09/03/2023
Ein sinnvoller Artikel. Dieser Trend mit Seminaren, die nicht abgestellt sind auf persönliche Situationen, unterliegen keiner Überwachung der Qualifikation. Kein Register, keine Zulassung nach Gewerbeordnung, keine Überprüfung und vor allem keine Haftung des sog. Coaches. Erinnert ein wenig an die Verbraucherschützer wo auch nicht nach Qualifikationen und Ausbildung gefragt wird.
Gerade in finanziellen Bereichen, ist eine Empfehlung nur möglich wenn die gesamte Situation betrachtet wird. Mal schnell erklären wie man ein Depot eröffnet oder einen Fonds kauft kann jeder der lesen kann. Aber für nachhaltigen und vor allem sicheren Vermögensaufbau, bedarf es schon etwas mehr. Und wer für 2.000€ ein Seminar bucht, wo Ihm erklärt wird wie er die kostengünstigen Investments kauft, muss erstmal 60.000€ investieren damit er das durch den gesparten Ausgabeaufschlag wieder rein hat.
Leider häufen sich diese "Coachings" in allen Bereichen. Onlinemarketingexperten die nicht mal einen eigenen vernünftigen Webauftritt haben, Führungskräfte Coaching ohne das man jemals in der Position war, Akquisecoachings wo die Mitarbeiter nicht mal selber gut ausgebildet worden sind. Die Liste kann man beliebig erweitern.
In den letzten 25 Jahren hab ich aber eins gelernt, der Markt regelt alles. Also mal schauen ob die in 5 Jahren noch da sind. ;-)
Man braucht nicht viel, um sich Finanzcoach zu nennen und ein Geldanlage-Seminar auf den Markt zu bringen. Verbraucher müssen die Qualifikation der teils selbsternannten Börsenexperten deshalb genau prüfen.