15/10/2018
15.10.2018
CEPSA / Elektromobilität
Der spanische Ölkonzern CEPSA plant einen der größten Börsengänge der Branche seit einem Jahrzehnt. Das teilte der Eigentümer von CEPSA, die staatliche Investmentgesellschaft MUBADALA aus Abu Dhabi am Montag mit. Insidern zufolge sucht CEPSA parallel dazu weiter nach Interessenten für eine Privatplatzierung von Anteilen.
Laut IHS-Bericht ist der Benzinverbrauch aufgrund eines starken Anstiegs der Verkäufe von Benzinfahrzeugen seit 2013 und anhaltend niedriger Kraftstoffpreise in den Jahren 2015 und 2016 gestiegen. Die Nachfrage nach Diesel wird hauptsächlich durch den Transportsektor mit einem Anteil von etwa 85% angetrieben und wird zwischen 2018 und 2020 voraussichtlich um 4,1% jährlich wachsen (Quelle: IHS-Bericht). Das widerspricht wiederum dem von vielen „Experten“ vorhergesagten „Auslaufmodell Benzinmotor“.
Zeitgleich kooperiert CEPSA mit IONITY, einem Joint Venture der Automobilhersteller BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company sowie des Volkswagen-Konzerns. Es wurde 2017 gegründet, um ein Netz von öffentlich zugänglichen 350-kW-High-Power-Charging-Ladestationen für Elektroautos entlang der europäischen Hauptverkehrsachsen aufzubauen und zu betreiben, um Elektromobilität langstreckentauglich zu machen.
Das ehrgeizige Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 bis zu 100 der HPC-Ladepunkte an Tankstellen in Spanien und Portugal zu installieren. Die ersten superschnellen Ladestationen sollen Anfang 2019 in Betrieb gehen. Alle auf der iberischen Halbinsel geplanten Anlagen werden Teil des Netzwerks von IONITY, das schlussendlich auf 400 HPC-Standorte in ganz Europa anwachsen soll.
Der Einhaltung dieses Zieles darf mit einiger Skepsis entgegengesehen werden, ist doch die Infrastruktur auf der iberischen Halbinsel für ein solch ambitioniertes Vorhaben noch nicht einmal in Ansätzen vorhanden.