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11/06/2014

SCHUTZ DAVOR finden Sie unter www.kapitalsicherung.wordpress.com Fragen beantworten wir gerne! Termine persönlich oder via Skype möglich!

Der CDU-Wirtschaftsrat hat die Enteignung der Sparer als notwendig bezeichnet, um die Euro-Zone zu stabilisieren. Allerdings räumt die Merkel-Partei ein, dass die niedrigen Zinsen das Problem nicht dauerhaft lösen.

04/06/2014

Es wird ernst mit der Schulden-Steuer: Die Bundesbank greift überraschend den Vorschlag des IWF für eine 10-prozentigen Zwangsabgabe auf Sparguthaben auf und erklärt, dass eine solche Steuer in „absoluten Ausnahmesituationen“ erhoben werden könnte. Damit wird deutlich: Die Euro-Retter planen weitrei…

29/05/2014

Wenige Tage nach der EU-Wahl meldet sich Mario Draghi mit einer spektakulären Crash-Warnung. In der Sprache der Zentralbanker heißt das, es bestehe die „Möglichkeit eines scharfen und ungeordneten Abbaus der jüngsten Kapitalflüsse“. Die EZB, die ja durch den Stresstest Einblick in die Bücher der Ban…

22/05/2014

Das Schlaraffenland existiert nicht mehr lange. Das Finanzsystem liegt am Boden, viele westliche Staaten sind bankrott und die Regierungen nehmen immer mehr Schulden auf – Schulden, die niemals bezahlt werden können.

19/05/2014

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01/05/2014

Hoffnung für die Griechen: Dicke Brieftaschen sind garantiert.

15/04/2014

Die europäische Bankenkrise wird immer schlimmer und die gesamte Struktur bricht derzeit in sich zusammen. Die Banken sind nicht in der Lage, sich aus eigener Kraft zu retten. Bei dieser Krise geht es ausschließlich um das strukturelle Design des Euros, das die Politiker nicht angehen werden. Sie sind dabei gescheitert, eine einheitliche europäische Staatsschuld zu schaffen, weshalb die Banken die Staatsschulden aller Euroländer als Bankreserven nutzen.

Die südeuropäischen Banken sind nach wie vor auf den fortwährenden Fluss von EZB-Hilfsgeldern angewiesen. Die Politiker und Akademiker sind völlig verloren, weil sie alles vermeiden, was ihren fatalen Fehler beim Design des Euros offenlegen würde. Daher wird es weitergehen wie bisher – und all die Wundpflaster, die sie über das Problem kleben, versagen dabei, den Blutstrom zu stoppen, der aus dieser fatalen Wunde austritt. Zum jetzigen Zeitpunkt muss die Wunde bereits genäht werden, aber es ist weit und breit nicht in Sicht, dass die Politiker auch nur im Ansatz darüber nachdenken werden, irgendwelche bedeutenden Maßnahmen einzuleiten …

Diese europäischen Zombiebanken, wie sie genannt werden, sorgen für eine Kontroverse rund um das sogenannte „Sicherheitsnetz“, das die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank derzeit ins Leben rufen wollen. Europa versucht verzweifelt, den deflationären Weg einzuschlagen, indem die Vermögenswerte aller Bürger in allen Eurozonenbanken einfach beschlagnahmt werden. So viel zu den Hyperinflationisten. Sie begreifen es einfach nicht.

Die Banken sind massiv verschuldet und können sich nicht aus eigener Kraft retten, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass sie schwächer werdende Staatsschulden der Euroländer und Finanzderivate aus New York kauften, die ihnen nun den Garaus machten. Dank der Kombination aus toxischen Finanzderivaten aus New York und dem fatalen Euro-Design ist es vielen Eurozonenbanken nicht möglich, diese Krise intakt zu überstehen.

Die Eurozone verwandelt sich gegenwärtig in ein wirtschaftliches Kriegsgebiet, da die Bankenkrise und die Staatsschuldenkrise miteinander verschmelzen und sich schlicht exponentiell ausweiten. Der EZB-Präsident Mario Draghi hat mittels der „längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte“ LTRO 1 und LTRO 2 rund EUR 1 Billion in System injiziert, um die Banken zu stützen. Und genauso wie die Fed ist auch die EZB dabei gescheitert, die Inflation zu schaffen, die laut den Gold-Promotern sicher hätte kommen müssen; sie haben dabei einfach den Verfall der Vermögenswerte außer Acht gelassen.

Dieses ganze Konzept, die Zinsen extrem niedrig zu halten, woraufhin die Banken den Unternehmen dann im Gegenzug Kredite zu Verfügung stellen würden, um die Wirtschaft anzukurbeln, ist ein entsetzlicher Reinfall gewesen. In den USA weigern sich die Banken, kleinen Firmen Kredite zu geben, wenn sie nicht zu 120% besichert werden, und in Europa wurden diese Liquiditäts-Injektionen genutzt, um noch mehr Staatsanleihen zu kaufen, die dann im Wert gefallen sind, da die Zinssätze in Europa aufgrund der strukturellen Defekte des Euros gestiegen sind. Und wenn man diesem toxischen Gemisch nun auch noch eine irrsinnige Besteuerung hinzufügt, durch die das Wirtschaftswachstum drastisch absenkt wird, blickt man auf eine öde und trostlose Zukunft.

Mario Draghi hat verkündet, dass die Eurozonen-Zombiebanken mehr Liquidität brauchen, aber das wird überhaupt nichts nützen, da es sich bei den von ihnen gehaltenen Bankreserven um Staatsanleihen der Euroländer handelt, und sich die Euroländer ja selbst in einer fortwährend eskalierenden Schuldenspirale befinden. Die Banken werden immer mehr finanzielle Stützungsmaßnahmen benötigen, solange die Reservestruktur der Eurozone nicht vollumfänglich reformiert wird, indem man für Europa ein einzelne Form von Schulden schafft, was aber die Förderalisierung Europas notwendig machen würde.

Die Banken können die bisher bereits über die LTRO-Injektionen erhaltenen EZB-Kredite gar nicht zurückzahlen, weshalb dieser Lösungsansatz völlig hoffnungslos ist.

Die spanischen Banken haben EUR 300 Milliarden Euro von der EZB absorbiert, ohne dass Hoffnung auf Rückzahlung besteht. Die italienischen Banken haben EUR 255 Milliarden aufgesaugt, ebenfalls ohne die Hoffnung darauf, dass davon jemals wieder etwas zurückgezahlt werden wird. Die französischen Banken schulden der EZB EUR 87 Milliarden und die deutschen Banken schulden der EZB EUR 10 Milliarden. Die irischen und portugiesischen Banken schulden rund EUR 80 Milliarden.

Jetzt, wo Merkel die Bundestagswahl gewonnen hat, wird sie die Kontrolle über die Banken nach Brüssel abtreten. Aktuell liegt der Vorschlag auf dem Tisch, einen gemeinsamen europäischen Bankenrettungsfonds zu schaffen.

Der ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) ist ein permanenter Krisenlösungsmechanismus für die Länder der Eurozone. Er gibt Schuldeninstrumente aus, um den Mitgliedsländern der Eurozone Kredite und andere Formen der Finanzhilfe zur Verfügung zu stellen Der ESM verwandelt sich aktuell jedoch in einen Rettungsanker für die Eurozonenbanken, wodurch die Europäische Union durch die Hintertür in eine Bankentransferunion verwandelt wird, anstatt in eine Wirtschaftsunion.

Die europäische Staatsschuldenkrise und die europäischen Bankenkrise sind aufs Engste miteinander verbunden, und das geht alles auf die gescheiterte Struktur des Euros zurück. Die Eurozonenbanken leiden unter riesigen Mengen an faulen Krediten, die sich auf hunderte Milliarden von Euros belaufen, und umso stärker die Steuern steigen, desto weniger wächst die Wirtschaft, was das Wachstum der faulen Kredite nur noch anheizt. Die Eurozonenbanken brauchen mindestens EUR 700 Milliarden, um die Anforderungen des Stress-Tests zu bestehen.

Die staatlichen Gelder des ESM sind nicht ausreichend. Die Bankenretter suchen jetzt verzweifelt nach einem „Sicherheitsnetz“ – und man ist mittlerweile der Auffassung, dass dieses „Sicherheitsnetz“ durch die Beschlagnahmung von 10% aller Einlagen in den Eurozonenbanken geschaffen werden kann.

Die Europäische Kommission will Zahlenspielchen spielen. Bankenrettungen dürfen nicht in den Haushalten ausgewiesen werden. Doch bei diesen „Zombiebanken“ handelt es sich um echte Pleitebanken, die allein aufgrund der EZB-Geldinjektionen am Leben gehalten werden. Sie haben keinen Zugang zu den Kapitalmärkten, und keiner kann wirklich sagen, welche Banken nun die echten „Zombiebanken“ sind, weil dieses Geheimnis gut geschützt wird und man den Bankkunden die Möglichkeit verwehren will, eine Risikoeinschätzung vorzunehmen.

Und hier sind nicht nur die Privatkredite das Problem, sondern es geht auch um die Staatsanleihen, die in den Büchern der Banken der Peripherieländer stehen. Und das Problem mit den Staatsanleihen ist simpel: Sie sind durch nichts gedeckt und somit unbesichert. Bei privaten Anleihen bekommt man im Falle eines Bankrotts wenigstens noch irgendetwas, während man bei einem Zahlungsausfall auf Staatsanleihen leer ausgeht. Die EZB will die Banken aber nicht abwerten, nur weil sie europäische Staatsanleihen halten.

Die Chefin des IWF, Christine Lagarde, hat vorgeschlagen, in der gesamten Eurozone 10% aller Einlagen zu beschlagnahmen, da es zu Aufständen und Streitigkeiten kommen könnte, wenn man Bail-ins nur Fall für Fall bei einzelnen Banken durchführt. Die Idee ist, dass eine weitflächige Beschlagnahmung der Bankeinlagen einen Bank-Run verhindern wird, da man damit rechnet, dass einzelne Bail-ins zur Ansteckung führen würden.

Daher spricht der der IWF in einem seiner jüngsten Papiere auch über eine Mega-Konfiskation von 10% aller Spareinlagen in der Eurozone und nennt das ganze eine Steuer. Es wird behauptet, dass das notwendig sei, um die Schuldenprobleme der meisten Euroländer zu lösen. Es sei eine Alternative gegenüber höheren Steuern oder Sparmaßnahmen. Die Ökonomen, die den entsprechenden Bericht verfasst haben, behaupten, dass es eine effiziente Lösung für das Schuldenproblem sei – dennoch mangelt es dem Papier an einer Langzeit-Analyse.

Durch eine solche Konfiskation würden die strukturellen und systemischen Probleme des Euros trotzdem nicht angegangen, und somit würden auch die akuten Bankrott-Risiken der Euroländer nicht adressiert. Die Staaten leihen sich Geld, ohne irgendeine Vorstellung oder ein Konzept zu haben, wie sie die Gelder jemals wieder zurückzahlen könnten. Im letzten Absatz des IWF-Berichts (Seite 58) heißt es:

„Die drastische Verschlechterung der öffentlichen Finanzen in vielen Ländern hat das Interesse an einer ´Vermögensabgabe` wieder aufleben lassen – eine einmalige Steuer auf Privatvermögen; eine Sondermaßnahme, um die Schuldennachhaltigkeit wiederherzustellen. Das Reizvolle an einer solchen Steuer ist, dass – würde man sie einführen, bevor eine Umgehung möglich ist, und würde angenommen werden, dass sie niemals wiederholt wird – es zu keinen Störungen des Verhaltens [der Menschen] kommt (und sie von einigen sogar als fair erachtet werden könnte).

Die Vermögensabgabe hat berühmte Unterstützer gehabt. Hierzu gehören Pigou, Ricardo, Schumpeter und – bis er dann anderer Meinung war – Keynes. Die Erfolgsvoraussetzungen sind hoch, aber sie müssen auch gegenüber den Risiken der Alternativen abgewogen werden. Zu diesen Alternativen gehört, die Staatsschulden für nichtig zu erklären oder wegzuinflationieren (diese Alternativen sind wiederum eine bestimmte Art der Vermögenssteuer – für Anleihehalter –, die auch Nichtortsansässige trifft).

Es gibt eine überraschend große Menge an Erfahrungen, auf die man hier zurückgreifen kann, da in Europa nach dem Ersten Weltkrieg und in Deutschland und Japan nach dem Zweiten Weltkrieg Vermögensabgaben erhoben wurden. Diese Erfahrungen legen nahe, dass das Scheitern, eine Schuldenreduzierung zu erreichen, noch bedeutsamer war als irgendein Glaubwürdigkeitsverlust. Dieses Scheitern ging hauptsächlich auf eine verspätete Implementierung der Vermögensabgabe zurück, wodurch weitreichenden Vermeidungsstrategien und der Kapitalflucht Raum gegeben wurde – was die Inflation anfachte.

Darüber hinaus ist die notwendige Steuerrate, um die Staatsverschuldung auf Vorkrisen-Niveaus abzusenken, erheblich: Um die Schulden auf Verhältnisse von Ende 2007 abzusenken, bräuchte man (hier am Beispiel von 15 Euroländern) bei Haushalten mit einem positiven Nettovermögen eine Steuerrate von rund 10%.“

Und der IWF führt zu Beginn seines Berichts aus, dass der positive Wirtschaftsausblick für Europa ein Mythos der Politiker und der Massenmedien ist:

„Die hohen Schuldenniveaus bei anhaltend geringem Wirtschaftswachstum in den Industrieländern und die sich abzeichnenden Schwächen der Entwicklungsländer sorgen bei der globalen finanzpolitischen Landschaft für aufziehende Wolken. In den Industrieländern, wo die Haushaltsdefizite sinken (außer … in Japan), wird damit gerechnet, dass sich das durchschnittliche Schulden/BIP-Verhältnis zwischen 2013 und 2014 stabilisieren wird. Dennoch wird es ein historischer Höhepunkt sein – rund 110% des BIP, 35% über dem Niveau des Jahres 2007.

Simulationen zeigen, dass, würde man den Gesamthaushalt auf einem Niveau halten, das in Einklang mit den mittelfristigen Empfehlungen des IWF steht, das durchschnittliche Schulden/BIP-Verhältnis bis 2030 auf rund 70% abgesenkt werden könnte, obwohl einige Länder immer noch über der Marke von 80% bleiben würden.

Der große Bestand an Schulden, das unsichere globale Umfeld, die schwachen Wachstumsaussichten und das Fehlen von klar definierten mittelfristigen Anpassungsplänen in systemischen Wirtschaften wie Japan und den Vereinigten Staaten erschweren die Aufgabe jedoch.“

Also: Was vor uns liegt, ist alles andere als gewöhnlich. Die Eurozone bleibt nach wie vor die extremste Bedrohung für die Weltwirtschaft.

15/04/2014

Der letzte Versuch, um den Euro zu retten: Die europäische Vermögenssteuer wird an einem Wochenende bekanntgegeben werden, so dass alle Regierungen ein paar Tage Zeit haben, sich auf den gefürchteten Montag vorzubereiten, der jedem Wochenende folgt. Doch dieser Montag wird nicht so sein wie die anderen Montage

Keith Dicker, IceCap Asset Management, 24.03.2014
(in Auszügen)

Sehen wir der Wahrheit ins Auge: Wenn Sie in der Europäischen Union leben, werden Sie von Brüssel gerade ausgelacht, da bereits bedeutende Ankündigungen erfolgten, dass man Ihre hart erarbeiteten Ersparnisse an sich reißen wird, und es auf diese Ankündigungen keinerlei Reaktionen gab.

Und obwohl Brüssel vielleicht zuversichtlich ist, dass es eine Vermögenssteuer einführen kann, ohne dass dies zu negativen Reaktionen führt, ist IceCap zuversichtlich, dass sie damit falsch liegen werden.

Und was das Land anbelangt, das die Kontrolle verlieren und zur Ursache dieser Vermögenssteuer werden wird – ja, da können Sie sich gerne eins aussuchen. Italien, Portugal, Spanien und Frankreich sind allesamt gute Kandidaten, wobei Griechenland das Land ist, das man zurzeit im Auge behalten sollte.

Die griechischen Banken halten türkische Staatsanleihen, und wenn man bedenkt, dass der Korruptionsskandal der türkischen Regierung gegenwärtig eskaliert, besteht die sehr reale Gefahr, dass die griechischen Banken umgehend ein weiteres Rettungspaket brauchen, sollte die Türkei im Chaos versinken. Und auf diese Art und Weise könnte eine europäische Vermögenssteuer ins Rollen kommen.

Und was die Aussicht auf Chaos in der Türkei anbelangt – nehmen Sie sich doch bitte ein paar Minuten und schauen Sie sich die Situation in der Türkei einmal selbst an. Das Land ist tief in zwei Lager gespalten und die Lage wird keinen Deut besser. Und diejenigen, die glauben, dass es noch Jahre brauchen wird, bis das Chaos ausbricht, sollten sich vielleicht daran zurückerinnern, dass die Ukraine innerhalb von drei Wochen buchstäblich in zwei Länder gespalten wurde. In Libyen und Syrien war es dasselbe.

Und genau hier haben wir den Punkt erreicht, wo sich viele unserer kanadischen Leser denken werden, dass es nichts mit ihnen zu tun hat und sie auch nicht betreffen wird. Kanadier sind ja der noblen Auffassung, dass man sich aus Geldproblemen einfach wieder rausarbeitet. Schließlich ist es genau das, was Kanada vor nicht allzu langer Zeit widerfuhr, und das Land ist auch wieder auf die Beine gekommen.

Die Lage und die Erfahrungen Kanadas auf die aktuelle europäische Situation zu übertragen, wäre jedoch ein Fehler. Kanada ist ein großartiges Land, aber es ist klein. Die Kapitalströme Kanadas und sein Bankensystem sind nicht in der Lage, die Welt zu bewegen.

Stattdessen sollten sich die Kanadier und alle anderen darüber im Klaren sein, dass die europäische Vermögenssteuer Brüssels letzter Versuch sein wird, den Euro zu retten – denn hat man diesen Geist erst einmal aus der Flasche gelassen, ist die daraufhin einsetzende Kapitalflucht mit Sicherheit nicht mehr aufzuhalten.

Wir sind der Auffassung, dass die europäische Vermögenssteuer an einem Wochenende bekanntgegeben wird, so dass alle Regierungen ein paar Tage Zeit haben, sich auf den gefürchteten Montag vorzubereiten, der jedem Wochenende folgt. Doch dieser Montag wird nicht so sein wie die anderen Montage. Wütende Sparer aus allen europäischen Ländern werden auf ihren Morgen-Espresso verzichten und stattdessen auf die Straße gehen.

Und während diese öffentlichen Proteste immer größer werden und weiter an Fahrt aufnehmen, wird das Geld und Kapital auf der Suche nach einer sichereren Bleibe zunehmend stärker aus Europa flüchten.

Und diese Bleibe wird der US-Dollar sein.

Eins und eins zusammenzählen

Vor einiger Zeit haben wir damit begonnen, unsere Leser auf die bevorstehende Flutwelle der weltweiten Vermögensumverteilung vorzubereiten. Der Begriff „Vermögensumverteilung“ ist nun nicht gerade sonderlich angsteinflößend. Wenn man einfach nur „Vermögensumverteilung“ sagt, würde das die Wenigsten vom Hocker hauen, und es gäbe noch weniger Menschen, die deswegen ihren Espresso ausspucken und die Beine in die Hand nehmen würden. Und diese ausbleibenden Reaktionen gehen entweder auf die Leugnung der Realität oder einen Mangel an Verständnis zurück, was „Vermögensumverteilung“ eigentlich bedeutet.

Es bedeutet ganz einfach, dass die meisten Menschen beträchtlich mehr an jährlichen Steuern und eine einmalige Sondervermögenssteuer zahlen werden.

Mit anderen Worten: Wenn es Ihnen im Laufe der Jahre gelungen ist, Geld zu sparen, stehen Sie nun kurz davor, eine Menge dieses Geldes an jene abzutreten, die nicht einen einzigen Cent gespart haben.

Aber selbst das erschreckt niemanden, da die meisten Menschen nicht davon ausgehen, dass sie genug gespart oder verdient haben, um unter die Kategorie „reich“ zu fallen. Wir enttäuschen Sie ja nur ungern, aber wie einige Menschen in Zypern mit Ersparnissen von EUR 100.000 herausfinden mussten, waren sie in Wirklichkeit tatsächlich reich und durften dann fast 50% ihrer Ersparnisse spenden, um dabei mitzuhelfen, ihr Land zu retten.

Unterdessen ist es in den USA schon heute so, dass jeder mit einem Jahreseinkommen von über USD 260.000 den höchsten Steuersatz des Landes zu zahlen hat. Oder sehen Sie es doch mal aus kanadischer Perspektive, wo eine Familie der „Mittelklasse“ als eine definiert wird, deren Jahreseinkommen zwischen USD 40.000 und USD 80.000 liegt.

Aus steuerlicher Perspektive ist es bedauerlicherweise so, dass Sie vielleicht reicher sind, als Sie glauben.

Verblüfft & sprachlos

In unserer Februar-Ausgabe warnten wir die Anleger, dass sich die Regierungen überall auf der Welt langsam und subtil immer mehr Steuern aneignen würden und dabei nach unserem Dafürhalten speziell die Grundsteuern ins Visier gerieten.

Wie sich herausstellte, hatte der Internationale Währungsfonds vor ein paar Monaten ein Papier veröffentlicht, in welchem detailliert dargelegt wird, dass die Grundsteuern in aller Welt zu niedrig seien und sich die Länder auf diesen Bereich konzentrieren sollten, um Steuern zu erhöhen.

Ja, das ist derselbe Internationale Währungsfonds, der kürzlich erklärte, dass es okay sei, jedem Europäer 10% seines Vermögens (Achtung: „Vermögen“, nicht „Einkommen“) wegzunehmen.

Spätestens hier haben wir den Punkt erreicht, wo Sie verblüfft und sprachlos sein sollten. Falls Sie sich jedoch darüber freuen sollten, dass Sie mehr Steuern zahlen werden, während zusätzlich noch Ihr Vermögen beschlagnahmt wird, dürften Sie tatsächlich eine sehr einzigartige Persönlichkeit sein.

Zu diesen blöden vom IWF geforderten Steuern wird es natürlich nie kommen – speziell in Kanada, den USA, Australien, Südkorea, Japan, Norwegen, Schweden und der Schweiz nicht.

Und das ist der Punkt, auf den wir hier hinweisen wollen – finanziell gesehen gibt es viele Menschen in der Welt, denen es gut geht. Sie haben mit den Finanzproblemen, die durch die anhaltende Schuldenkrise hervorgerufen werden, nichts zu tun. Sie zählen nicht eins und eins zusammen, um zu begreifen, dass sich die steigende Arbeitslosigkeit, die Bürgerunruhen, die riesigen Demonstrationen und die politischen Veränderungen langsam auf der ganzen Welt breitmachen.

Die Schuldenkrise ist – speziell in Europa – sehr real. Die Anleger müssen sich darüber im Klaren sein, dass der Internationale Währungsfonds derart drakonische Empfehlungen zur Vermögenssteuer und Grundsteuer niemals veröffentlichen würde, wenn es nicht ausdrücklich von den USA, Deutschland und Großbritannien unterstützt wird.

Diese Testballons des Internationalen Währungsfonds und all die nachträglichen Bestätigungen durch andere wichtige Organisationen riefen kaum professionelle Gegenreaktionen oder Angst in der Öffentlichkeit hervor. Und bedauerlicherweise wird es durch die ausbleibende Gegenreaktion nur noch wahrscheinlicher, dass diese Steuern kommen werden.

Mit anderen Worten: Bereiten Sie sich darauf vor. Und selbst wenn Sie nicht in der Eurozone oder der Europäischen Union leben, werden diese Steuern bedeutende Auswirkungen auf die Finanzmärkte in Nordamerika und Asien haben.

Die weltweiten Währungs-, Anleihe- und Aktienmärkte werden sich alle auf unerwartete und manchmal auch paradoxe Art und Weise bewegen.

Zunächst einmal wird das Kapital – während dieser Steuern immer realer werden – aus den betroffenen Gebieten abfließen. Die europäischen Aktien- und Anleihemärkte werden nicht begeistert sein. Die weiter gefassten europäischen Märkte, speziell die europäischen Anleihemärkte, werden sich nicht sonderlich gut entwickeln.

Und wenn man eins und eins zusammenzählt, ist es auch ein Leichtes, zu verstehen, warum sich auch die europäischen Banken nicht sonderlich gut entwickeln werden. Wir dürfen hier ja nicht vergessen, dass eine Bank für jeden Dollar, den sie verliert, rund 15 bis 20 Mal schwächer wird.

Und da das Kapital irgendwohin muss, ist es wichtig, zu wissen, in welche Richtung es sich aufmacht. Unseres Erachtens sind die USA der einzige Markt auf der Welt, der groß und tief genug ist, um diese von uns erwarteten Kapitalströme absorbieren zu können. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht, wie die Kapitalflüsse aussehen werden.

capitalflows

Der US-Dollar wird gegenüber allen anderen Währungen im Wert steigen. Die US-Aktien werden ebenfalls Geld absorbieren und auch hochwertige Immobilien werden die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

In den Finanzmärkten wird es zu einem Paradox kommen, da zahlreiche Anleihen – die ja traditionell für sichere Investments zum Kapitalerhalt gehalten werden – riskanter sein werden als Aktien.

Und dann haben wir noch Gold. Während sich diese Transformation vollzieht, wird Gold die Nicht-US-Dollar-Werte ausstechen. Gold wird nicht parabolisch in die Höhe schießen, noch nicht. Die Zeit von Gold wird kommen, aber erst nachdem die Schuldenkrise auch die USA erfasst hat.

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