesen. Das sind 1,7 % mehr als im Vorjahr. Während die Beschäftigtenzahlen in (teil-)stationären Einrichtungen um 64.000 Personen zunahmen – ein Plus von 3,0 %, ist das Wachstum in der ambulanten Pflege etwas geringer. Dort stieg die Zahl der Beschäftigten um 32.000 Personen, also um 1,3 %.
🚨Der Bedarf an Pflegekräften bleibt jedoch weiterhin hoch. Laut der Pflegekräftevorausberechnung des Statistischen Bundesamts werden in Deutschland bis zum Jahr 2049 zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte fehlen.
🗨️Trotz dem Plus an Pflegekräften ist die Zufriedenheit in diesem Job eher verhalten. In der Umfrage „Pflege, wie geht es dir?“ von 2025 des DBfK - Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe bewerteten 84 % der Befragten ihren Beruf als sinnstiftend, aber nur 57 % würden ihn erneut wählen.
💡Während Gehalt, Arbeitszeiten und Dienstplanung überwiegend positiv beurteilt wurden, führten insbesondere Personalbesetzung, Arbeitsauslastung sowie mangelnde Wertschätzung und schlechtes Management durch Arbeitgeber*innen zur größten Unzufriedenheit und bilden damit die wichtigsten Stellschrauben.
📈 Die Umfrage bestätigt: Gute Bezahlung ist ein wichtiger Schritt, reicht aber nicht aus, um den Pflegeberuf attraktiv zu machen. Tatsächlich verdienen Pflegekräfte heute deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Der monatliche Bruttomedianlohn stieg von rund 2.800 Euro im Jahr 2014, auf rund 3.400 Euro im Jahr 2020 und auf über 4.000 Euro 2024. Das liegt auch an den gestiegenen Mindestlöhnen, die in den vergangenen zwei Jahren sukzessive erhöht wurden.
🏛️Wer Fachkräfte langfristig halten möchte, sollte gezielte Entlastung im Arbeitsalltag schaffen. Klare Führung, strukturierte Prozesse und der Einsatz digitaler Tools tragen dazu bei, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und den eigenen Betrieb sowohl organisatorisch als auch wirtschaftlich stabil aufzustellen.
Übrigens: Weitere Informationen zum Mindestlohn in der Pflege lesen Sie auf unserem Blog: https://www.sozialfactoring.de/blog/allgemein/mindestlohn-in-der-pflege/
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)