24/10/2015
Jetzt sein Vermögen noch rechtzeitig in sinnvolle Sachwerte umschichten!
PLAN B
So schützen Sie Ihr Geld vor dem Euro-Kollaps
Die Großinvestoren bereiten sich schon auf ein Auseinanderbrechen der Währungsunion vor. Aber was macht der kleine Sparer? Wir zeigen, wie Sie einen Absturz des Euros möglichst unbeschadet überstehen.
Düsseldorf. Die Staatsschuldenkrise in Europa hat ein bedrohliches Ausmaß erreicht. Vor wenigen Monaten wagte kaum einer zu denken, was inzwischen immer wieder zu hören ist: Selbst ein Kollaps des Euros scheint nicht mehr ausgeschlossen. Viele Deutsche fragen sich in diesen Tagen: Was wird aus dem Euro? Wie sicher ist mein Geld?
Noch beteuern Politiker und Notenbanker, dass sie alles tun werden, um den Euro zu erhalten. Aber kann man sich darauf verlassen? Es ist noch nicht lange her, da hieß es, eine Pleite Griechenlands komme niemals infrage. Was anschließend geschah, zeigt, wie schnell solche Bekenntnisse von der Realität überholt werden.
„Ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone ist ein sehr wahrscheinliches Szenario“, sagt der Chef-Anlagestratege der Vermögensverwaltung DB Advisors, Georg Schuh, auf einer Konferenz in Frankfurt. Seine Abteilung verwaltet für institutionelle Kunden weltweit rund 175 Milliarden Euro. Schuh vermisst überzeugende Antworten der Politik in der Schuldenkrise. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe zwar „noch ein paar Schüsse“ an Notmaßnahmen frei, betonte Schuh. Doch dieses Durchwursteln überzeuge die Investoren nicht mehr. „Ich glaube, wir sind jetzt in der Endspiel-Phase.“
Es geht längst nicht mehr allein um Griechenland. Auch Spanien und Italien können sich kaum noch aus eigener Kraft von den Schulden befreien. Selbst Deutschland könnte in die Krise mit hineingezogen werden. Schließlich garantiert die Bundesrepublik rund 280 Milliarden Euro für die Rettungsschirme EFSF und ESM. Hinzu kommen weitere Rettungsprogramme für Staaten und Banken.
Nach dem Motto „Das Beste hoffen, aber auf das Schlimmste vorbereiten“ treffen die großen Investoren und Vermögensverwalter bereits Vorkehrungen. So werkelt zum Beispiel die Vermögensverwaltungstochter der Münchener Rück, die Meag, an Strategien, um einen Euro-Crash möglichst unbeschadet zu überstehen. Reiner Back, Finanzmarktexperte der Meag, glaubt zwar, dass der Euro erhalten bleibt. In vielen Gesprächen mit Kunden in den vergangenen Wochen habe er aber feststellen müssen: „Da bin ich in einer Außenseiterposition.“
Während sich die Großen vorbereiten, wissen viele Kleinanleger nicht, wie sie ihr Geld in Sicherheit bringen können. Doch auch hier gibt es Möglichkeiten; entweder indem der Sparer etwas Geld in andere Währungen und Edelmetalle anlegt, oder in Immobilien - also in Sachwerte - investiert.
Quelle: Handelsblatt
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