DKV Service Center Jens Strauß

DKV Service Center Jens Strauß Experten im Service Center für ihre Versorgung Ich betreue Kunden, die im Alter Zeit und Geld für ihre Hobbies haben.

Meine Kunden sagen über mich:
"Vertrauen & Kompetenz waren ausschlaggebend, dass wir seit mehr als 28 Jahren erfolgreich zusammen arbeiten"
Mit unserem Service Center in Berlin Zehlendorf sorgen wir in einem gut abgestimmten Team für eine konsequente Umsetzung.

21/08/2012

Mindestens 137.000 Menschen in Deutschland ohne Krankenversicherung !!!

So viele Menschen haben noch keine Krankenversicherung

21.8.2012 – Die Zahl der nicht krankenversicherten Deutschen ist zurückgegangen, lag aber in 2011 laut Statistischem Bundesamt bezogen auf die Gesamtbevölkerung noch bei 0,2 Prozent. Davon waren zwei Drittel Männer. Die Nichtversichertenquote lag bei Selbstständigen, Erwerbslosen und jüngeren Menschen höher als in der Gesamtbevölkerung.

Quelle: Statistisches BundesamtIm vergangenen Jahr waren immer noch mindestens 137.000 Personen ohne Krankenversicherungs-Schutz. Dies ergab eine aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

Die Zahl nahm zwar gegenüber 2007 (VersicherungsJournal 12.12.2008) um 30 Prozent ab, ist aber immer noch erschreckend hoch. In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2009 für alle Menschen die Pflicht, sich vor Krankheit abzusichern.

Destatis ermittelte die Daten aus dem alle vier Jahre im Rahmen der großen Haushaltsbefragung (Mikrozensus) erhobenen Zusatzprogramm „Angaben zur Krankenversicherung“. Keine Angaben zur Krankenversicherung machten weitere 252.000 Personen.

In der Mehrheit Männer
Von den Personen ohne Krankenversicherung waren knapp zwei Drittel (62 Prozent) Männer. Neben den 85.000 nicht versicherten Männern waren 52.000 Frauen ohne Krankenversicherungs-Schutz.

Im Vergleich zum Jahr 2007 ging die Zahl der nicht krankenversicherten Männer mit 36 Prozent deutlich stärker zurück als bei Frauen mit 17 Prozent.

Vor allem Selbstständige ohne Versicherungsschutz
Bezogen auf die Gesamtbevölkerung waren Destatis zufolge lediglich weniger als 0,2 Prozent nicht krankenversichert. Bei den Selbstständigen (einschließlich mithelfender Familienangehöriger) ist diese Quote aber viermal so hoch und gegenüber 2007 unverändert geblieben.

Eine Nichtversichertenquote von ebenfalls 0,8 Prozent weisen Erwerbslose auf. Als erwerbslos gelten dabei Personen, die aktiv nach einer Arbeitsstelle suchen und auch kurzfristig für die Aufnahme einer Beschäftigung zur Verfügung stehen.

Bemerkenswert sei auch, dass vor allem jüngere Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren keinen Krankenschutz hätten, stellte Destatis in der Publikation „Qualität der Arbeit – Geld verdienen oder was sonst noch zählt“ fest (VersicherungsJournal 21.8.2012). Hier liegt die Quote mit 1,7 Prozent noch deutlich höher.

86 Prozent der Erwerbstätigen sind in der GKV
Im vergangenen Jahr gehörten 90 Prozent der Arbeitnehmer und 54 Prozent der Selbstständigen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) an. Von den Arbeitnehmern sind 96 Prozent pflichtversichert. Vier Prozent sind freiwillig GKV-Mitglied. Insgesamt sind 86 Prozent aller Erwerbstätigen in der GKV versichert.

In der privaten Krankenversicherung (PKV) sind 9,5 Prozent der Arbeitnehmer und 46 Prozent der Selbstständigen abgesichert.
Manfred Brüss

26/04/2012

UNISEX-Tarife und die Auswirkungen auf Versicherungsprodukte:

Durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes ( EuGH ) werden die Tarifbeiträge für Neuabschlüsse bei Männern im kommenden Jahr drastisch teurer.

Versicherungen müssen ab 2. Dezember 2012 Unisex-Tarife anbieten. Das Geschlecht ist künftig bei der Beitragskalkulation kein Risikofaktor mehr. Während Renten- und Krankenversicherungen für Frauen günstiger werden, verteuern sich Kfz-, Unfall- und Lebensversicherungen
Die Umsetzung dieses Gesetzes muss von den Versicherungen zum 01.01.2013 durchgeführt werden.

Hier ein paar weitergehende interessante Informationen dazu:

Versicherungsprämien werden nach dem Äquivalenzprinzip kalkuliert. Die Beiträge richten sich nach bestimmten Risikofaktoren. Dazu zählen z.B. das Alter, der Beruf oder die Versicherungssumme. Nicht mehr dazu zählen darf nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) das Geschlecht. Eine Versicherung muss für Frauen genauso viel kosten wie für einen Mann und andersherum, wenn die sonstigen Bedingungen identisch sind.

Das bisherige Prinzip der Geschlechterunterscheidung stellt nach Ansicht der Richter eine unzulässige Diskriminierung dar. Die Versicherungsunternehmen müssen die Prämien neu kalkulieren. Weil dies jedoch nicht so ohne weiteres umzusetzen ist, räumt der EuGH den Unternehmen eine Übergangsfrist bis zum 21.12.2012 ein. Bis dahin müssen die EU-Vorschriften in nationales Recht umgewandelt worden sein. Ab diesem Zeitpunkt dürfen keine geschlechtsspezifischen Unterschiede mehr gemacht werden. Für jede Versicherung gilt für Neugeschäft der Unisex-Tarif.

Zwar gilt bereits seit 2004 die Regelung, dass eine Diskriminierung zwischen Männern und Frauen bei Versicherungsbeiträgen verboten ist. Allerdings erlaubte eine Ausnahmeklausel die Geschlechterunterscheidung, sofern das Merkmal für den Beitrag risikoerheblich ist. Für bereits bestehende Verträge ist hingegen keine Anpassung an die Unisex-Vorschriften geplant. Gut möglich, dass es diesbezüglich noch Klagen gibt.

Unisex-Tarife: Auswirkungen auf Versicherungen
Verbraucherschützer, die die Einführung von Unisex-Tarifen in den letzten Jahren vehement gefordert hatten, befürchten nun, dass die Versicherungsprämien im Schnitt teurer werden. Es sei ein Irrglaube, wenn man erwarte, dass sich die Preise in der Mitte treffen würden, so ein Experte. Dies hat der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GdV) in der Vergangenheit bereits bestätigt. Für Männer rechne sich z.B. die private Rentenversicherung künftig weniger, so dass die Zahl der Neuabschlüsse sinken werde. Dies treibe jedoch die Kosten aller - auch der Frauen - nach oben. Zudem müssen die Mehrkosten der Umstellung der Kalkulation auf die Tarife aller umgelegt werden. So schätzt die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) die Kosten einer rückwirkenden Umstellung auf bis zu 30 Milliarden Euro.

Der Versicherungsverband hat bereits in Beispielrechnungen die Beitragsdifferenz zwischen Frauen- und Männer-Tarifen ermittelt:

Private Rentenversicherung: Frauen zahlen für die gleiche Rente zwischen 6 und 8 Prozent mehr.
Risikolebensversicherung: Männer zahlen bis zu 44 Prozent mehr für gleiche Leistungen.
Kfz-Versicherung: Männer müssen bis zu 25 Prozent mehr aufwenden.

Bei der Unfallversicherung werden die sich die Prämien für Frauen ebenfalls erhöhen. Nur bei den privaten Krankenversicherungen wird es ab 2012 zu einer spürbaren Entlastung kommen. Bisher liegen hier die monatlichen Prämien um bis zu 30 Prozent auseinander. Günstiger dürfte es für das weibliche Geschlecht ebenfalls bei Berufsunfähigkeitsversicherungen werden. Die Prämien zwischen Männern und Frauen weichen bisher um knapp ein Drittel voneinander ab. Wie stark die Prämien der Unisex-Tarife in der BU-Versicherung letztlich zu den bisherigen Beiträgen variieren, hängt auch davon ab, wie viel Neugeschäft die Versicherer durch die Beitragsanhebungen bei den Männern überhaupt noch erhalten.

Generell lässt sich die Frage bezüglich der Prämien bei Unisex-Tarifen sagen, dass manche Versicherungen für Frauen teurer und manche günstiger werden. Allerdings bestehen weiterhin Kalkulationsunsicherheiten. Dies führt dazu, dass die Versicherer einen Sicherheitspuffer einbauen müssen. In der Praxis wird dies dazu führen, dass die Tarife für alle eher ein wenig teurer werden.

Unisex-Tarif bei der Riester-Rente
Bereits seit 2006 gibt es bei der Riester-Rente den Unisex-Tarif. Der Gesetzgeber hat bei der staatlich geförderten Altersvorsorge bereits erkannt, dass die Differenzierung zwischen den Geschlechtern eine unzulässige Diskriminierung darstellt. Männer erhalten seitdem eine geringere Rente, weil die längere Lebenserwartung der Frauen mitfinanziert werden muss. An der Beliebtheit der Riester-Verträge haben die Unisex-Tarife nichts geändert. Im Gegenteil: Aufgrund der hohen Fördersätze entscheiden sich immer mehr Bundesbürger für den Abschluss eines Vertrags.

Bei anderen Policen, bei denen das Geschlecht bereits jetzt ein zentrales Merkmal bei der Beitragskalkulation darstellt, gibt es ebenfalls bereits einheitliche Tarife. Dies gilt z.B. bei Industrieversicherungen oder bei den Rückversicherungen.

10/11/2011

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