AöW - Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.

AöW - Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. Invalidenstraße 91 | 10115 Berlin
Tel.: 030 / 39 74 36 06
Fax: 030 / 39 74 36 83
E-Mail: [email protected]
Internet: www.aoew.de, www.allianz-wasserwirtschaft.de

Die AöW ist die Interessenvertretung der öffentlichen Wasserwirtschaft in Deutschland. Gegründet im Jahr 2007 kommen unsere Mitglieder mittlerweile aus allen Bundesländern. Die AöW ist ein Zusammenschluss von öffentlich- rechtlichen Einrichtungen und Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, der Wasser- und Bodenverbände sowie des Flussgebietsmanagements, die ihre Leistungen ausschl

ießlich selbst oder durch verselbständigte Einrichtungen in öffentlichrechtlichen Organisationsformen erbringen. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder mit einer Hauptstadtvertretung in Berlin. Von hier aus treten wir mit Regierungsvertretern, Abgeordneten, Fachleuten und auch mit Journalisten in Kontakt, um für unsere Ziele zu werben. Wir sind auf Messen präsent, informieren mit Publikationen und machen durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf die Probleme und Forderungen der öffentlichen Wasserwirtschaft aufmerksam.

18/12/2024

AöW-Position: Anpassung der Überwachungsmethodik an europäische Standards

Die AöW hat am 10.12.2024 bekräftigt, den deutschen Sonderweg der qualifizierten Stichprobe schrittweise an europäische Standards anzupassen. Ziel ist eine nachhaltige und effiziente Überwachung, die sowohl den Anforderungen der EU-Kommunalabwasserrichtlinie (AbwRL) entspricht als auch Betreiber entlastet. Bereits die Stellungnahme der Verbände vom 07.06.2024 forderte die Abschaffung der qualifizierten Stichprobe/2h-Mischprobe zugunsten eines zukunftsorientierten Ansatzes. Durch eine Angleichung können Effizienz und Transparenz europaweit gestärkt und die Anlagenleistung gerecht bewertet werden. Die AöW unterstützt daher ausdrücklich die Fortführung der Diskussionen.

Details finden Sie im AöW-Positionspapier vom 10.12.2024:https://aoew.de/wp-content/uploads/AoeW-Position_Messmethodik_2024-12-10-final.pdf

11.04.2024 📢 📰 EU-Parlament beschließt EU-Richtlinie über kommunales AbwasserStatement von AöW-Präsidentin Claudia Ehren...
11/04/2024

11.04.2024 📢 📰 EU-Parlament beschließt EU-Richtlinie über kommunales Abwasser
Statement von AöW-Präsidentin Claudia Ehrensberger

Am Mittwoch (10.04.2024) hat das Europäische Parlament die EU-Richtlinie über kommunales Abwasser angenommen. Im nächsten Schritt muss noch der Ministerrat der Richtlinie zustimmen. AöW-Präsidentin Claudia Ehrensberger erklärt: „Es ist sehr erfreulich, dass das EU-Parlament noch vor den EU-W...

20.03.24 📢 📰 - AöW-Präsidentin Claudia Ehrensberger zum Motto des Weltwassertages „Wasser ist unser Leben und der Schlüs...
20/03/2024

20.03.24 📢 📰 - AöW-Präsidentin Claudia Ehrensberger zum Motto des Weltwassertages „Wasser ist unser Leben und der Schlüssel für Frieden.“

„Wasser für Frieden“, so lautet das Motto des diesjährigen . Dazu erklärt die Präsidentin der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW):
„Das Thema ist aktueller denn je. Gerade in den Kriegen und Konflikten, die uns beschäftigen, erleben wir, dass zuerst und gezielt die Infrastruktur der - und angegriffen wird – ein Angriff auf die elementarsten Bedürfnisse der Menschen. ist ein und jeder gezielte und vorsätzliche Angriff darauf muss als Kriegsverbrechen geahndet werden.
Diese Bedrohungslage sollte uns zu denken geben, welchen gesellschaftlichen Wert unser Wasser auch in Friedenszeiten für uns haben muss. Die Konflikte um Wasser nehmen weltweit zu. Die Versorgung mit zu sichern muss eines unserer obersten Ziele sein, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen und den Weg zu Wohlstand zu schaffen und zu erhalten. Das zeigt sich in Deutschland an vielen Stellen: Kritische , , Nutzungs- und Zielkonflikte sind nur einige Themen. Und an allen Punkten stellen wir kritisch fest, dass das Thema Wasser nicht die Priorität hat, die es verdient. Hier muss auch in der politischen Diskussion ein deutlicherer Impuls für eine öffentliche als starke Kooperationspartnerin kommen, um anzupacken und den Weg für geeignete Rahmenbedingungen zu ebnen.
Wer es ernst meint mit der Bekämpfung von Flucht und Vertreibung, der muss das Thema Wasser auch außenpolitisch und entwicklungspolitisch als Ursache und zugleich als Lösung angehen.
Als setzen wir uns als Allianz für die öffentliche Wasserwirtschaft für die Verwirklichung der Menschenrechte auf Wasser und sanitäre Grundversorgung ein. Wir und viele unserer Mitglieder unterstützen den gemeinsamen Aufruf der Verbände zu Hilfsaktivitäten für die Wasserwirtschaft in der Ukraine. Wir unterstützen die „Blue Community Initiative“, in der sich Kommunen zu bestimmten Grundprinzipien verpflichten und diese vor Ort weiterentwickeln. Wir engagieren uns im Forum Umwelt und Entwicklung, in dem sich verschiedene Organisationen zu Wasserthemen vernetzen und eine Brücke zwischen national und international sowie zwischen den Umwelt- und Entwicklungsfragen schlagen.
Die öffentliche Wasserwirtschaft leistet täglich ihren Beitrag für ein friedliches und konfliktfreies Zusammenleben der Menschen. Das Rezept dafür ist unser Selbstverständnis der Gemeinwohlorientierung statt Gewinnstreben. Wasser ist unser Leben und ein wichtiger Schlüssel zum Frieden. Als Allianz sind weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter aufgerufen, sich der AöW anzuschließen.“

AöW-Präsidentin Claudia Ehrensberger zum diesjährigen Motto des Weltwassertages am 22. März 2024 "Wasser ist unser Leben und der Schlüssel für Frieden."

📢 AöW-Pressemitteilung vom 31.01.2024: „Einigung zur EU-Richtlinie über kommunales Abwasser“Statements von AöW-Präsident...
31/01/2024

📢 AöW-Pressemitteilung vom 31.01.2024: „Einigung zur EU-Richtlinie über kommunales Abwasser“
Statements von AöW-Präsidentin Ehrensberger und AöW-Vizepräsident Schröder

Berlin. Am Montag (29.01.2024) wurde in den Trilogverhandlungen der EU eine Einigung zur Überarbeitung der über 30 Jahre alten Richtlinie erzielt.

AöW-Präsidentin Claudia Ehrensberger erklärt: „Die erzielte Einigung ist ein wichtiger Schritt, um die öffentliche Abwasserentsorgung an die neuen Herausforderungen anzupassen. Die bisherigen Bekanntmachungen zur Einigung enthalten wichtige Eckpunkte, die auch die AöW unterstützt hat. Dazu gehört die Einführung der Herstellerverantwortung für Humanarzneimittel und kosmetische Mittel, diese Industriebranchen müssen mindestens 80 % der Kosten für die Beseitigung von Mikroschadstoffen (sog. vierte Reinigungsstufe) tragen. Wir hatten Vollkostendeckung gefordert, auch vor dem Hintergrund der Entbürokratisierung. Das Ergebnis begrüßen wir gleichwohl. Aber auch die Förderung der öffentlichen Abwasserwirtschaft in Richtung Energie- und Klimaneutralität ist ein wichtiges Thema, das wir unterstützen, um nur einige Punkte zu nennen. Insgesamt deckt die Richtlinie alle für die Abwasserwirtschaft wichtigen Punkte ab. Ich hoffe auf einen zügigen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens, so dass dann mit der nationalen Umsetzung begonnen werden kann. Auch diesen Prozess möchten wir gemeinsam mit der AöW begleiten.“

AöW-Vizepräsident Olaf Schröder ergänzt: „Der Gesetzgeber und die Politik in Deutschland – Bund und Länder – sind nun gefordert, erste Überlegungen für eine praktikable und zumutbare Umsetzung der Vorgaben anzustellen. Hierzu ist ein enger Dialog mit der gesamten Branche notwendig. Es darf dabei nicht nur um eine 1:1-Umsetzung gehen, sondern es ist entscheidend, wie die Rahmenbedingungen für die öffentliche Abwasserwirtschaft insgesamt gestärkt werden können, um die Aufgaben aus der Richtlinie gemeinwohlorientiert zu erfüllen. Dabei dürfen die öffentlichen Unternehmen in der Abwasserwirtschaft nicht – im wahrsten Sinne des Wortes – mit den Anforderungen im Regen stehen gelassen werden. Es wird beispielsweise darum gehen, wie kleinere Betriebe die Umsetzung bewältigen können, wie die Herstellerverantwortung praktikabel, rechtssicher und planbar umgesetzt werden kann und wie unnötige Belastungen durch zusätzliche Anforderungen und Bürokratie vermieden werden können. Und das alles gemeinwohlorientiert und nachhaltig in öffentlicher Hand.“


Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW)

Am Montag, 29.01.2024, konnte in den Trilogverhandlungen der EU eine Einigung zur Überarbeitung der über 30 Jahre alten EU-Richtlinie über kommunales Abwasser erzielt werden. Dazu äußern sich die AöW-Präsidentin Claudia Ehrensberger und AöW-Vizepräsident Olaf Schröder in einer Pressemittei...

AöW-Präsidium und Vorstand neu gewähltAuf der AöW-Mitgliederversammlung am 28. April 2023 wurde das AöW-Präsidium turnus...
02/05/2023

AöW-Präsidium und Vorstand neu gewählt

Auf der AöW-Mitgliederversammlung am 28. April 2023 wurde das AöW-Präsidium turnusmäßig für die nächsten vier Jahre neu gewählt. Damit verbunden war auch die Neuwahl des AöW-Vorstandes. Der bisherige AöW-Präsident Prof. Lothar Scheuer übergab das Amt der einstimmig gewählten Claudia Ehrensberger. Als Vizepräsident wurde Olaf Schröder wiedergewählt.

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Auf der AöW-Mitgliederversammlung am 28. April 2023 wurde das AöW-Präsidium turnusmäßig für die nächsten vier Jahre neu gewählt. Damit verbunden war auch die Neuwahl des AöW-Vorstandes. Der bisherige AöW-Präsident Prof. Lothar Scheuer übergab das Amt der einstimmig gewählten Claudia Ehr...

Der Countdown ⏳ läuft - Noch ein MONAT bis zur AöW-Jahresveranstaltung am 27.04.2023Die Sicherung und der nachhaltige Um...
27/03/2023

Der Countdown ⏳ läuft - Noch ein MONAT bis zur AöW-Jahresveranstaltung am 27.04.2023
Die Sicherung und der nachhaltige Umgang mit 🌊 sind eines der drängendsten Fragen, die sektorenübergreifend betrachtet und lokal vor Ort umgesetzt werden müssen. Die Herausforderungen durch den 🌡 sind bekannt. Nun müssen die Erfolgskonzepte 🏋‍♀️ durch breite Unterstützung der Gesellschaft in die Fläche getragen werden.
Wir freuen uns auf spannenden und aufschlussreichen Input und Diskussionen von und mit Referent:innen aus Wissenschaft und Praxis: u.a. Prof. Dr. Martin Haag (Bürgermeister der Stadt Freiburg), Dr. Diana Rechid (Climate Service Center Germany (GERICS)/ Helmholtz-Zentrum hereon GmbH), Jan Hendrik Trapp (difu - Deutsches Institut für Urbanistik), Ralf Zähringer (Umweltschutzamt Freiburg), Dr. Wulf Westermann (ifpro Freiburg/ fesa e.V.), Jutta Lenz (HochwasserKompetenzCentrum e.V) und Frank Endrich (Stadtentwässerung Stuttgart).
An Thementischen haben Sie die Möglichkeit sich mit Kolleginnen und Kollegen aus der Wasserwirtschaft und Entscheidungsträger:innen über das erfolgreiche Zusammenspiel von Gesellschaft, Kommune und Wasserwirtschaft auszutauschen. Sie haben die Möglichkeit näher mit den Referent:innen ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und den Weg zu ebnen, um die Erfolgskonzepte in Ihre Kommune zu tragen.

27. April 2023 in Freiburg i. Br. | Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft und Blue Communities: Brücken für die Belange des Wassers – Übergreifend denken und lokal handeln am Beispiel Freiburgs und anderer Betriebe aus der öffentlichen Wasserwirtschaft

Programm und zur Anmeldung:

Die Sicherung und der nachhaltige Umgang mit Wasser sind eines der drängendsten Fragen. Nun müssen die Erfolgskonzepte in die Fläche.

Ukraine-Krieg: Verbände-Aufruf zur Unterstützung der ukrainischen  Wasserwirtschaft Ein Jahr Angriffskrieg in der Ukrain...
27/02/2023

Ukraine-Krieg: Verbände-Aufruf zur Unterstützung der ukrainischen Wasserwirtschaft

Ein Jahr Angriffskrieg in der Ukraine hat viel Zerstörung hinterlassen. Dabei leidet die Bevölkerung besonders unter den Angriffen auf die Infrastruktur der Daseinsvorsorge. Denn ohne funktionierende Anlagen der Energie- und Wasserwirtschaft stehen die Menschen in der Ukraine vor einer humanitären Katastrophe. Die Verbände der deutschen Wasserwirtschaft – darunter auch die AöW – haben sich daher von Anfang an gemeinsam organisiert, um der ukrainischen Wasserwirtschaft Unterstützung anzubieten.

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Ein Jahr Angriffskrieg in der Ukraine hat viel Zerstörung hinterlassen. Dabei leidet die Bevölkerung besonders unter den Angriffen auf die Infrastruktur der Daseinsvorsorge. Denn ohne funktionierende Anlagen der Energie- und Wasserwirtschaft stehen die Menschen in der Ukraine vor einer humanitäre...

EU-Wirtschafts- und Handelsabkommen mit Kanada (CETA): AöW zur Abstimmung im Bundestag am 01.12.2022AöW-Präsident Prof. ...
29/11/2022

EU-Wirtschafts- und Handelsabkommen mit Kanada (CETA): AöW zur Abstimmung im Bundestag am 01.12.2022

AöW-Präsident Prof. Lothar Scheuer: „Angesichts der Folgen des Ukraine-Krieges und der Klimakrise erkennen wir die Bedeutung von zukunftsorientierten Wirtschafts- und Handelsabkommen mit wichtigen Handelspartnern an – dazu gehört in jedem Falle auch Kanada. Gleichzeitig erfordern die Krisen und Herausforderungen neue Prioritäten – und dazu gehört auch die Stärkung der Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand. Diesem Zeitenwandel und den Erfordernissen muss auch das CETA-Abkommen gerecht werden. Mit dem jetzigen CETA-Text wird der Schutz der öffentlichen Wasserwirtschaft vor einer Kommerzialisierung weiter geschwächt. Es ist zu erwarten, dass dies sich in weiteren Abkommen weiter fortsetzen wird. Es kommt jetzt und für die zukünftigen Herausforderungen darauf an, dass auf nationaler und vor allem kommunaler Ebene die Strukturen für die öffentliche Wasserwirtschaft bekräftigt werden.

Hinsichtlich des nun relevanten Investitionsschutzes bezweifeln wir weiterhin, ob das Joint Committee mit einer Erklärung eine ausreichende Verbindlichkeit erreichen kann oder doch nur als Auslegungsinterpretation nachrangig herangezogen wird.

Wasser muss insgesamt von Investitionsstreitigkeiten ausgeklammert sein, andernfalls riskiert der Staat mit der Einführung des Investorenschutzes in CETA seine Handlungsfähigkeit bei der zukünftig wichtigsten Ressource: sauberes Wasser. Dazu darf es keinesfalls kommen.“

Berlin. Der Bundestag wird am Donnerstag, 1. Dezember 2022 über das Ratifizierungsgesetz zu dem umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen Kanada einerseits und der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten andererseits abstimmen. Das Abkommen ist seit 2017 teilweise in Kraft und bezieht sich bislang ausschließlich auf die Bereiche, die in die alleinige Zuständigkeit der EU fallen. Das Ratifizierungsverfahren in den Mitgliedstaaten ergibt sich vor allem aufgrund der Zuständigkeit für den Investitionsschutz. Zuvor war von den Regierungsfraktionen erklärt worden, dass eine Ratifizierung nur dann stattfinden soll, sobald der gemeinsame Ausschuss des CETA-Abkommens (das sogenannte Joint Committee) eine Erklärung verabschiedet hat, die eine „missbräuchliche Auslegung von Definitionen“ verhindert – dies ist bisher nicht bekannt. Auch tritt das Abkommen nur vollständig in Kraft, wenn alle Mitgliedstaaten das Abkommen ratifiziert haben.

AöW-Präsident Prof. Lothar Scheuer erklärt zur Abstimmung zum Ratifizierungsgesetz zum CETA-Abkommen: „Angesichts der Folgen des Ukraine-Krieges und der Klimakrise erkennen wir die Bedeutung von zukunftsorientierten Wirtschafts- und Handelsabkommen mit wichtigen Handelspartnern an – dazu gehört in jedem Falle auch Kanada. Gleichzeitig erfordern die Krisen und Herausforderungen neue Prioritäten – und dazu gehört auch die Stärkung der Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand. Diesem Zeitenwandel und den Erfordernissen muss auch das CETA-Abkommen gerecht werden. Mit dem jetzigen CETA-Text wird der Schutz der öffentlichen Wasserwirtschaft vor einer Kommerzialisierung weiter geschwächt. Es ist zu erwarten, dass dies sich in weiteren Abkommen weiter fortsetzen wird. Es kommt jetzt und für die zukünftigen Herausforderungen darauf an, dass auf nationaler und vor allem kommunaler Ebene die Strukturen für die öffentliche Wasserwirtschaft bekräftigt werden. Es darf hierbei nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Für Marktmechanismen und Gewinnmaximierung ist kein Platz, vielmehr gilt es, die Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand als starke Partnerin für Kommunen und Gemeinden zur Bewältigung der Herausforderungen zu nutzen. Dazu bedarf es vor allem der Anpassung der Rahmenbedingungen, um Planungs- und Investitionssicherheit für die öffentliche Wasserwirtschaft gemeinwohlorientiert zu verbessern.

Hinsichtlich des nun relevanten Investitionsschutzes bezweifeln wir weiterhin, ob das Joint Committee mit einer Erklärung eine ausreichende Verbindlichkeit erreichen kann oder doch nur als Auslegungsinterpretation nachrangig herangezogen wird. Aus unserer Sicht ist dies wichtig, denn bereits heute werden Nutzungskonkurrenzen/-konflikte um Wasser aufgrund des Klimawandels immer deutlicher. Der Klimawandel verknappt nicht nur das Wasserdargebot in Trockenzeiten, sondern auch die verfügbare Menge an sauberem Wasser sinkt. Die aufkommende Wasserkrise erfordert daher eine Zunahme der Anstrengungen zur Reinhaltung der verbleibenden Wasserressourcen in mindestens gleichem Maß, wie der Klimawandel voranschreitet. Wasserschutz muss als wichtigste Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel gesehen werden. Wir lehnen es deshalb ab, solche Streitigkeiten, vor allem wenn es um den Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung geht, vor einem internationalen Schiedsgericht im Sinne des CETA-Abkommens zu verhandeln. Wasser muss insgesamt von Investitionsstreitigkeiten ausgeklammert sein, andernfalls riskiert der Staat mit der Einführung des Investorenschutzes seine Handlungsfähigkeit bei der zukünftig wichtigsten Ressource: sauberes Wasser. Dazu darf es keinesfalls kommen.“

Die AöW-Stellungnahme zum Ratifizierungsgesetz vom 16.08.2022 kann hier abgerufen werden [PDF]:https://aoew.de/wp-content/uploads/AoeW-Stellungnahme_Ratifizierung_2022-08-16-final.pdf

Kontakt:

Dr. Durmus Ünlü
AöW-Geschäftsführer
E-Mail: uenlue(at)aoew.de
Tel.: 0 30 / 39 74 36 06
www.aoew.de

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW)

Die AöW ist die Interessenvertretung der öffentlichen Wasserwirtschaft in Deutschland. Zweck des Vereins ist die Förderung der öffentlichen Wasserwirtschaft durch die Bündelung der Interessen und Kompetenzen der kommunalen und verbandlichen Wasserwirtschaft.

AöW-Mitglieder sind Einrichtungen und Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die ihre Leistungen selbst oder durch verselbstständigte Einrichtungen erbringen und vollständig in öffentlicher Hand sind. Ebenso sind Wasser- und Bodenverbände sowie wasserwirtschaftliche Zweckverbände und deren Zusammenschlüsse in der AöW organisiert. Allein über den Deutschen Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft (DBVW) sind über 2000 wasser-wirtschaftliche Verbände in der AöW vertreten. Außerdem sind Personen, die den Zweck und die Ziele der AöW unterstützen sowie solche Interessenverbände und Initiativen, Mitglied in der AöW.

Durch den hohen Energiebedarf und den zu geringen Ausbau Erneuerbarer Energien trifft die Energiekrise Deutschland hart....
28/10/2022

Durch den hohen Energiebedarf und den zu geringen Ausbau Erneuerbarer Energien trifft die Energiekrise Deutschland hart. Als Kritische Infrastruktur hat die öffentliche Wasserwirtschaft besondere Sorgfaltspflichten der Daseinsvorsorge, die jederzeit – auch im Krisen- und Katastrophenfall – gewährleistet werden müssen. Zugleich ist sie aufgrund der Energieeinspar- aber auch der großen Energieproduktionspotenziale eine wichtige Partnerin bei der Bewältigung der Energiekrise und zur Erreichung der Energiewende in Deutschland. Dabei verfolgt die öffentliche Wasserwirtschaft keine Marktinteressen oder Gewinnerzielungsabsichten, sondern Gemeinwohlinteressen, Kostenminimierung und stabile Gebühren für alle Bürger:innen.
Hierzu werden aus der Praxis der öffentlichen Wasserwirtschaft konkrete Probleme aufgezeigt, Konsequenzen für die Energiewende hergeleitet und mögliche Lösungswege skizziert, die von der Politik und den Bundesministerien angegangen werden müssen, um den Ausbau Erneuerbarer Energien unmittelbar zu beschleunigen.

Durch den hohen Energiebedarf und den zu geringen Ausbau Erneuerbarer Energien trifft die Energiekrise Deutschland hart. Als Kritische Infrastruktur hat die öffentliche Wasserwirtschaft besondere Sorgfaltspflichten der Daseinsvorsorge. Zugleich ist sie aufgrund der Energieeinspar- aber auch der gro...

29/06/2022

AöW-Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zum CETA-Abkommen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat ein Verbändebeteiligungsverfahren zum CETA-Abkommen mit einer Frist von weniger als 24 Stunden durchgeführt. Bereits im April 2016 hatte die AöW darauf hingewiesen, dass die Wasserwirtschaft vom CETA- Abkommen nicht deutlich ausgenommen ist – und dass das nachteilige Folgen für das Gemeinwohl haben kann. An dem CETA-Text hat sich bisher nichts geändert und auch durch die zum CETA-Text zu Protokoll abgegebenen zwei Erklärungen (das Gemeinsame Auslegungsinstrument und die Erklärungen für das Ratsprotokoll) können unsere Bedenken nicht ausgeräumt werden.

AöW-Stellungnahme vom 28.06.2022 [PDF-Download]:

20/06/2022

Pressemitteilung | AöW zum Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni 2022

„Es ist höchste Zeit, der Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand mehr Anerkennung und speziell dem Wasser, der öffentlichen Wasserwirtschaft und den öffentlichen Unternehmen die Wertschätzung zu geben, die sie verdienen. Es ist Zeit für einen Aufbruch, für ein Umdenken, für mehr öffentliche Verantwortung und mehr öffentliches Handeln. Wir brauchen eine starke Stimme und Unterstützung für Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand.“

Berlin. Am 20. Dezember 2002 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen in einer Resolution (A /RES/57/277 vom 07.03.2003) beschlossen, den 23. Juni zum Tag des öffentlichen Dienstes der Vereinten Nationen zu erklären.

AöW-Präsident Prof. Lothar Scheuer erklärt zum diesjährigen Tag der Daseinsvorsorge: „Am Tag der Daseinsvorsorge gilt es vor allem den Menschen – Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – für ihre Leistung zu danken, speziell aus AöW-Sicht im Bereich der öffentlichen Wasserwirtschaft, das gilt genauso für andere Sektoren der Daseinsvorsorge. Die aktuellen Herausforderungen Klimawandel, Pandemie und der Ukraine-Krieg fordern auch von der öffentlichen Wasserwirtschaft Anstrengungen, täglich rund um die Uhr zuverlässig, gut und bezahlbar ihre Aufgaben wahrzunehmen.

Im Ukraine-Krieg müssen wir zuschauen, wie die Bevölkerung auch durch Zerstörung der Wasser-Infrastrukturen in lebensbedrohliche Situationen gerät, wenn die Menschen keinen Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung – erhalten. Wir sind im Gedanken bei den Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag bemüht sind, die Versorgung aufrechtzuerhalten.

Die Fachkräfte in der öffentlichen Wasserwirtschaft identifizieren sich mit der Bedeutung der öffentlichen Wasserwirtschaft für die Gesellschaft und Allgemeinheit. Diese Menschen werden gebraucht, auch im Hinblick auf die großen Herausforderungen wie den Klimawandel. Es gilt, Fachkräfte zu binden, zu gewinnen und für die zukünftigen Aufgaben weiter zu qualifizieren.

Während die Zuverlässigkeit der öffentlichen Wasserwirtschaft für viele Bürgerinnen und Bürger hierzulande selbstverständlich scheint, ist die öffentliche Wasserwirtschaft nicht von Marktspekulationen und Preistreibereien geprägt und arbeitet für die nächsten Generationen zum Wohle der Allgemeinheit – ohne eigene Gewinnmaximierungsinteressen und Profitdenken.

Ich erhoffe mir für unsere Belange in der Nationalen Wasserstrategie des Bundesumweltministeriumsviel Rückenwind, denn die zukünftigen Herausforderungen sind groß und wir wollen, dass die Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand dies auch gut meistert. Es gilt der Interkommunalen Zusammenarbeit einen unterstützenden Rechtsrahmen zu verschaffen und nicht zu erschweren.

Es ist höchste Zeit, der Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand mehr Anerkennung und speziell dem Wasser, der öffentlichen Wasserwirtschaft und den öffentlichen Unternehmen die Wertschätzung zu geben, die sie verdienen. Es ist Zeit für einen Aufbruch, für ein Umdenken, für mehr öffentliche Verantwortung und mehr öffentliches Handeln. Wir brauchen eine starke Stimme und Unterstützung für Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand.“

Kontakt:

Dr. Durmus Ünlü
AöW-Geschäftsführer
E-Mail: uenlue(at)aoew.de
Tel.: 0 30 / 39 74 36 06
www.aoew.de

https://aoew.de/daseinsvorsorge/aoew-zum-tag-der-daseinsvorsorge-am-23-juni-2022/

AöW veröffentlicht Positionspapier „Hochwasser und Starkregen – Land und Stadt auf die Klimafolgen vorbereiten“Der Klima...
14/06/2022

AöW veröffentlicht Positionspapier „Hochwasser und Starkregen – Land und Stadt auf die Klimafolgen vorbereiten“

Der Klimawandel mit all seinen Facetten fordert eine vielseitige Anpassung von Land und Stadt um uns vor den Klimafolgen zu schützen. Es sind nicht nur die klimatischen Bedingungen und deren Ausmaße neu, sondern auch die Lösungskonzepte um diesen Herausforderungen zu begegnen. In dem Positionspapier wird aufgezeigt, welche Stellschrauben angepasst werden müssen, um die Klimawandelanpassung bundesweit voran zu bringen.

https://aoew.de/umweltschutz/klimafolgenanpassung/aoew-positionspapier-hochwasser-und-starkregen-land-und-stadt-auf-die-klimafolgen-vorbereiten/

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Berlin
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