Förderverein Pro A20 e.V.

Förderverein Pro A20 e.V. Der Förderverein Pro A20 e.V. unterstützt und begleitet den Bau der Küstenautobahn A20. Wir verstehen uns als Sprachrohr dieses Projektes und seiner Befürworter.

will auch auf Facebook über die vielen Argumente für den Bau der Küstenautobahn A20 informieren und mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog treten.

"WIR BÜNDELN UNSERE KRÄFTE NOCH STÄRKER"**Ein Doppel-Interview**Silke Hauschildt (Elbegarten GmbH, Glückstadt), Vorsitze...
01/09/2026

"WIR BÜNDELN UNSERE KRÄFTE NOCH STÄRKER"

**Ein Doppel-Interview**
Silke Hauschildt (Elbegarten GmbH, Glückstadt),
Vorsitzende des Förderkreises Feste Unterelbequerung e.V.
& Michael Blach (EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen/Bremerhaven),
Vorsitzender des Fördervereins Pro A20 e.V.

1. Was bedeutet die vereinbarte engere Zusammenarbeit der beiden Vereine konkret? Was planen Sie?

Silke Hauschildt:
Die engere Zusammenarbeit ist vor allem ein Signal der Geschlossenheit. Beide Vereine verfolgen seit jeher das gleiche Ziel: die Menschen in der Region sachlich über die Bedeutung der A20 und der festen Elbquerung zu informieren und aufzuzeigen, welche Chancen dieses Infrastrukturprojekt für die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft und die gesamte Region bietet.

Es geht uns ausdrücklich nicht darum, die Auseinandersetzung mit Projektgegnern zu verschärfen. Unser Ansatz war immer die faktenbasierte Information. Allerdings erleben wir, dass kritische Stimmen oft leichter öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Deshalb bündeln wir künftig unsere Kräfte noch stärker, um die Argumente für das Projekt sichtbarer zu machen und mit einer gemeinsamen Stimme aufzutreten.

Konkret planen wir einen intensiveren Austausch, gemeinsame Veranstaltungen und eine stärkere Vernetzung aller Akteure, die sich für die A20 einsetzen – von Unternehmen über Kommunen bis hin zu Verbänden. Je geschlossener die Region auftritt, desto deutlicher wird, dass es sich bei der A20 nicht um ein Einzelinteresse handelt, sondern um ein zentrales Zukunftsprojekt für Norddeutschland.

2. Welche Vorteile verbinden Sie mit der A20?

Michael Blach:
Die A20 ist die Küstenautobahn, die perspektivisch die deutschen Seehäfen besser miteinander verbindet und damit eine wichtige Lücke in der norddeutschen Verkehrsinfrastruktur schließt. Sie schafft eine dringend benötigte Alternative zur heutigen Verkehrsführung, insbesondere zu den hoch belasteten Achsen der A1 und den Elbquerungen im Raum Hamburg.
Für die Wirtschaft bedeutet das vor allem: kürzere und verlässlichere Wege, weniger Staus und eine bessere Erreichbarkeit der Häfen und Wirtschaftsstandorte. Gerade für Unternehmen ist Planbarkeit ein entscheidender Standortfaktor. Mit der A20 kann Norddeutschland seine Funktion als Logistikdrehscheibe stärken und seine Position als Schnittstelle zu den europäischen Märkten und insbesondere zu Nordeuropa weiter ausbauen.

3. Wie zufrieden sind Sie mit den Baufortschritten der A20? Sind die Fortschritte der vergangenen Monate so groß, dass Sie ernsthaft hoffen dürfen, auf der A20 noch fahren zu können?

Silke Hauschildt:
Natürlich hätten wir uns alle gewünscht, dass das Projekt bereits deutlich weiter fortgeschritten wäre. Die Planungs- und Genehmigungsverfahren in Deutschland sind lang und komplex, und die A20 ist dafür ein besonders prominentes Beispiel.
Dennoch bin ich heute deutlich optimistischer als noch vor einigen Jahren. In den vergangenen Monaten und Jahren haben wir an verschiedenen Stellen wichtige Fortschritte gesehen – sowohl bei den Planungsabschnitten als auch bei den laufenden Bauarbeiten. Vor allem ist erkennbar, dass Bund und Länder das Projekt weiterhin verfolgen und voranbringen wollen.
Als Unternehmerin weiß ich, dass große Infrastrukturprojekte einen langen Atem brauchen. Entscheidend ist für mich, dass der politische Wille vorhanden ist und die nächsten Schritte konsequent umgesetzt werden. Deshalb glaube ich durchaus, dass wir die Fertigstellung weiterer Abschnitte erleben werden. Ob ich eines Tages die gesamte Strecke von der niederländischen Grenze bis zur Ostsee befahren kann, weiß niemand mit Sicherheit. Aber es gab noch nie bessere Gründe, optimistisch zu sein.

4. Was sind Ihre Forderungen an die Politik, damit der Bau der A20 stärker vorangetrieben werden kann? Wie zufrieden sind Sie mit den auf Bundesebene beschlossenen Maßnahmen zur Beschleunigung von Bau und Planung? Was sollte in rechtlicher Hinsicht geschehen, um den Bau der A20 voranzubringen?

Michael Blach:
Wir müssen bei der A20 endlich deutlich schneller werden. Die Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren ist bei Infrastrukturprojekten von nationaler Bedeutung nicht mehr akzeptabel. Wenn wir Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sichern wollen, brauchen wir auch bei der Infrastruktur einen anderen Takt.
Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz ist aus unserer Sicht ein richtiger Schritt, weil es genau an dieser Stelle ansetzt. Entscheidend wird aber sein, dass die neuen Möglichkeiten auch konsequent genutzt werden. Es darf nicht bei gesetzlichen Beschleunigungsversprechen bleiben – die Verfahren müssen tatsächlich schneller werden.
Und natürlich braucht es Planungssicherheit bei der Finanzierung. Ein Projekt wie die A20 erst zu planen und dann bei der Umsetzung auf die Finanzierung zu warten, können wir uns nicht leisten. Wer die A20 will, muss sie deshalb auch über die gesamte Laufzeit verlässlich finanzieren.

5. Gegner der A20 sprechen von einem „Milliardengrab“. Sind die Investitionen in Zeiten knapper oder sogar leerer Kassen und angesichts des Klimawandels wirklich zu rechtfertigen?

Silke Hausschildt:
Ich halte den Begriff „Milliardengrab“ für zu kurz gegriffen. Die entscheidende Frage lautet doch: Was kostet es, wenn wir wichtige Infrastruktur nicht bauen?
Für die Unternehmen in unserer Region bedeutet die fehlende Elbquerung täglich Umwege, Zeitverluste, höhere Transportkosten und eine geringere Planungssicherheit – und das jetzt bereits seit mehreren Jahrzehnten. Das belastet die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben und erschwert Investitionen. Gleichzeitig sind gute Verkehrsverbindungen eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsplätze und Wohlstand.

Auch beim Thema Klimaschutz lohnt sich ein differenzierter Blick. Staus, Ausweichverkehre und lange Umwege verursachen ebenfalls CO₂-Emissionen. Eine leistungsfähige Infrastruktur kann dazu beitragen, Verkehrsströme effizienter zu lenken und unnötige Kilometer zu vermeiden. Zudem wird auch künftig der Güterverkehr eine wichtige Rolle für die Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung spielen – unabhängig davon, ob die Fahrzeuge mit Diesel, Strom, Wasserstoff oder anderen klimafreundlichen Antrieben unterwegs sind.

Aus meiner Sicht ist die A20 deshalb keine Investition in die Vergangenheit, sondern in die Zukunftsfähigkeit Norddeutschlands. Wer die wirtschaftliche Bedeutung der Region ernst nimmt, kommt an leistungsfähiger Infrastruktur nicht vorbei. Die A20 ist dabei ein wesentlicher Baustein.

6. Abschlussfrage: Was sind die nächsten geplanten Aktivitäten?

Michael Blach:
Wir wollen weiter für die A20 und insbesondere für die Elbquerung werben und den politischen Druck aufrechterhalten. Dazu gehört auch die laufende Online-Petition, mit der wir der Forderung nach einem zügigen Bau der Elbquerung zusätzliches Gewicht verleihen wollen.
Petition · Elbtunnel Glückstadt-Drochtersen JETZT! – Die Region braucht die A 20 - Deutschland · Change.org

Ein wichtiger nächster Termin ist der Parlamentarische Abend am 8. September 2026 in Berlin. Dort wollen wir mit Landesministern, Bundestagsabgeordneten, der Autobahn GmbH sowie Unternehmerinnen und Unternehmern ins Gespräch kommen. Uns geht es dabei nicht um weitere Grundsatzdebatten, sondern ganz konkret um die Frage: Was muss jetzt geschehen, damit die Küstenautobahn schneller vorankommt?
Die Region braucht die A20 – und sie braucht vor allem endlich mehr Tempo bei ihrer Umsetzung.

*** Wirtschaftsverband Weser: „Fakten prüfen. Weser schützen. Häfen sichern.“- Offener Brief an Kreistag, Parteien und S...
27/08/2026

*** Wirtschaftsverband Weser: „Fakten prüfen. Weser schützen. Häfen sichern.“
- Offener Brief an Kreistag, Parteien und Stadträte in der Wesermarsch - ***


Der Wirtschaftsverband Weser e. V. wendet sich mit einem offenen Brief an die Mitglieder des Kreistages Wesermarsch, die Vorsitzenden der Parteien im Landkreis sowie die Mitglieder der Stadträte von Brake und Nordenham.

Unter der Überschrift „Fakten prüfen. Weser schützen. Häfen sichern.“ appelliert der Wirtschaftsverband an die politischen Entscheidungsträger, das Ergebnis des laufenden Weserverfahrens nicht politisch vorwegzunehmen.

„Die Fragen zur Verschlickung, Salzbelastung, Tideentwicklung, zum Hochwasserschutz und zur Süßwasserversorgung müssen ernst genommen und sorgfältig untersucht werden. Genauso müssen aber die wirtschaftlichen Folgen für die Häfen, Unternehmen und Arbeitsplätze der Region berücksichtigt werden“, erklärt Uwe Beckmeyer, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Weser.

Der Verband weist darauf hin, dass die Auswirkungen der Fahrrinnenanpassung im Planfeststellungsverfahren umfassend untersucht, öffentlich erörtert und gegeneinander abgewogen werden müssen. Eine Ablehnung noch vor Abschluss dieser Untersuchungen wäre aus Sicht des Verbandes eine politische Vorfestlegung.

Gleichzeitig spricht sich der Wirtschaftsverband ausdrücklich für die Umsetzung des Generalplans Wesermarsch aus. Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässersituation, der Süßwasserverfügbarkeit sowie der Be- und Entwässerung seien unabhängig vom Ausgang des Planfeststellungsverfahrens notwendig.

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sei eine verlässliche Erreichbarkeit der Häfen von zentraler Bedeutung. Größer werdende Schiffe müssten Brake auch künftig mit wirtschaftlich ausreichender Ladung erreichen können. Andernfalls drohten Ladung, Investitionen und Wertschöpfung an konkurrierende Hafenstandorte außerhalb Deutschlands verloren zu gehen.

Der Wirtschaftsverband formuliert fünf Erwartungen an die Kommunalpolitik: ein ergebnisoffenes Planfeststellungsverfahren, eine vollständige Untersuchung aller ökologischen, wasserwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen, die Sicherung der nautischen Erreichbarkeit der Häfen, die Umsetzung des Generalplans Wesermarsch sowie gemeinsame Lösungen für Wirtschaft und Umwelt.

„Die Region braucht keinen Gegensatz zwischen Umweltschutz und wirtschaftlicher Entwicklung. Sie braucht belastbare Fakten und tragfähige Lösungen für beides“, so Beckmeyer.

Foto: Firma Jan Müller

19/08/2026

** Ein Rechtsgutachten im Auftrag der IHK Nord stellt die bislang verbreitete Annahme infrage, eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Seehäfen sei verfassungsrechtlich kaum möglich. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass der Bund seine Finanzhilfen bereits auf Grundlage des bestehenden Rechtsrahmens erhöhen könnte.
Das Gutachten wurde von dem Rechtswissenschaftler Professor Johannes Hellermann aus Bielefeld erstellt. **

HALBJAHRESBILANZ VORGELEGT:NIEDERSACHSENS HAFENWIRTSCHAFT WÄCHSTNiedersachsens Hafenwirtschaft ist weiterhin auf Wachstu...
16/08/2026

HALBJAHRESBILANZ VORGELEGT:
NIEDERSACHSENS HAFENWIRTSCHAFT WÄCHST

Niedersachsens Hafenwirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs, auch wenn die Marktlage insgesamt herausfordernd ist und nicht zuletzt auch der Wintereinbruch die Umschlagsprozesse zu Jahresbeginn erschwert hatte. Darüber informiert Seaports of Niedersachsen.
Treiber der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr ist der gesteigerte Umschlag von Stückgütern und Containern, was mittlerweile rund ein Drittel des gesamten Umschlagsvolumens der niedersächsischen Seehäfen ausmacht. Der Massengüterumschlag zeigt sich marktbedingt leicht rückläufig im ersten Halbjahr.

Mit 31,1 Millionen Tonnen verzeichnet die Gruppe der neun niedersächsischen Seehäfen einen Zuwachs von 7 % im ersten Halbjahr 2026 im seeseitigen Güterumschlag (29,1 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Beim Containerumschlag ergibt sich mit 898.211 TEU ein Plus von 36 % (664.685 TEU im ersten Halbjahr 2025).

Insgesamt wurden von Januar bis Juni mehr als 12 Millionen Tonnen Stückgüter, zu denen neben Containern auch Windenergiekomponenten, Eisen, Stahl, Forstprodukte und rollende Ladung gehören, in Niedersachsens Seehäfen umgeschlagen, was einem Zuwachs von 25 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht (9,6 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025).

Der Umschlag von Massengütern belief sich auf rund 19,1 Millionen Tonnen und liegt damit knapp 2% unter dem Vorjahresergebnis (19,5 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Das Umschlagsvolumen von Neufahrzeugen in den drei niedersächsischen Automobil-Umschlagshäfen bewegt sich mit insgesamt 842.411 Einheiten auf Vorjahresniveau.

„Insgesamt können wir zur Jahresmitte ein positives Fazit zur Entwicklung des Ladungsaufkommens in den niedersächsischen Seehäfen ziehen. Nicht zuletzt zeugt dieses von hoher Kundenzufriedenheit, die unsere Hafenwirtschaft durch ein gutes Angebot und flexible Services erreichen konnte. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Märkte weiterhin unter Druck sind. Während die Umschlagsvolumen von Containern, Komponenten im Bereich der Erneuerbaren Energien und auch bestimmten Massengütern deutlich gewachsen sind, wirken sich bei anderen Gütergruppen Zollbeschränkungen, Veränderungen von Warenströmen aufgrund hoher Energiekosten sowie eine überbordende Regulatorik aus. Nicht zuletzt beeinflusst weiterhin auch die geopolitische Lage die weltweiten Märkte“, kommentiert Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin der Seaports of Niedersachsen GmbH die aktuellen Umschlagszahlen.

!!Brake

Der Seehafen Brake verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 ein Umschlagsvolumen von knapp 2,45 Millionen Tonnen im Seegüterverkehr (- 12 % / 2,8 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025).
Deutlich positiv zeigte sich die Entwicklung des Seehafens im Bereich des Umschlags von Windenergiekomponenten. Einen Umschlagsrückgang gab es bei Getreide und Futtermitteln infolge der Unsicherheiten und letztlichen Verschiebung der EUDR-Richtlinie, wodurch hohe Lagerbestände gebildet wurden, mit denen der Handel momentan seine Kontrakte bedient. Die Zollpolitik der USA hat weiterhin unmittelbare Auswirkungen auf den Export von Eisen und Stahl sowie Holz.


!!Cuxhaven

In Cuxhaven wurden im ersten Halbjahr 2026 mit 1,3 Millionen Tonnen rund 32 % weniger Güter im Seeverkehr umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum (1,8 Millionen Tonnen). Hier kommt im Wesentlichen ein Sondereffekt zum Tragen: Große Baumaßnahmen am Standort in 2025 führten zu einem projektbedingten Anstieg beim Umschlag von Baustoffen, die im laufenden Jahr fehlen.
Der Umschlag von Stückgütern und hier insbesondere von Komponenten der Windenergieerzeugung entwickelte sich deutlich positiv. Mit 185.508 Neufahrzeugen liegt das Volumen des Automobilumschlags im ersten Halbjahr 2026 unter dem Ergebnis aus dem Vorjahr, dies u.a. durch witterungsbedingte Einschränkungen zu Jahresbeginn.

!!Emden

Der Emder Hafen liegt mit einem seeseitigen Umschlagsvolumen von etwa 2,3 Millionen Tonnen um knapp 5 % unter dem Ergebnis des Vorjahres (2,4 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2025).
Eine starke Entwicklung beim Umschlag von Windenergieanlagen und steigende Umschlagszahlen bei flüssigen Massengütern konnten Rückgänge z.B. beim Umschlag fester Massengüter wie Baustoffen nicht gänzlich kompensieren.
Der Automobilumschlag liegt mit über 589.000 Neufahrzeugen im ersten Halbjahr 2026 knapp unter Vorjahresniveau. Während die Fahrzeugimporte gesteigert werden konnten, gingen die Exporte, insbesondere mit Blick auf das USA-Geschäft, leicht zurück.

!!Leer

Im Hafen Leer wurden im ersten Halbjahr 2026 im kombinierten See- und Binnenschiffsverkehr rund 107.000 Tonnen Güter umgeschlagen, was einem Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht (93.000 Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Umschlagsgüter in Leer sind vor allem Baustoffe, Futtermittel sowie Eisen und Stahl.

!!Nordenham

In Nordenham beläuft sich der seeseitige Güterumschlag im ersten Halbjahr 2026 auf rund 0,9 Millionen Tonnen (- 11 % / 1 Million Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Während das Umschlagsvolumen bei Massengütern wie Baustoffen gesteigert werden konnte, war der Umschlag von Kohle und revisionsbedingt auch von Flüssiggütern rückläufig.
Laufende Projektumschläge im Bereich der Kabellogistik sorgten im ersten Halbjahr 2026 aber für eine gute Auslastung und Wertschöpfung am Hafen.


!!Oldenburg

Durch den laufenden Neubau der Eisenbahnbrücke in Elsfleth, der bis Ende 2027 fertiggestellt sein soll, ist der Hafen Oldenburg weiterhin nicht mit Seeschiffen erreichbar. Daher gab es kein seewärtiges Umschlagsvolumen im ersten Halbjahr 2026.
Der Gesamtumschlag im Binnenschiffsverkehr ist mit 378.743 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen (+ 2 % / 371.708 Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Darüber hinaus wurden 156.557 Tonnen Güter per Bahn angeliefert, um die Versorgung der Hafenkunden verlässlich zu gewährleisten.

!! Papenburg

Papenburg erzielt im ersten Halbjahr 2026 mit 335.025 Tonnen im Seeverkehr ein Umschlagswachstum von rund 3 % im Vergleich zum Vorjahr (324.470 Tonnen im ersten Halbjahr 2025). Zuwächse konnten hier vor allem beim Umschlag fester Massengüter verzeichnet werden, der Stückgüterumschlag bewegt sich auf Vorjahresniveau.
Auch die u.a. für die Versorgung ansässiger Industrien bedeutsamen Binnenschiffsverkehre waren stärker nachgefragt, mit 125.210 Tonnen stiegen die Mengen von Gütern, die per Binnenschiff angeliefert oder abtransportiert wurden, um 10 % (114.000 Tonnen im ersten Halbjahr 2025).

!!Stade

Mit insgesamt rund 3,2 Millionen Tonnen Seegüterumschlagsvolumen im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete der Seehafen Stade ein Umschlagsplus von 24% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 (2,6 Millionen Tonnen). Zugrunde liegen hier Zuwächse bei Massengütern wegen einer höheren Nachfrage der ansässigen Industrien, als auch ein vermehrter Umschlag von Stückgütern und Projektladung.

!!Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven wurden von Januar bis Juni 2026 mit rund 20,6 Millionen Tonnen rund 14 % mehr Güter umgeschlagen als im ersten Halbjahr 2025 (18 Millionen Tonnen). Der Umschlag von Containern belief sich auf mehr als 898.000 TEU, was einem Plus von 36% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Auch der Automobilumschlag konnte mit knapp 68.000 Neufahrzeugen im ersten Halbjahr 2026 weiter ausgebaut werden. Während der Umschlag von Rohöl und Mineralölprodukten rückläufig ist, stiegen die Importe von Kohle und Baustoffen weiter an.

27/07/2026

*** Der CDU-Politiker Steffen Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister werden. Bundeskanzler Friedrich Merz werde den Parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion als Nachfolger von Patrick Schnieder vorschlagen, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur. ***

23/07/2026

*** Noch nie waren in Deutschland so viele Autos zugelassen wie zu Beginn des laufenden Jahres, informiert das Statistische Bundesamt. Ihre Zahl stieg innerhalb von einem Jahr um rund 200.000 auf 49,5 Millionen. Das entspricht einer Rekord-Fahrzeugdichte von 593 Autos je 1.000 Einwohner. ***

20/07/2026

"Leisungsfähige Verkehrswege sind keine Einzelinteressen. Sie sind Voraussetzung für wirtschaftliche Stärke, widerstandsfähige Lieferketten, Versorgungssicherheit und die Transformation unserer Wirtschaft."
Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen - IHK für Bremen und Bremerhaven

INFRASTRUKTUR-ZUKUNFTSGESETZ:SCHWUNG AUCH FÜR DIE KÜSTENAUTBAHNDie Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven...
10/07/2026

INFRASTRUKTUR-ZUKUNFTSGESETZ:
SCHWUNG AUCH FÜR DIE KÜSTENAUTBAHN

Die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven begrüßt das Infrastruktur-Zukunftsgesetz. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz heute zu. Es schafft die Voraussetzungen dafür, dringend benötigte Verkehrs- und Infrastrukturprojekte schneller zu planen, zu genehmigen und umzusetzen.

Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer, sagt: „Deutschland braucht wieder mehr Tempo bei Infrastrukturprojekten. Zu lange Verfahren bremsen Investitionen. Sie belasten Unternehmen und schwächen unseren Wirtschaftsstandort. Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz ist deshalb ein wichtiger Schritt zu einem schnelleren und handlungsfähigeren Staat."

Für Bremen und Bremerhaven hat das Gesetz besondere Bedeutung. Die Wirtschaft des Zwei-Städte-Landes lebt von leistungsfähigen Häfen und guten Verkehrswegen, national wie international. Umso bedauerlicher ist es aus Sicht der Handelskammer, dass sich der Bremer Senat heute im Bundesrat nicht auf ein einheitliches Votum einigen konnte. Andere Landesregierungen mit grüner Beteiligung stimmten geschlossen ab.

Von den neuen Regeln könnten viele Vorhaben in Bremen und Nordwestdeutschland profitieren. Dazu zählen die Modernisierung der Häfen in Bremen und Bremerhaven, Maßnahmen an Weser und Unterweser samt Schleusen und Schifffahrtsanlagen, der Ausbau wichtiger Schienenwege für den Güterverkehr sowie Projekte an der A 1, der A 27, der A 281 und der Küstenautobahn A 20. Auch marode Brücken ließen sich schneller ersetzen.

Besonders begrüßt die Handelskammer, dass der Gesetzgeber zentrale Infrastrukturvorhaben künftig als Vorhaben von überragendem öffentlichem Interesse einstuft. Damit wiegen sie bei Planungs- und Genehmigungsentscheidungen schwerer. Das schafft mehr Rechtssicherheit, erleichtert die Abwägung öffentlicher Belange und kann langwierige Verfahren verkürzen.

Dr. Matthias Fonger sagt: „Für den Außenhandelsstandort und die Logistikdrehschreibe Bremen und Bremerhaven ist das ein wichtiges Signal. Leistungsfähige Verkehrswege sind keine Einzelinteressen. Sie sind Voraussetzung für wirtschaftliche Stärke, widerstandsfähige Lieferketten, Versorgungssicherheit und die Transformation unserer Wirtschaft."

Positiv bewertet die Handelskammer außerdem die neue Stichtagsregelung. Lau-fende Planungsverfahren müssen so nicht immer wieder an neue fachrechtliche Vorgaben angepasst werden, wenn sich die Rechtslage während des Verfahrens ändert. Das erhöht die Planungs- und Investitionssicherheit und verhindert unnötige Verzögerungen.

Wichtig ist aus Sicht der Handelskammer zudem, dass das Gesetz künftig auch Bundeswasserstraßen und systemkritische Schifffahrtsanlagen stärker in den Blick nimmt. Für die bremischen Häfen und den nordwestdeutschen Logistikstandort ist das ein starkes Zeichen. Funktionierende Wasserstraßen, Schleusen und Hafenanlagen sind unverzichtbar für den Außenhandel und die Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung.

Die Handelskammer sieht das Gesetz als wichtigen Baustein für mehr Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Der Hauptgeschäftsführer sagt: „Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz greift eine langjährige Forderung der Wirtschaft nach schnelleren und effizienteren Planungsverfahren auf. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Bund, Länder und Genehmigungsbehörden müssen die neuen Möglichkeiten nutzen. Sie müssen die Verfahren personell und digital so aufstellen, dass die Beschleunigung bei den Unternehmen ankommt. Deutschland muss wieder schneller planen, schneller genehmigen und schneller bauen. Nur mit einer modernen und leistungsfähigen Infrastruktur behaupten Bremen, Bremerhaven und der Wirtschaftsstandort Deutschland ihre Stärken im internationalen Wettbewerb."

08/07/2026

Wesermarsch – CDU-Landtagsabgeordnete erhalten Infos zum Interkommunalen Gewerbepark Wesermarsch GmbH

Die CDU‑Abgeordneten des Oldenburger Landes haben sich in Ovelgönne über eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Region im Rahmen ihrer Sommertour informiert. Es handelt sich dabei um die neu gegründete Interkommunale Gewerbepark Wesermarsch GmbH (IGP). Zu Geschäftsführern wurden Harald Stindt, Bürgermeister der Gemeinde Stadland, sowie Prof. Dr. Lutz Stührenberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH, bestellt. Den Termin hatte der Wesermarsch Abgeordnete Björn Thümler (Berne) organisiert.

Ovelgönnes Bürgermeister Sascha Stolorz erläuterte, dass die Gesellschaft gegründet wurde, um die kreisangehörigen Städte und Gemeinden bei der Entwicklung interkommunaler Gewerbegebiete zu unterstützen. Ziel sei es, den lokalen Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und neue Perspektiven durch nachhaltige Standortentwicklung zu schaffen. Dem Interkommunalen Gewerbepark Wesermarsch gehören zehn Kooperationspartner an. Neben dem Landkreis Wesermarsch sind dies die Städte Brake, Elsfleth und Nordenham sowie die Gemeinden Berne, Butjadingen, Jade, Lemwerder, Ovelgönne und Stadland.

Geschäftsführer Harald Stindt stellte ein 138 Hektar großes, nachhaltiges Großprojekt im Kreuzungsbereich der B 212 und B 437 vor, das künftig direkt an die geplante A‑20‑Trasse angebunden wird. Ziel des kreisweiten Zusammenschlusses sei es, moderne und zukunftsweisende Gewerbeflächen zu schaffen. Die Flächen am Wesertunnel böten dafür hervorragende Voraussetzungen. Der Fokus liege auf Nachhaltigkeit, klimafreundlichen Energiekonzepten und interkommunaler Wertschöpfung. Die Nachfrage nach den Flächen rund um den Wesertunnel sei hoch.

Ein weiteres Projekt entsteht nach Harald Stindts Worten auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Unterweser (KKU) in Kleinensiel. Dort errichtet der Netzbetreiber Tennet den Netzverknüpfungspunkt Unterweser. Mit einer Übertragungskapazität von 2 × 2 Gigawatt sollen die Offshore‑Windparks BalWin4 und LanWin1 ab voraussichtlich 2030 bis zu fünf Millionen Haushalte mit grünem Windstrom aus der Nordsee versorgen. Der erste Netzanschluss soll bereits 2029 in Betrieb gehen.

Die CDU‑Landtagsabgeordneten Ulf Thiele, Katharina Jensen, Björn Thümler, Jens Nacke, Christian Calderone und Christoph Eilers sowie der Vorsitzende des CDU‑Ortsverbands Ovelgönne, Carsten Osterloh, erfuhren zudem, dass die Wesermarsch Teil des neuen Net Zero Valley im Nordwesten Niedersachsens ist. Dabei handelt es sich um eine europäische Transformationsregion, die den industriellen Wandel hin zur Klimaneutralität beschleunigen soll. Durch schnellere Genehmigungen, bessere Förderzugänge und verlässliche Rahmenbedingungen können Unternehmen, Handwerk und Landwirtschaft in der Wesermarsch mit mehr Planungssicherheit investieren und neue Technologien nutzen, ohne dass die ländliche Prägung verloren geht.

Das Net Zero Valley umfasst neben der Wesermarsch insgesamt acht Landkreise und drei kreisfreie Städte: Leer, Aurich, Emsland, Cuxhaven, Friesland, Ammerland und Cloppenburg sowie die Städte Emden, Wilhelmshaven und Oldenburg. Gemeinsam bilden sie eine große Transformationsregion, die von der Europäischen Union als Schwerpunktgebiet für klimaneutrale Industrieentwicklung ausgewiesen wurde.

Damit ist die Wesermarsch Teil eines breiten regionalen Verbundes, der von den Küstenstandorten über die Hafenstädte bis ins Binnenland reicht. Diese gemeinsame Struktur soll dafür sorgen, dass Genehmigungen schneller laufen, Investitionen leichter möglich werden und neue Technologien, etwa im Bereich Wasserstoff, in einer abgestimmten regionalen Entwicklung entstehen. „Für uns bedeutet das, dass die Wesermarsch nicht isoliert agiert, sondern eingebettet ist in ein starkes nordwestdeutsches Netzwerk, das die Transformation gemeinsam trägt und gestaltet“, so Björn Thümler. (pm/lr – Foto: Büro Thümler)

Titelfoto: Informationen aus erster Hand im Rathaus der Gemeinde Ovelgönne (von links): Carsten Osterloh, Ulf Thiele, Harald Stindt, Sascha Stolorz, Katharina Jensen, Björn Thümler, Jens Nacke, Christian Calderone und Christoph Eilers

06/07/2026

"(...) Wenn es in Planungsverfahren zu derartigen Verzögerungen kommt, liegt die Vermutung nahe, dass es an politischem Willen mangelt. Ob politisch umstrittene Großprojekte wie der Bau der A20 voran getrieben werden oder nicht, hat manchmal auch etwas damit zu tun, wer in dem jeweiligen Bundesland gerade Umwelt-, Verkehrs- und Wirtschaftsminister ist. (...)"
ANDREAS KORBMACHER, Präsident des Bundesverwaltungsgerichtes, laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung"

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