20/03/2020
Update: Wie geht man als Anleger mit der Corona-Krise um? Sollte man die Krise als Chance nutzen?
Konnten wir vor kurzem noch absolute Höchststände an den Börsen feiern (DAX-Stand am 19. Februar 2020 13.795 Punkte) so hat sich die Welt in den letzten Tagen sehr verändert. Und das, in manchen Bereichen vielleicht auch für immer! Kein lebender Mensch hat bisher ähnliche Erfahrungen gemacht, die Auswirkungen betreffen jeden Menschen, weltweit! Das sorgt natürlich für Angst, bringt uns Menschen aber in vielen Situationen auch näher zusammen - bei aller gebotenen Distanz in diesen Tagen.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen als Ihr kompetenter Ansprechpartner in Sachen "Finanzen" und "Investment" auch in dieser Zeit zur Seite und sind für Sie im Homeoffice unter 09208/5479346 erreichbar.
Die Börsen haben in der letzten Woche einen der größten Kursrückgänge ihrer Geschichte erlebt. Der DAX, nur als bekannter heimischer Indes als Beispiel gewählt, schloss heute nach einer deutlichen Erholung wenigstens wieder über 9.000 Punkten. Noch am 18.3.2020 schloss er bei 8.271 Punkten, was zum Höchststand einen Rückgang von ca. 40% bedeutet. So tief stand der DAX zuletzt vor ca 7 Jahren!
Keiner weiß, wie sich die Krise weiterentwickelt? Die Zentralbanken und Regierungen weltweit haben bereits Hilfspaktet in enormer Höhe geschnürt, die den Markt aktuell auch beruhigt haben. Ob das reicht und wann tatsächlich eine Bodenbildung und wieder nachhaltige postive Entwicklungen einsetzen kann ebenfalls niemand mit Sicherheit vorhersagen.
**Eine Weisheit besagt, dass es zwei Risiken an der Börse gibt: **
1) investiert zu sein, wenn die Börse fällt!*
2) nicht investiert zu sein, wenn die Börse steigt!*
Historisch bewiesen ist allerdings, dass die Phasen in denen die Börsen fallen deutlich kürzer und weniger bedeutend sind als die in denen die Börse steigt.
In einem Interview am 18.3.2020 äußerte sich einer der bekanntesten und renomiertesten Fondsmanager Deutschlands, Altmeister *Klaus Kaltemorgen von der DWS*, in einem Interview mit dem Handelsblatt wie folgt: *„Der Schock wird begrenzt sein auf Quartale“*. Denn tatsächlich ist es so, dass an der Börse oft Angst und Gier regieren und derzeit ist es definitiv die Angst, die die Oberhand behält. Ferner geht er davon aus, dass der DAX zum Jahresende einen höheren Stand haben wird als derzeit.
Sollten Sie also einen mittel- bis längerfristigen Anlagehorizont von 5-10 Jahren haben, stellt diese Krise eher eine Chance zum sehr günstigen Einstieg dar. Überprüfen Sie, ob ggf. Mittel auf Tags- und Festgeldern, Sparbüchern etc. für diesen Zeitraum zur Verfügung stehen. Auch ein Einstieg über Sparpläne, bereits ab 25 EUR ist möglich.
Für bestehende Investitionen heißt es derzeit ruhe bewahren und an den ursprünglichen Anlagehorizont zu denken. Ggf. in den nächsten Monaten weniger oft nach den Ständen zu sehen und ebenfalls über eine Verbilligung der Kaufkurse durch weitere Investitionen nachzudenken. Ich selbst habe so gehandelt und bereits in der letzten Woche die Kurse zum erneuten Einstieg genutzt!
Bezüglich Ihres Geldes, und auch sonst: Bewahren Sie die Ruhe und denken Sie daran, dass auch dieses mal die Welt nicht "untergehen" wird! Uns stehen mit Sicherheit noch schwierige Zeiten bevor, aber wir werden in dieser Zeit auch sehr wertvolle Erfahrungen sammeln, die uns weiter voran bringen.
Informieren Sie sich über Alternativen zu Festgeldern und Sparbüchern etc. gerne auf unserem Fondsshop unter www.fondsshop-bayern24.de oder auf www.finanzberatung-bayreuth.de. Gerne stehen wir Ihnen für Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Ich freue mich von Ihnen zu hören!