08/10/2022
Bauzinsen: Noch ist nicht bekannt, wie der von der Bundesregierung angekündigte Gaspreisdeckel im Detail aussehen wird. Mit dem 200 Milliarden Euro schweren „Abwehrschirm“ sollen Privathaushalte und Unternehmen „massiv“ gestützt werden, ist auf Zeit Online zu lesen. Auch die EU zeigt sich offen für einen Gaspreisdeckel. Laut ZDF sollen zur Finanzierung in Deutschland vorrangig abgeschöpfte Zufallserlöse der Stromerzeuger herangezogen werden. Inwiefern sich die Deckelung auf die Inflation auswirken wird, bleibt abzuwarten. Aktuell liegt sie in Deutschland und im Euroraum bei 10,0 %, meldet tagesschau.de.
Angetrieben von der Inflation, der gestrafften Geldpolitik und den hohen Renditen für deutsche Staatsanleihen haben die Zinsen für zehnjährige Darlehen die 3,5-%-Marke deutlich überschritten und sind damit auf ein neues Jahreshoch geklettert, wie unsere Zins-Grafik zeigt. Bis Jahresende geht die Mehrheit der von uns befragten Expertinnen und Experten von Bauzinsen um rund 4 % aus. Daher müssen Immobilienkäuferinnen und -käufer mittelfristig weiter mit höheren Bauzinsen rechnen, sollten aber das volatile Umfeld für sich nutzen. Denn Schwankungen nach unten sind möglich. Zudem werden Konditionsanpassungen von Banken oft unterschiedlich schnell eingepreist, daher lohnt der Angebotsvergleich.
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Christian Hadel
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