Felsner/Stockinger/Partner - Die VorsorgeSpezialisten

Felsner/Stockinger/Partner - Die VorsorgeSpezialisten Tipps und Wissenswertes zur privaten Vorsorge, Kapitalanlagen und Finanzierungen

Kurzzusammenfassung meines Faktenchecks: Landwirte müssen entgegen der aktuellen FPÖ Behauptung nicht damit rechnen in d...
26/08/2026

Kurzzusammenfassung meines Faktenchecks: Landwirte müssen entgegen der aktuellen FPÖ Behauptung nicht damit rechnen in den nächsten 5 Jahren jeweils 50 Millionen Euro (also insgesamt 250 Millionen Euro) an zusätzlichen gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträgen zu leisten. Die für Herbst 2026 zugesagten "geschenkten" zwei SVS-Beitragsmonate (Kosten 140 Millionen Euro aus Steuergeldern) werden nicht mit zukünftigen Rückforderungen untergraben.

Einfache Zusammenfassung, höchst komplexer Hintergrund. Der Finanzminister wird zwischen 2027 und 2031 den sogenannten "Hebesatz" in der gesetzlichen Krankenversicherung für pensionierte Landwirte absenken. Wodurch in der bäuerlichen SVS Krankenversicherung tatsächlich insgesamt 250 Millionen Euro in den nächsten 5 Jahren an Beitragszuschüssen weniger ankommen sollen.

Die entscheidende Frage ist nun, verkraftet das die SVS ohne Leistungen zu kürzen oder zusätzliche Beiträge von den Landwirten einzufordern. Meine ganz klare Einschätzung ist JA.

Eine Klarstellung zwischendurch. Außer dem gemeinsamen Logo der SVS ist bei der Zusammenlegung der SVA (Selbständige) mit der SVB (Bauern) noch nicht viel passiert. Wir haben also weiterhin einen eigenen Rechen- und Leistungskreis für die Krankenversicherung von Landwirten. Und diese haben im Vorjahr einen wahrhaften Einnahmenturbo zugeteilt bekommen.

Die Krankenversicherungsbeiträge für Pensionisten wurden mit Wirkung Juli 2025 von 5,10 % auf 6,00 % erhöht. Daraus lukriert die SVS heuer rund 23 Millionen Euro an Mehreinnahmen. Doch jetzt kommts: Über den "Hebesatz" wird jeder Euro, den ein landwirtschaftlicher Pensionist einzahlt mit dem Faktor 2,87 an Steuergeld ergänzt. Also 1 Euro Beitrag des Pensionisten = 3,87 Euro für die SVS.

Gesamtbetrachtung 2026: 150 Millionen Euro tatsächliche Beträge von Pensionisten + 431 Millionen Euro an Steuergeldern über den Hebesatz 2,87 = 582 Millionen an Krankenversicherungsbeträgen für die SVS. Die Erhöhung des Krankenversicherungsbetrags für Pensionisten hat somit zusätzliche Steuermittel von 65 Millionen für die SVS ausgelöst. Und davon möchte der Finanzminister nun 50 Millionen einbehalten.

Auch bei den anderen gesetzlichen Krankenversicherungen klingen die Kassen, allerdings mit Hebesätzen bei unselbständigen Pensionisten (PVA bzw. ÖGK) mit nur 0,78 und bei Selbständigen mit 0,96. Speziell die ÖGK braucht diese Finanzspritze aufgrund von defizitärer Geschäftsentwicklung dringend. Die Krankenversicherung der Landwirte schreibt dagegen seit vielen Jahren schwarze Zahlen und baut Jahr für Jahr weitere Rücklagen auf. Meiner Einschätzung müssen sich daher Bauern nicht vor den kolportierten Nachforderungen fürchten.

In Anbetracht der aktuellen Finanzsituation der SVS Krankenkasse ist eher zu hinterfragen, warum man in Zeiten wie diesen nicht ein 3. geschenktes Beitragsmonat aus den üppigen Rücklagen beisteuert.

Schnell, ohne Gewerbeschein, ohne lästige Dokumentationspflichten und VERMEINTLICH ohne persönliche Haftung aus der Verm...
28/07/2026

Schnell, ohne Gewerbeschein, ohne lästige Dokumentationspflichten und VERMEINTLICH ohne persönliche Haftung aus der Vermittlung von Anlageprodukten gutes Geld verdienen. Herzlich willkommen in der Scheinwelt der Empfehlungsgeber.

In der Realität könnte es für Empfehlungsgeber der TGI AG (Goldkauf mit Rabatt) ein böses Erwachen geben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt u. a. wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs. Es besteht der Verdacht, dass ein Schneeball- und Pyramidensystem betrieben wurde. Die TGI AG bestreitet diese Vorwürfe, es besteht die Unschuldsvermutung.

Die ersten auf Vermögensschäden spezialisierten Anwaltskanzleien bringen sich inzwischen nicht nur gegen die TGI AG sondern auch gegen den Vertrieb - in der Regel sogenannte "Empfehlungsgeber" - in Stellung. Sollten sich die Vorwürfe gegen die TGI AG bestätigen wird vom Unternehmen für potenziell geschädigte Anleger wohl nicht viel zu holen sein.

Die Judikatur in solchen Fällen ist eindeutig. Wer nicht nur rein den Kontakt zum Produktanbieter hergestellt sondern tatsächlich auch beraten und konkret empfohlen hat kann für diese Dienstleistung im Schadensfall zur Haftung herangezogen werden. Erschwerend bei Gerichtsverfahren kommt hinzu, dass es in der Regel keine Beratungsprotokolle mit Risikohinweisen für den Anleger wie bei dafür konzessionierten gewerblichen Vermögensberater gibt. Die zudem auch über eine verpflichtend vorgeschriebenen Vermögensschadenshaftpflichtversicherung verfügen.

Kommentare auch unter meinen derartigen Postings von Empfehlungsgebern der TGI AG während laufender Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, dass die erhobenen Vorwürfe jeglicher Grundlage entbehren würden oder Erfindungen der Medien wären, sind für Anlegeranwälte im potenziellen Schadensfall ein aufgelegter Elfmeter. Noch gilt aber die Unschuldsvermutung für die TGI AG. Und generell die Selbstverantwortung jedes Tipp- und Empfehlungsgebers in der Finanzbranche sich nicht nur beim Produktanbieter über seine Haftungsrisiken zu informieren.

Hier am Beispiel TGI AG der Fokus einer Anwaltskanzlei auf die Empfehlungsgeber:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/tgi-ag-haftung-von-vermittlern-und-empfehlungsgebern-koennen-anleger-schadensersatz-verlangen-277281.html

13/06/2026

Wird SpaceX Fußballweltmeister? Eine skurrile Fragestellung zu einem beeindruckend erfolgreichem aber gleichzeitig auch skurrilem Börsendebüt gestern. Und der Versuch einer Einordnung mit der Brille eines Fußballfans.

Elon Musk hat für SpaceX mit einer heurigen Umsatzerwartung von rund 20 Mrd. Euro und einem namhaft negativen Cash Flow eine extrem mutige Bewertung von etwa 1,5 Billionen Euro für das IPO ausgerufen. Und diese wurde am ersten Börsentag sogar auf über 1,8 Billionen hochgeschraubt. Damit liegt SpaceX auf Platz 6 der wertvollsten Unternehmen der Welt. Wer würde auf den Viertelfinaleinzug von Fußball WM Neuling Curacao wetten, wenn dafür ähnliche Quoten wie für Frankreich oder Spanien ausgerufen werden?

Werfen wir einen Blick auf die Quoten / Bewertungen von einigen Aktiengesellschaften nach den Erwartungen für 2026, umgerechnet auf Milliarden Euro:

Börsenwert / Umsatz / Gewinn / KGV

SpaceX: 1.810 / 20 / 6 / 301,72
TSCM (Chiphersteller, Taiwan): 1.623 / 142 / 70 / 23,21

Tesla: 1.324 / 89 / 6 / 229,25
Meta (Facebook): 1.281 / 218 / 73 / 17,61
BMW: 41 / 134 / 6 / 6,55

Bei SpaceX gegenüber BMW zahlt man den 44fachen Einsatz bei gleicher Gewinnerwartung. Schlechte Quote oder anders formuliert große Investorenhoffnungen. Zweifelsfrei. SpaceX hat vom Geschäftsmodell her deutlich höhere Wachstumsperspektiven als BMW. Aber in dieser Dimension der aktuellen "Wettquoten / Aktienkurse"?

Angenommen Lionel Messi würde mit der erfolgreichsten Fußballerin Marta (Brasilien) ein Kind bekommen. Genetisch und theoretisch perfektes Potenzial für einen Fußballstar. Aber würde der FC Barcelona dieses Kind zum Marktwert des aktuell teuersten Spielers Lamine Yamal um rund 300 Millionen Euro sofort unter Vertrag nehmen? Klar. SpaceX ist kein Startup. Aber es steckt ertragsmäßig in der Pubertät eines 14jährigen Fußballtalents und ist noch kein fertiger Topspieler, der eine Mega-Gage rechtfertigt.

Muss der Aktienkurs von SpaceX nun zwangsläufig und rasch abstürzen? Es kann, muss aber nicht passieren. Das zeigt das Beispiel Tesla.

Ziehen wir einen Vergleich von Tesla zum deutschen Fußballverein Hoffenheim, der die letzte Meisterschaft auf Platz 5 abgeschlossen hat. Unterstellen wir fiktiv, dass Hoffenheim der wertvollste Fußballclub der Welt wäre. Wertvoller als alle anderen zusammen. So wie Tesla. Hier beträgt die Börsenbewertung mit derzeit über 1,3 Billionen Euro deutlich mehr als alle anderen Autobauer der Welt zusammen aufweisen. Obwohl Tesla gerade einmal soviel Gewinn wie BMW macht und auch bei Margen, etc. nicht zu den besten der Branche gehört. Wenn es der Ertrag nicht rechtfertigt, dann braucht es eine Story, welche Hoffnung darauf macht. Und darin ist Elon Musk unschlagbar.

Wäre Musk Eigentümer von Hoffenheim (übrigens ist auch dort ein privater Großinvestor am Ruder) und würde er wie bei Tesla notorisch seine ambitionierten Geschäftsziele (größter Autobauer der Welt, Robotaxis, autonomes fahren, etc.) verfehlen, braucht es gute Stories. zB. die hohe Bewertung von Hoffenheim damit zu begründen, dass zwar kurzfristig keine Titel gewonnen werden können. Aber durch KI-gesteuerte Trainingsmethoden, die kurz vor dem Durchbruch stehen, seine Fußballer auch in anderen Sportarten wie Eishockey, Baseball oder Basketball Titel gewinnen könnten. Damit ist Hoffenheim eigentlich ja auch kein Fußballverein so wie Tesla kein Autobauer ist und damit ist die hohe Bewertung bei diesen Perspektiven zu rechtfertigen ...

Der Markt hat immer recht. Egal wo nächste Woche die Kursreise von SpaceX hingehen wird. Trotzdem können es nicht mehr als 4 Mannschaften bei der Fußball WM ins Halbfinale schaffen. Nicht alle Unternehmen, welche derzeit vom KI Boom kursmäßig profitieren, werden langfristig aus dieser Sparte die hohen Gewinnerwartungen des Kapitalmarkts erfüllen können.

Ich drücke der österreichischen Nationalmannschaft ganz fest die Daumen, dass das Debüt bei der WM so erfolgreich wie der Börsengang von SpaceX ausfallen wird. Bei der SpaceX Aktie bleibe ich jedenfalls am Spielfeldrand.

Die gegenständlichen Ausführungen stellen keine Anlageberatung und auch keine Anlageempfehlung dar. Geschäftszahlen wurden von finanzen.net übernommen, Gewinn- und Umsatzschätzungen SpaceX sind der Mittelwert aus diversen Analystenkommentaren.

Vorsicht, ein neues Fakeprofil von uns verschickt schon wieder Anfragen für whatsapp-Gruppen 😡
26/03/2026

Vorsicht, ein neues Fakeprofil von uns verschickt schon wieder Anfragen für whatsapp-Gruppen 😡

Es ist leider schon wieder ein neues Fake Profil unterwegs, worüber Anfragen zu einer WhatsApp Gruppe in unserem Namen ausgeschickt werden. Wir wurden nicht gehackt, aber kopiert. Profil ist von uns schon gemeldet worden, dauert immer ein paar Tage, bis das wieder verschwunden ist. Wir schicken jedenfalls KEINE Anfrage für WhatsApp Gruppen aus.

Es ist leider schon wieder ein neues Fake Profil unterwegs, worüber Anfragen zu einer WhatsApp Gruppe in unserem Namen a...
26/03/2026

Es ist leider schon wieder ein neues Fake Profil unterwegs, worüber Anfragen zu einer WhatsApp Gruppe in unserem Namen ausgeschickt werden. Wir wurden nicht gehackt, aber kopiert. Profil ist von uns schon gemeldet worden, dauert immer ein paar Tage, bis das wieder verschwunden ist. Wir schicken jedenfalls KEINE Anfrage für WhatsApp Gruppen aus.

ACHTUNG!!! Ein Fakeprofil von unserer Facebookseite verschickt gerade wieder Freundschaftsanfragen und lädt zu Whats App...
13/03/2026

ACHTUNG!!! Ein Fakeprofil von unserer Facebookseite verschickt gerade wieder Freundschaftsanfragen und lädt zu Whats App Anlagegruppen vermeintlich in unserem Namen ein. Bitte nicht annehmen.

Wir haben das Problem schon gemeldet, die Seite ist aber weiterhin verfügbar und leider passiert das auch nicht zum ersten Mal. Es gibt und wird auch keine Whats App Gruppen oder Geheimtipps für Aktien von uns auf Social Media geben. Nur wie gewohnt Warnungen vor unseriösen Produkten.

Über 8 Jahre hat es gedauert bis nun endlich der Besteuerungsirrsinn von privaten Berufsunfähigkeitsrenten ein Ende gefu...
12/03/2026

Über 8 Jahre hat es gedauert bis nun endlich der Besteuerungsirrsinn von privaten Berufsunfähigkeitsrenten ein Ende gefunden hat. Nach einem Urteil des Bundesfinanzgerichts aus dem November 2017 waren Leistungen aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung de facto sofort analog bzw. gemeinsam mit Erwerbs- oder gesetzlichen Pensionseinkünften voll steuerpflichtig.

Im Abgabenänderungsgesetz 2025 wurden nun im § 29 EStG (1) neben Berufsunfähigkeits- auch Unfall- und Ablebensrenten neu bzw. endlich rechtlich klar geregelt. Es ist nun der Rentenbarwert die Besteuerungsbasis, was zu einer erheblichen Senkung der Abgaben bzw. zu einer verhältnismäßig langen steuerfreien Bezugsdauer führt.

Zu kostenintensiv, zu unflexibel und zu wenig ertragreich. Diese Adjektive hört man in Bezug auf Lebensversicherungsvert...
06/03/2026

Zu kostenintensiv, zu unflexibel und zu wenig ertragreich. Diese Adjektive hört man in Bezug auf Lebensversicherungsverträge nicht nur von Konsumenten sondern oftmals auch von Versicherungsvermittlern.

Zweifelsfrei. Eine Lebensversicherung eignet sich nicht um kurzfristige Sparziele anzusteuern. Aber ab welchem Zeithorizont und ab welchem bzw. bis zu welchem Alter macht eine Versicherung Sinn? Was unterscheidet die neuen Tarifgenerationen von den Polizzen von anfangs der 2000er Jahre? Was bringt der Steuervorteil tatsächlich wenn man sämtliche Produktkosten einrechnet und speziell mit billigen Onlineanbieterin wie traderepublic und flatex vergleicht?

Diese Kernthemen und noch grundlegende Gedanken zu langfristigen Veranlagungsplanung liefert mein IDD Webinar am 13. März von 10:00 bis 11:30 Uhr.

Kosten € 45,- inkl. UST, hier gehts zur Anmeldung (sowohl für Webinar als auch eLearning) und weiteren
Detailinfos. Wie immer - für alle die am Thema Interesse haben, nicht nur für Personen aus der Finanzbranche.

https://www.meine-weiterbildung.at/kurs/f2851e6a

Linke Tasche, rechte Tasche. Und die anderen sind am Defizit schuld und dort könnte auch kräftig gespart werden.In diese...
20/02/2026

Linke Tasche, rechte Tasche. Und die anderen sind am Defizit schuld und dort könnte auch kräftig gespart werden.

In diesem IDD Webinar wird die Finanzierungsstruktur der österreichischen Sozialversicherungsträger anhand der aktuellen Entwicklungen konstruktiv kritisch durchleuchtet und es werden etablierte Mythen einem Faktencheck unterzogen. zB. ob bei den Unselbständigen die Deckungsquote im Pensionsbereich tatsächlich deutlich besser ist als bei Selbständigen.

Oder ob der gerade kolportierte Verlust der Krankenkassen für 2025 mit 511 Millionen Euro ein Fakt oder ein Fake ist. Bzw. wieviel Geld in die Sozialversicherungsträger als "Beitragszahlung" verbucht wird, obwohl es tatsächlich aus dem allgemeinen Steuergeldern kommt.

Und es darf natürlich eine ganzheitliche Zusammenfassung in Bezug auf das Gesamtbudget mit Ausblick für die Zukunft und internationalen Vergleichen nicht fehlen.

Kosten € 45,- inkl. UST, hier gehts zur Anmeldung (sowohl für Webinar als auch eLearning) und weiteren
Detailinfos. Wie immer - für alle die am Thema Interesse haben, nicht nur für Personen aus der Finanzbranche.

https://www.meine-weiterbildung.at/kurs/d3b78d2e

Adresse

Rechte Kremszeile 62a/7
Krems An Der Donau
3500

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Felsner/Stockinger/Partner - Die VorsorgeSpezialisten erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie