26/02/2022
Krieg in Europa
HCB Merial Commerz
Was sich in der Ukraine abspielt hält die Weltbevölkerung in Atem und sendet Schockwellen durch die Kapitalmärkte. Wie auch immer sich diese humanitäre und völkerrechtliche Katastrophe entfaltet, die breit angelegte militärische Offensive Russlands in der Ukraine hat eine historische Tragweite. Wir ordnen die Geschehnisse aus Anlegersicht ein, während unser Mitgefühl der ukrainischen Bevölkerung gilt.
Einfluss auf die Wirtschaft
Obschon die Wirtschaftsgrössen der Ukraine und Russland überschaubar sind, hat der Konflikt dennoch spürbare Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Einerseits werden steigende Energiepreise für höhere Produktionskosten und im Endeffekt für zusätzlichen Inflationsdruck sorgen. Der geldpolitische Normalisierungsprozess wird damit nochmals anspruchsvoller. Andererseits werden Unsicherheiten, Sanktionen und Angebotsstörungen das globale Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen. Doch auch wenn sich die Konjunkturaussichten mit dem Krieg in Osteuropa etwas verschlechtert haben, die allgemein ansprechende wirtschaftliche Verfassung und die weitere konjunkturelle Erholung von der Pandemie sollte damit nicht gefährdet sein.
Einfluss auf Aktienmärkte
Ein rascher Ausweg aus dem Konflikt ist nicht in Sichtweite und somit ist mit anhaltender Unsicherheit und Volatilität zu rechnen. Weitere Kursverluste sind in diesem Zusammenhang durchaus realistisch. Allerdings lässt sich mit Blick auf vergangene geopolitische Ereignisse festhalten, dass die Märkte sich letztlich relativ schnell erholt haben. In den allermeisten Fällen wurden Ver- luste nach nur wenigen Monaten wieder wettgemacht. Die Marktteilnehmer werden den Fokus mit der Zeit wieder vermehrt auf die intakte Konjunkturlage und die attraktiven Renditen von Aktien richten.
Einfluss auf unsere langfristige Positionierung
In stürmischen Zeiten lohnt es sich Ruhe zu bewahren und an der langfristigen Strategie festzuhalten. Wer nicht investiert bleibt, riskiert die Erholung zu verpassen. Denn auf die längerfristigen Renditen haben solche Ereignisse keinen wesentlichen Einfluss. Aus unserer langfristigen Perspektive sehen wir daher keinen Bedarf, unsere Positionierung anzupassen. Unser Fokus auf widerstandsfähige Aktien bleibt dabei zentral. Angezeigt ist ein hoher Anteil an Schweizer Aktien und Qualitätswerten. Die ergänzenden Anlageklassen Schweizer Wohnimmobilien, Gold und Mikrofi- nanz-Anlagen sorgen für eine gewisse Stabilität im Portfolio. Obligationen kehren wir unvermin- dert den Rücken. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass Obligationen zurzeit nicht nur keine Zinsen, sondern auch keinen nennenswerten Schutz im Gesamtportfolio bieten.
Chancen in Qualitätsaktien
Einige hochexzellente Aktien haben in den letzten Monaten überdurchschnittliche Kursverluste erfahren. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Qualität des Portfolios punktuell zu erhöhen und hohe Liquiditätsbestände anzulegen. Attraktiv erscheinen uns insbesondere Geberit, Givaudan, Inficon, Kardex, Lonza, Partners Group, Schindler, SGS und Straumann. Häufig stellen sich Phasen erhöhter Volatilität im Nachhinein als gute Kaufgelegenheit heraus. Da der perfekte Zeit- punkt in den seltensten Fällen gelingt, raten wir schrittweise zu investieren.
Und natürlich nicht als letztes unser Crowdfunding.
Alles, was Sie machen müssen, ist auf den Link unten zu klicken und Ihr kostenlose Informationen anzufordern.
www.mc-crowd.ch
Freundliche Grüsse
René Hanselmann
In einer Zeit des Negativzinses, einer Zeit in der man bei der Frage, über die Zukunft des Euro, ein Fragezeichen setzen muss, möchten wir hier ein neues