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Kennst du das Gefühl von Freiheit? Wenn du die Nase in den Wind streckst und einen tiefen Atemzug nimmst und merkst: All...
07/02/2024

Kennst du das Gefühl von Freiheit?

Wenn du die Nase in den Wind streckst und einen tiefen Atemzug nimmst und merkst: Alles ist gut!
Du atmest, schliesst die Augen und überlässt dich ganz dem Leben. Es steigt Freude auf, vielleicht durchläuft dich ein Kribbeln und du strahlst von innen heraus.

Mir ist dies kürzlich passiert.
Unerwartet entdeckte ich ein altes Muster, das mich seit meiner Kindheit unbemerkt begleitete. Ein Erlebnis im Vorschulalter hat mich geprägt und war im Unterbewusstsein ständig präsent. Dieser tiefe Eindruck wirkte und steuerte und erst jetzt im Zurückschauen verstehe ich die ganze Ausbreitung.

Ich könnte jetzt bedauern, dass ich so lange behindert durch mein Leben ging.
Doch viel lieber erfreue ich mich an der Lösung und gebe mich dem neuen Lebensgefühl hin.

Ja, ich staune. Es ist möglich. Immer wieder im Laufe unseres Lebens machen wir solche Entdeckungen und jedes Mal wird unser Schritt leichter, der Rücken gerader und der Atem beschwingter.

Soeben fliegt ein grosser Vogel am Himmel. Ich schwinge mich auf zu ihm und fliege mit. Über alle Berge, hoch in die Lüfte geht mein Flug, mit ausgebreiteten Flügeln und geschmeidigen Bewegungen. Ein heiserer Schrei verlässt meine Kehle: Frei, vogelfrei!

Dankbar bin ich und fasse Kraft für kommende Herausforderungen. Denn sie werden kommen nach der Landung.

Doch ich habe das Vertrauen und die Zuversicht, dass ich die Stäbe meines selbstgemachten Käfigs alle eliminieren kann. Ein Stab nach dem anderen, bis die Sicht frei wird.

Und dazwischen gibt es jeweils eine Runde fliegen, Kraft tanken und geniessen. Von oben runterschauen, die nächste Aufgabe anvisieren.

Das Leben ist schön ☺Geniessen wir es.

Herzlich und persoenlich

Edith

Buchpräsentation:Morgen Donnerstag 19:30 Uhr in der Kantonsbibliothek Schwyz:Der Body Jack ist wieder zurück! Chunsch au...
24/01/2024

Buchpräsentation:
Morgen Donnerstag 19:30 Uhr in der Kantonsbibliothek Schwyz:
Der Body Jack ist wieder zurück!

Chunsch au?
Ich freue mich auf dich
Herzlich
Edith 🙋🏻‍♀️🥂🍾🎈

Auszeit ü 60 im Oktober? Schau mal:Erntezeit  16. – 21. Oktober 2023 Was:  exclusive Einkehrtage für SIE Wann:  16. - 21...
25/05/2023

Auszeit ü 60 im Oktober? Schau mal:

Erntezeit 16. – 21. Oktober 2023
Was: exclusive Einkehrtage für SIE
Wann: 16. - 21. Oktober 2023
Wo: Mönchsgemeinschaft Siloe, Toscana It, www.monasterodisiloe.it
Kosten: CHF 1450.-
Leistungen: - Bungalow mit wunderbarer Sicht
- Vollpension (biologisches Essen)
- aussergewöhnliches Ambiente
- professionelle Begleitung in Kleingruppen
- Teilnahme am Leben einer zeitgenössischen Benediktinergemeinschaft

Info-Treffen: gegenseitiges Kennenlernen, Informationen und Details, Klärung von Fragen vor der Reise

Anmeldeschluss: 16. August 2023

Leitung: Brigitte Fischer Züger, Theologin und Glaubenskursdozentin www.generalvikariat-urschweiz.ch
Edith Schelbert-Bisig, Coach, Familienstellen, Begleitung, Autorin www.persoenlich.org

Anmeldung und Auskunft:079 767 61 48 [email protected] (B. Fischer) 079 682 85 86 [email protected] (E.Schelbert)

Möchtest du eine Auszeit im Oktober? Schau mal:Zur Mitte finden 9. – 14. Oktober 2023                               Was:...
12/05/2023

Möchtest du eine Auszeit im Oktober? Schau mal:

Zur Mitte finden
9. – 14. Oktober 2023

Was: exklusive Einkehrtage für SIE
Wann: 9. – 14. Oktober 2023
Wo: Mönchsgemeinschaft Siloe, Toscana It,
www.monasterodisiloe.it
Kosten: CHF 1450.-

Leistungen:
- Bungalow mit wunderbarer Sicht
- Vollpension (biologisches Essen)
- aussergewöhnliches Ambiente
- Teilnahme am Leben einer zeitgenössischen Benediktinergemeinschaft
- professionelle Begleitung in Kleingruppen

Info-Treffen: gegenseitiges Kennenlernen, Informationen und Details, Klärung von Fragen vor der Reise

Anmeldeschluss: 16. August 2023

Leitung:
Brigitte Fischer Züger, Theologin und Glaubenskursdozentin www.generalvikariat-urschweiz.ch
Edith Schelbert-Bisig, Coach, Familienstellen, Begleitung, Autorin www.persoenlich.org

Anmeldung und Auskunft:
079 767 61 48 [email protected] (B. Fischer)
079 682 85 86 [email protected] (E.Schelbert)

von meinem blog: www.persoenlich.orgGlückhüpfenKennst du sie auch, diese Momente voller Glück, wo die Zeit still steht u...
08/02/2023

von meinem blog: www.persoenlich.org

Glückhüpfen

Kennst du sie auch, diese Momente voller Glück, wo die Zeit still steht und die Welt sich nur für dich alleine dreht? Obwohl es mir nichts ausmacht, mein Glück zu teilen, erlebe ich manchmal wunderschöne Momente, wenn ich ganz alleine bin. Und ich halte den Atem an, staune und geniesse.

So sitze ich heute an meinem Arbeitstisch im Zimmer am See, den Blick auf den Bildschirm gerichtet, als ich ein Rascheln vernehme. In den Augenwinkeln sehe ich kleine Schatten Richtung Boden fallen, und ich denke: "Es kommt mir vor wie im Herbst." Ich h**e den Blick und blinzele, schnell setze ich meine Brille auf.

Das sind keine Blätter im Wind, sondern ein ganzer Schwarm kleiner gelber Vögel, die sich auf dem Boden niederlassen, picken und sich wieder erh**en. Ein emsiges Hin und Her, höchstens fünf Meter weg von mir, nur durch die Fensterscheibe getrennt.

Goldammern wären dies, lese ich später und meine Freude erfüllt mich bis hinter die Ohren.

Gestern war es die Sonne, die beim Nachhauseweg ihre Strahlen über die Berge schickte, gebündelt in zwei Strängen, mir entgegen. Berührend schön.

Und morgen?

Je aufmerksamer ich bin, desto mehr begegnet mir das Glück. Oft ist es nur ein Körnchen, dann wieder ein ganzer Klumpen. Es ist da, ich kann es greifen, es umzingelt mich und beschenkt mich grosszügig.

Letzte Woche sass ich im Konzert, mein Platz hinter einem grossen Mann. Ich konnte mich strecken, wie ich wollte, die Musiker blieben verborgen. Da schloss ich meine Augen und überliess das Feld meinen Ohren, dem Herzen und all den anderen Antennen. Ich glaube, dass der Genuss umso grösser war, denn ich konnte mich ganz den Klängen hingeben und nur das Klatschen des Publikums holte mich aus dieser schönen Welt heraus.

Glück kann man trainieren.

Es bleibt zwar immer ein Geschenk und erzwingen kann man es nicht. Doch ich habe die Wahl: ich kann das Glück sehen oder es übersehen.

Meine Hündin Nia, zum Beispiel, findet es ein grosses Glück, wenn ich zur Tür hineinspaziere. Ihr Wedeln wiederum beglückt mich. Erwartungsvoll schaut sie mich an und wartet auf den Moment, wo ich sage: „Komm, wir gehen raus.“ Da wedelt sie wieder und ich weiss, sie ist glücklich. Fröhlich zieht sie mit mir durch die Welt, begegnen wir einem ihrer Kumpels springt sie voller Übermut, spielt und hüpft und tobt vor Glück. Und erst im Schnee, da wälzt sie sich, streckt ihre Beine in die Höhe, schnappt nach dem kühlen Nass. Kaum zu Hause rollt sie sich ein und döst glücklich vor sich hin, manchmal träumt sie, da gibt sie eine Art Grunzen von sich.

Nia hüpft von einem Glück ins andere. Das will ich auch! Wie Steinehüpfen.

Versuche es doch auch einmal, ist gar nicht so schwer!
.. übrigens: der Beginn des Glückslehrgangs 23 ist neu am 15. April! Du kannst dich also noch anmelden :-) ([email protected])

Herzlich und für dich persönlich

Edith

2022 / 2023Mit Dreissig lernte ich ihn kennen. Er faszinierte mich so sehr, dass er einen Platz in unserem Garten erhiel...
24/12/2022

2022 / 2023

Mit Dreissig lernte ich ihn kennen. Er faszinierte mich so sehr, dass er einen Platz in unserem Garten erhielt: der Gingko Biloba.

Staunend blicke ich auf dieses Blatt eines Baumes, der zu einem der ältesten der Welt gehört. Er überdauerte Jahrhunderte und betört mich spätestens jeweils im Herbst mit seiner leuchtendgelben Schönheit.

Zusammen mit Goethe hänge ich Gedanken nach, die sich mit der Einheit und der Spaltung beschäftigen. Jetzt, gegen Ende 2022 betrachte ich die Zahl dieses Jahres, finde die ZWEI gleich dreimal und erkenne für mich darin drei aktuelle Themen.

Die ZWEI für das Jahrtausend steht für Klimawandel. Lange verdrängt und geleugnet und nun eine Tatsache. Doch noch spaltet und ent-zweit das Erreichen von Zielen unsere Welt.

Die ZWEI des Jahrzehnts bereitete sich gegen Ende 2019 einen Weg und wütete seit 2020 als Flächenbrand: die Corona Pandemie. Da schlich sich Trennung in Systeme: Staaten, Wirtschaft, Politik, Betriebe ... sogar Familien teilten sich in Pro und Kontra. Das Vertrauen drohte zu zerbrechen.

Die dritte ZWEI im Frühling dieses Jahres. Es berührt auf einmal, was seit Jahrhunderten tobt: Krieg! Die ZWEI schlägt um sich und reisst Gräben auf, verhärtet, tötet, vernichtet. Frustriert und fassungslos schaue ich auf Täter und Opfer, weiss längst nicht mehr genau, wie sich all dies wirklich zueinander verhält.

Und was ist mit der Null? Steht sie für all das, was noch zu erarbeiten ist, was kommen will, sich ent-wickeln wird? Ist sie das leere Blatt, das Verborgene, die Stille, unsere Wünsche und die Sehnsucht ?

2 0 2 2 - Hirngespinste, Phantasien, Spielereien?

Doch was spricht dagegen? Beim Spielen haben wir vom ersten Moment unseres Lebens Entdeckungen, Erkenntnisse und Erfahrungen gemacht und Erklärungen gefunden. Spielerisch gelernt, wie ein Miteinander Erfüllung bringt und schmerzlich erfahren, wie ein Gegeneinander trennt.

• Zwei Gegner rufen zum Kampf.
• Aus einem liebenden Paar kann ein Kind (das Neue, die Hoffnung) erwachsen.

Und so sehe ich es auch im Blatt des Gingko: Aus zwei Hälften ergibt sich ein Blatt. Ein Ganzes, verschiedene Seiten. Mit der Liebe als Verbindung (dem Verständnis, Respekt, Interesse für das Fremde ...) muss die ZWEI nicht zerstören, dient vielmehr der gegenseitigen Befruchtung und Bereicherung. Die Liebe wird zur Garantie, dass es weitergehen kann. 1 + 1 = 3

Die DREi steht bereits in den Startlöchern, sie will kommen. Bedeutet sie Verständnis füreinander, Toleranz, Austausch und Zuhören, Fragen stellen und Interesse? Vielleicht sogar Kooperation? Sowohl als auch statt entweder – oder?

Die DREi lässt neue Ansätze entstehen, nachhaltige Lösungen erwachen und weckt die Lust auf kreative Umsetzungen.

Er-lösung bereitet sich langsam vor. Denn der Klimawandel und die ZWEI werden uns noch lange Zeit begleiten.

Mit diesen Gedanken wünsche ich von Herzen Frohe Weihnachten!
Mögen uns im 2023 friedvolle Menschen und Momente, ein friedliches Zusammensein in der Familie und friedensstiftende Prozesse im Innen und Aussen begleiten und zum Nährboden einer friedlichen Welt erwachsen.

Abschliessend bedanke ich mich für all die Begegnungen in diesem herausfordernden Jahr, für das Vertrauen und die gemeinsamen Schritte.

herzlich und für dich persönlich

Edith

„Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie ‘s den Wissenden erbaut.

Ist es Ein lebendig Wesen
Das sich in sich selbst getrennt,
Sind es zwey die sich erlesen,
Dass man sie als eines kennt.

Solche Frage zu erwiedern
Fand ich wohl den rechten Sinn;
Fühlst du nicht an meinen Liedern
Dass ich Eins und doppelt bin?“

Johann Wolfgang von Goethe

aus meinem blog www.persoenlich.orgGROSSESGestern fand der fünfte und letzte Tag meines diesjährigen Glückslehrgangs sta...
06/11/2022

aus meinem blog www.persoenlich.org

GROSSES

Gestern fand der fünfte und letzte Tag meines diesjährigen Glückslehrgangs statt.

In der Abschlussrunde meinte eine Teilnehmerin, dass sie andere Vorstellungen gehabt hätte von einem Glückskurs. Die Anderen stimmten ihr zu. Und alle lachten.
Das Glück hängt von mir selber ab, von meinen Schritten und der Gestaltung meines Lebens.

In jedem dieser fünf Tage durfte GROSSES passieren. Erkenntnisse und AHA’s wechselten sich ab mit Geschichten aus dem täglichen Leben, wo gekämpft, erlitten und geklärt, wo aufgeräumt, entsorgt und erlesen, geliebt, genossen und gewürdigt wird.

Dankbar schaue ich zurück und ebenso in die Zukunft: ich bleibe dran, genau das erfüllt mich mit Glück.

Am Abend besuchte ich eine Lesung. Es wurden drei Werke präsentiert, alle handelten von Krieg, Flucht, unterdrückter Liebe und belastenden Wirren. Es war harte Kost. Die Musik begleitete sehr passend parallel dazu, stimmungserhellend war sie nicht, sollte sie auch nicht sein.

Erschlagen sass ich da, wollte zuhören, wollte dabei sein.

Die Realität dieser Themen ist nicht rosa. Doch dafür hatte ich mich ganz bewusst auf den Weg gemacht nach dem intensiven Arbeitstag.

Im Anschluss daran gab es einen Apéro. Die Gesichter entspannten sich, ebenso beruhigten sich die Gemüter. Alle hatten etwas zu sagen, man atmete wieder rhythmisch ausgeglichen ein und aus, Taschentücher waren keine mehr zu sehen. „Das muss wohl so sein“, denke ich, „die Welt beinhaltet Leid und Schmerz, wer könnte dies denn ununterbrochen aushalten und ertragen?“

Und ich realisierte mit einem Mal: da wurde GROSSES vollbracht.

Denn dieser Abend war wichtig: Es gibt Worte, die schmerzen. Und doch müssen sie gesagt und gehört werden. Sie brauchen eine Stimme und sind die Landebahn für die Heilung.

Auch ich mag es zu lachen, fröhlich und ausgelassen Zeit zu verbringen. Der Genuss soll nicht zu kurz kommen, der Humor und das Schöne. Immer wieder hole ich sie ganz bewusst in mein Leben, schaffe Oasen, Ruhezeiten, Stille und die Zweisamkeit mit mir, die Gesellschaft mit mir lieben Menschen.

Doch komme ich umhin, mich dem Schmerz und dem Leid zu stellen?

Manchmal kann ich die vielen schlechten Nachrichten kaum ertragen und ich erlaube mir eine Abstinenz. Aber ist dies die Lösung? Ohren, Augen, Mund zu, wie die drei Affen? Unberührt bleibe ich trotzdem nicht.

Mitlaufen an Demos ist nicht mein Ding. Trotzdem fühle ich eine Verantwortung. Denn wir alle gestalten die Welt, nicht nur die Mächtigen, die Politik und die Wirtschaft. Schliesslich berührt mich der Kampf der Frauen im Iran ebenso, wie sämtliche Kriege dieser Welt.

Erinnerungen sind da und ich spüre Verbindung: Im Iran hatte ich berührend schöne Erlebnisse und Begegnungen mit Iraner*Innen, in Rwanda kam ich zum ersten Mal direkt mit der Situation Krieg in Berührung und in Mexiko begegnete ich schmerzlich der unkontrollierten Kriminalität.

Zugegeben, mein Wirken ist still und unaufgeregt, mehr im Hintergrund und von Du zu Du. Mich interessieren die kleinen Welten, das Inwendige, das Unbewusste. Auch da begegne ich Kriegsschauplätzen, Unterdrückung und Verletzung.

Doch wenn ich erlebe, wie aus der Dunkelheit ein Licht entsteht, wie sich in traurigen Augen ein Funke von Hoffnung zeigt, wenn aus dem "Nein" ein "Ja" werden darf oder von irgendwoher der Mut für ein „Nein“ entsteht. Ja, da bin ich Zeuge von etwas GROSSEM.

Und ich denke: "Das GROSSE war auch einmal klein. Am Anfang."

Beginnen wir also dem GROSSEN zu dienen, indem wir klein anfangen und dranbleiben.

Dienen wir dem Leben, der Ganzwerdung, der Heilung. Und dafür braucht es dieses Nadelör, die Berührung und Betroffenheit.


Herzlich und für dich persönlich

Edith

Sternenbrücke: KINDER-Trauergruppe (und Erwachsenentrauergruppe)Ein Angebot von Trauerbrücken InnerschweizStart: 29. Okt...
27/10/2022

Sternenbrücke: KINDER-Trauergruppe (und Erwachsenentrauergruppe)

Ein Angebot von Trauerbrücken Innerschweiz

Start: 29. Oktober in Brunnen

Dazu aus meinem blog www.persoenlich.org

Es gibt diese Geschichte vom Vater mit den zwei wilden Buben, welche im Tram hemmungslos und laut auf den Bänken rumturnen, ohne dass sich der Vater darum kümmert. Scheinbar teilnahmslos sitzt er da, bemerkt auch nicht den Ärger und das Unverständnis der anderen Fahrgäste. Als es schliesslich einer Frau zu bunt wird und sie den Vater an seine Erziehungspflichten erinnert, sagt dieser zum Erstaunen aller Zuhörer: „Ja, vermutlich müsste ich nun etwas tun. Wir kommen gerade vom Spital, wo meine zwei Buben ihre Mutter an den Krebs verloren haben. Bitte entschuldigen Sie.“

Betretenes Schweigen, alle sind berührt, hilflos, ohnmächtig. Trauer kennen wir zwar alle, ihr in der Öffentlichkeit zu begegnen ist ungewohnt, macht zuerst einmal einfach sprachlos. Grundsätzlich findet Trauer eher im Verborgenen statt und in den eigenen vier Wänden. Denn Trauern braucht Geborgenheit, Schutz, Raum und Intimität.

Wie spricht man jemanden an, der einen geliebten Menschen verloren hat?

Wer selber schon dem Tod in nächster Nähe begegnet ist, durch Verlust eines Angehörigen, eines Freundes, der Mutter, eines Kindes, des Partners etc. kann schon eher reagieren. Die beste Reaktion ist meist die natürliche Regung: Je nach Nähe zum/zur Trauernden ein mitfühlender Blick, ein liebes Wort, eine Berührung oder eine Umarmung. Und vielleicht, bei gegebener Zeit, der Hinweis auf eine Selbsthilfegruppe oder einen Ort, wo man Trauern kann und sich aufgehoben fühlt, zum Beispiel: Trauerbrücken Innerschweiz.

Ganz individuell und ohne Zeitdruck findet das Verarbeiten und Annehmen eines Todes statt. Es tauchen Fragen auf, Erinnerungen schmerzen oder geben Halt, ein Leben ohne den geliebten Menschen muss erst noch erfunden, Gewohnheiten losgelassen, Neues entdeckt werden.

Bis das Leben wieder in geordneten Bahnen verläuft, können Wochen vergehen, Monate, manchmal sogar Jahre.

Trauerbrücken Innerschweiz bietet Trauernden Hand. Sie sind ein Angebot für Trauernde, geführt von Trauerbegleiterinnen und mitgestaltet von den Trauernden selber.

Die Regenbogenbrücke ist eine Selbsthilfegruppe für Eltern, die ein Kind verloren haben. Das Reden über den Schmerz und der Austausch hilft beim Annehmen der veränderten Lebenssituation und Weitergehen auf dem Weg des individuellen Verarbeitungsprozesses.

Diese Treffen finden alle sechs Wochen statt. Kontakt: [email protected]

Die Sternenbrücke ist einerseits ein Raum für Kinder, die einen ihnen wichtigen Menschen verloren haben. Im gemeinsamen Tun, aufgehoben unter Gleichbetroffenen können Fragen aufploppen und je nach Bedarf besprochen, Erfahrungen und Erlebnisse erzählt und Wege gefunden werden.

Gleichzeitig findet im Zimmer nebenan eine offene Gesprächsrunde für die begleitenden Erwachsenen statt. Dies im Abstand von jeweils einem Monat. (Start 29. Oktober)

Bei Interesse:

[email protected] oder 079 393 34 28 / Christine Dettling

[email protected] oder 079 682 85 86 / Edith Schelbert-Bisig

Es tut gut, den Schmerz und die undefinierten Gefühle in Worte zu fassen, darüber zu sprechen, sie in einem geschützten Raum stehen zu lassen. Denn was fassbar wird, kann betrachtet, verinnerlicht und schliesslich losgelassen werden. Über die Akzeptanz des Unabänderlichen kommt die Befreiung und das Weitergehen in Frieden, mit dem was ist.

Für das Umfeld geht das Leben nach einem Todesfall meistens rasch über in den gewohnten Alltag. Für die direkt Betroffenen schmerzt und beeinflusst das unfassbare und endgültige Wegfallen des geliebten Menschen noch lange spürbar, hakt sich fest, kommt immer wieder und steuert das gesamte Lebensgefühl.

Und obwohl der Schmerz der Trauer von niemandem als mir selber ausgehalten und verarbeitet werden kann, gilt hier:

Geteiltes Leid ist halbes Leid.



Herzlich und für dich persönlich

Edith

18/10/2022

aus meinem blog www.persoenlich.org

Glück

Da stehe ich inmitten der wunderbaren Bergwelt und staune: der Nebel schmiegt sich um die grauen Felsen, steigt rauf und wieder runter, wie ein sanftes Tuch im Wind, mystisch, spielerisch, verzaubernd.

Ich geniesse es.

Es ist eisig kalt, ich stecke beide Hände tief in meine Jackentaschen, den Kopf ziehe ich ein, der Rucksack wärmt ein wenig. Einer Regung folgend, klaube ich mit steifen Fingern mein Handy aus der Tasche und knipse als Erinnerung den Moment, halte ihn in seiner unscharfen Form fest, für später.

Langsam setze ich meinen Weg fort, Stufe für Stufe, stetig bergauf.

Meine Hündin geht vor mir, macht Schwenker nach links und nach rechts, kontrolliert den Abhang mit einem prüfenden Blick, neugierig schaut sie auf die andere Seite des Tales, meine Knie werden weich, mein Herz ganz still, der Atem stockt.

"Hierher, komm, pass auf, komm zu mir!" Wir sind ein gutes Team.

Die letzten Meter nehme ich sie an die Leine, der Berg geht steil hinunter, der Wind säuselt sein Lied. Und dann kommen wir oben an, bei der Hütte: ein Hochplateau auf 2700 Metern über Meer.

Wow, einzigartig!

Zwar ist da noch immer ziehender Nebel, doch die Sonne drückt und wärmt ganz wenig, merklich spürbar. Wir sind allein.

„Diese Berührungen, dieses Streicheln“, denke ich, „ wie schön das alles ist! Unspektakulär natürlich und gerade deshalb unschlagbar echt, ungekünstelt, ehrlich und direkt.“

Die Natur - sie nährt und stärkt!

„Und das wollen wir opfern, überlassen wir dem Untergang? Das darf doch nicht sein!“

Meine Augen werden feucht, der Wind wird beissend, frech zieht er mir einzelne Strähnen aus meinem Zopf. Die Nase tropft.

„Wo finde ich die Natur in mir? Wie hüte ich sie, wie entlocke ich mir meine Kraft, wie erhalte ich meine Lebendigkeit?“

Nachdenklich mache ich mich auf den Weg zurück ins Tal, begleitet von meiner treuen Freundin, welche nach wie vor mindestens das Doppelte meines Weges zurücklegt, ohne Mühe, motiviert und neugierig.

Wie viel ich lernen kann von ihr!

Später lichtet sich der Himmel und die Sonne tritt hervor. Zaghaft zuerst und immer wieder überdeckt von einer Restwolke. Doch dann setzt sich das Blau des Himmels durch ... und was macht sie, Nia, meine Hündin?

Eine Pause.

Sie legt sich ins warme Gras, streckt alle Viere von sich und lässt den Kopf ganz flach auf dem Boden ruhn. Demonstrativ geniesst sie die geschenkte Wärme, regeneriert und schliesst die Augen.

Auch ich setze mich in die Sonne, erfüllt vom Augenblick, geküsst von diesem Tag.

Zeit in der Natur. Zeit mit der Natur. Die Natur in mir füttern.

Da braucht es keine Worte, ein einziges genügt:

DANKE.



Herzlich und für dich persönlich

Edith

21/04/2022

Der Suedwind weht …

Adresse

Seemattliweg 19
Schwyz
6423

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