10/09/2024
Das Schweizer Gesundheitswesen steht in der Dauerkritik - was können wir uns noch leisten, was nicht? Das stand im Zentrum des Tags der Zuger Wirtschaft der Zuger Wirtschaftskammer. Eine hochkarätige Runde mit Roche-VRP 𝗦𝗲𝘃𝗲𝗿𝗶𝗻 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗮𝗻, FMH-Präsidentin Yvonne Gilli und Ständerat Damian Müller näherte sich der Frage an.
💡 Klar wurde: Die Strukturbereinigung in der Spitallandschaft ist nötig, die Spezialisierung derselben ebenso. «Ist es wirklich zu viel verlangt, dass man für eine schwere Herzoperation eine Stunde nach Basel fahren muss?", fragte Severin Schwan in die Runde. Spitzenmedizin sei nicht überall finanzierbar.
💡Einen grossen Hebel orteten die Panelist:innen in der Digitalisierung, wo man noch "in der Steinzeit" lebe. Höchste Zeit für die Schweiz, die teils guten Systeme aus dem Ausland zu übernehmen, Effizienz ins System zu bringen und die Karteikarten in den Arztpraxen endgültig zum Verschwinden zu bringen. Da sei Leadership vom Bundesamt für Gesundheit gefragt, meinte Damian Müller. Das jetzige elektronische Patientendossier sei faktisch gescheitert, da nicht verbindlich.
💡Die Bevölkerung mitnehmen: Ja, die Schweizer:innen sind verwöhnt mit ihrem Gesundheitswesen und haben hohe Ansprüche. "Aber das Volk akzeptiert viel mehr Änderungen und Abstriche, wenn man offen informiert" (S. Schwan). Getreu dem Motto: You can't have it all.
Doch so ernst das Thema war: Es gab auch einiges zu lachen. Vor allem dank der Einlage der Zuger Standup Comedian Michelle Kalt, die die Baustellen humoristisch aufzeigte.
Ein lebhafter Abend und klare Key Takeaways. 👩⚕️