15/05/2018
Pionier im WIRmarket-Shop
WIRmarket-Profil des Monats: profiLine IT Solutions
Einen „Shop EDV“ und einen „Shop Bürobedarf“ betreibt Christoph Rutz auf der Webseite seiner Firma profiLine IT Solutions – nicht aussergewöhnlich für ein Handelsunternehmen. Aussergewöhnlich ist, dass Rutz seine 51000 Shopartikel auch im Shop auf WIRmarket.ch anbietet.
Wer im WIRmarket nach Kugelschreibern, Toner (jede Marke!), Laptops, Jasskarten, eleganten Schreibtisch-leuchten oder modischen Rucksäcken sucht, landet mit grosser Wahrscheinlichkeit im WIRmarket-Shop der profiLine IT Solutions von Christoph Rutz. In den Kategorien Büro & Arbeiten, Elektronik, Wohnen & Garten, Mode & Beauty sowie Sport & Freizeit bietet er die ganze Auswahl seines EDV- und Bürobedarf-Shops an – insgesamt über 51000 Artikel.
„Der Anstoss dazu kam von der WIR Bank, einige Zeit vor der Lancierung des neuen WIR-Systems am 1. No-vember 2016“, so Rutz – „Die WIR Bank wollte mit einem gut dotierten Shop auf wirmarket.ch in die neue WIR-Welt starten, und ich bot gerne Hand dazu.“ Heute umfasst der WIRmarket-Shop neben den profiLine-Artikeln weitere rund 13000 Einträge anderer Anbieter, insgesamt also über 64000 Artikel.
Kein „Box Moving“
Begonnen hat Christoph Rutz klein und nebenbei, mit 10 aus Deutschland importierten programmierbaren Taschenrechnern für einige Kollegen am Technikum in Luzern. Aus 10 wurden bald 50 Rechner für die Erstse-mestrigen, und der gelernte Lüftungszeichner Rutz beschloss 25-jährig, sich mit der Firma Telcom Informatik selbständig zu machen. Ein wichtiges Standbein wurde der Handel mit PCs – 640 KB brachten damals in Form eines Compaq Portable 14,5 kg auf die Waage und kosteten 10000 CHF im Einkauf. Notebooks, Tab-lets und PCs, Bildschirme, Drucker und Server stehen auch heute im Angebot von profiLine, wobei Rutz Wert auf die Feststellung legt, dass er kein „Box Moving“ betreibe: „Wir geben ein Gerät nicht einfach weiter, son-dern lassen es zuerst 24 Stunden laufen und installieren Software sowie Virenschutz – und das erst, nachdem wir mit dem Kunden seine genauen Bedürfnisse abgeklärt haben.“
Auf KMU zugeschnitten
Der Dienstleistungsgedanke ist für Rutz und seine drei Techniker zentral und umfasst alles, was ein KMU braucht:
- individuelle Beratung bei der Planung und Einführung von IT-Technologien sowie Ortung von Mängeln und Schwachstellen mit Lösungsangebot
- ein Security-Portal, das den Computer dauerhaft virenfrei hält
- kontinuierliche Datenbackups, damit alle System-Daten unter allen Umständen verfügbar sind
- Gesamtlösungen für Netzwerkanforderungen aus einer Hand
- Wartung (meist Fernwartung) und Beheben von Gerätedefekten
Rutz macht regelmässig die Erfahrung, dass KMU zu wenig für die Sicherheit ihrer Netzwerke tun. „Dabei sind die Investitionen für den Schutz vor Viren, Spam und Phishing Mails gar nichts im Vergleich zum immensen Schaden, der schon nur durch eine kleine Unachtsamkeit eines Mitarbeiters verursacht werden kann.“
Von 3 auf 1400 WIR-Kunden - dank WIR-Messen…
Bereits als Jugendlicher machte Christoph Rutz in der Autogarage seines Vaters mit dem WIR-System Be-kanntschaft. Als Inhaber der Telcom Informatik landete gelegentlich ein „WIR-Check“ in seiner Kasse. „Den ersten nahm ich 1996 entgegen. Mit diesen 5000 CHW kaufte ich mir einen Pferdeanhänger“, erinnert sich Rutz. Im Jahr 2000 galt es dann Ernst: Rutz kaufte die Firma profiLine. Sie verfügte über ein umfassendes Angebot an Tinten und Tonern und in Sachen WIR über einen Kundenstamm von immerhin drei WIR-Kunden… Mit der Erweiterung und Abrundung der Geschäftstätigkeit – Rutz konnte nun neben IT-Lösungen auch das Zubehör anbieten – wuchsen Kundschaft und Umsatz. Folgenreich waren die Versuche, neue WIR-Kunden zu gewinnen. Erste Massnahme war die Teilnahme an der WIR-Messe Zürich 2002. „Der Erfolg war gewaltig, wir haben verkauft wie die Weltmeister“, freut sich Rutz noch heute. Der riesige Stand sei zwar ein Gemischtwa-renladen gewesen, „dafür hatte es für jeden etwas“.
…und dank WIRinfo
Der zweite Streich folgte 2009 mit den ersten Inseraten im WIRinfo Januar, Februar und März. „Nach dem März-Inserat gab es einen richtigen Chlapf – die Resonanz war richtiggehend brutal, obwohl das Inserat nur aus Text bestand“, so Rutz. Stolze 1400 WIR-Kunden waren schliesslich die Folge. Heute ist die profiLine vor allem digital präsent – „ohne Online-Shop ist man in dieser Branche verloren“, ist Rutz überzeugt. Das heisst nicht, dass er die anderen Kanäle vernachlässigt. Seine Teilnahme an der WIR-Messe Zürich sieht er heute aber eher als Imagepflege – und als eine Wertschätzung der einzigen Messe auf der Welt, an der man mit dem Smartphone bezahlen kann. „Das verdient es, gewürdigt und gepusht zu werden!“
Auch Printwerbung im WIRinfo schaltet Rutz nach wie vor: „Heute kommt zwar schon die Hälfte der Bestellun-gen aufgrund meines WIRmarket-Shops zustande, aber die ‚WIRler‘ lesen auch das WIRinfo – beide Schienen zu fahren ist deshalb unabdingbar.“
„Gescheitestes Netzwerk“
Als Verantwortlicher für die WIR-Business-Events (zusammen mit Daniel Bitterli) und Vizepräsident des WIR-Networks Olten-Solothurn-Oberaargau kennt Christoph Rutz die Bedeutung des WIR-Systems als Netzwerk – und hat eine dezidierte Meinung: „WIR ist das gescheiteste Netzwerk, denn es ist das einzige, das auch wirk-lich funktioniert.“ Dank der gemeinsamen Währung sei der Zusammenhalt viel stärker als etwa in einem Ge-werbeverein. „Gegengeschäfte sind im WIR-Netzwerk nicht Theorie, sondern Praxis: Der Weinhändler kauft bei mir die Druckerpatronen ein, ich bei ihm den Wein.“ Überhaupt sei alles an ihm – von den Schuhen über den Gürtel bis zum Hemd - mit WIR bezahlt. Ausserdem kommt WIR bei der Bewirtschaftung seines Immobilien-portfeuilles zum Einsatz.
Als Befürworter der Digitalisierung kann Rutz auch gut mit dem Netzwerkbeitrag von 2% leben. „Ich verstehe ihn als Werbebeitrag auf meinen Mehrumsatz, und dass er für alle Teilnehmer gleich hoch ist, kann ich nur befürworten – auch wenn er mit der Rosinenpickermentalität vieler Schweizer nicht ohne weiteres vereinbar ist.“
Keine „Zalando-Mentalität“
Jede Bestellung über seine Shops geht einerseits an Rutz, andererseits an seine Lieferanten. Dort werden die Pakete innert Minuten konfektioniert und verschickt. Rücksendungen werden verrechnet. Denn die „Zalando-Mentalität“ (Kaufen - Ausprobieren – Retournieren) will Rutz bei seinen Kunden gar nicht erst aufkommen las-sen. Papier, Etiketten und Ordner – das sind die am häufigsten bestellten Artikel. Dazu kommen jeden Monat rund 80 „Büroknaller“ (auf www.profiline-it.ch und als Prospekt), die auf der Beliebtheitsskala ebenfalls ganz oben stehen.
Kontinuierliches Wachstum
Rutz‘ Firmensitz ist seit einiger Zeit Januar 2015 im Seeland, wo die Leute „bodenständiger und anständiger“ seien als in einigen anderen Regionen der Schweiz, wo man meint, nur mit den Ellbogen vorwärts zu kommen. Auch von der Konkurrenz fühlt sich Rutz nicht unter Druck gesetzt – „der Kuchen ist gross genug“. Dieser besteht zu einem guten Teil aus einer treuen WIR-Kundschaft, die schon immer für ein kontinuierliches Volu-menwachstum gesorgt hat.
profiLine IT Solutions
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