13/10/2020
Wie berechnet sich die Versicherungsprämie für ein Wohnmobil?
Und wo kann gespart werden?
Gesamtneuwert / Kaufpreis bzw. Zeitwert
Um die Kosten für eine Versicherung berechnen zu können, musst du immer den Neuwert / Kaufpreis bzw. Zeitwert des Fahrzeugs angeben. Wichtig ist dabei, auch die zusätzlich fest an das Fahrzeug angebauten Teile einzurechnen. Lose Teile, die nicht mit dem Fahrzeug verbunden sind, können zusätzlich über eine Inhaltsversicherung gedeckt werden (eine Hausratversicherung deckt das meist nicht ab - muss immer geprüft werden).
Baujahr
Das Alter des Fahrzeugs spielt ebenfalls eine Rolle - einige Versicherungsgesellschaften haben eine Grenze, bis zu der sie Fahrzeuge überhaupt noch annehmen.
Art des Aufbaus
Ganz wichtig ist die Frage, aus welchem Material das Dach besteht. Aluminium ist bei den Versicherungsgesellschaften leider nicht so beliebt wie GFK (Glasfaser verstärkter Kunststoff). Ein Grund, warum Fahrzeuge mit GFK-Dach (und teilweise auch Kastenwagen) oft einen Nachlass von 20% auf den Versicherungsbeitrag bekommen.
Alter und Anzahl der Fahrer
Wer fährt? Das wollen viele Versicherungen wissen, um das Risiko einschätzen zu können. Meist ist der Ehe- oder Lebenspartner aber automatisch in die Versicherung eingeschlossen.
Höhe der Selbstbeteiligung
Je höher die Selbstbetiligung, desto niedriger die zu zahlende Versicherungsprämie. Logisch.
Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko
Ohne eine Haftpflichtversicherung darf ein Fahrzeug nicht am öffentlichen Verkehr teilnehmen. Deshalb ist sie gesetzlich vorgeschrieben. Sie versichert Schäden, die du mit Ihrem Fahrzeug gegenüber Dritten verursachst.
Mit einer Teilkasko-Versicherung erweiterst du den Schutz der Haftpflicht um Schäden, die an deinem Fahrzeug entstehen. Die Teilkasko beinhaltet bspw. Schäden infolge von Feuer, Naturereignissen, Wildunfällen oder Glasbruch. Und ganz wichtig: Diebstahl, denn die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls ist drei Mal höher als beim PKW.
Die Vollkasko-Versicherung erweitert die Abdeckung durch die Teilkasko um Schäden, die du selbst verursachst plus böswilliger Beschädigungen durch Dritte (Vandalismus).
Unfall- oder schadenfreie Jahre
Ist klar, dass Versicherungen wissen wollen wie viele schadenfreien Jahre du bisher geschafft hast ... oder, ob du jemand bist, der dauernd in Unfälle verwickelt ist. Wichtig ist also zu wissen, welche Schadenfreiheitsklasse (SF) du für die Versicherung mitbringen kannst. Dazu brauchst du aber einen freien Vertrag, den du für dein Fahrzeug nutzen kannst. Hast du keinen freien Vertrag, musst du die Versicherung im Rahmen einer Zweitwagenregelung abschließen. Aber auch da bieten die Versicherer heute schon gute Möglichkeiten - bspw. mit einer SF 8 (entspricht 8 schadenfreien Jahren) einzusteigen.
Es gibt noch weitere wichtige Komponenten, die in die Berechnung gehören. Denn jede Versicherungsgesellschaft berechnet anders.
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