24/05/2026
🇦🇹 Mafiöse Zustände im österreichischen Steuersystem?
Wie das Finanzamt Kleinanleger und normale Bürger bei Wertpapieren systematisch benachteiligt – und Österreich damit in der EU weitgehend alleine dasteht.
1. Die kranke Asymmetrie bei „ausschüttungsgleichen Erträgen“
Steigt der Wert deines Wertpapiers (z. B. Gold-ETC wie Xetra-Gold), erfindet das Finanzamt über die ausschüttungsgleichen Erträge einen fiktiven Gewinn. Du hast nicht verkauft, kein Cent ist auf deinem Konto gelandet – trotzdem werden sofort 27,5 % KESt fällig.
Fällt der Kurs im nächsten Jahr in den Keller? Dann gilt der reale Verlust plötzlich nichts. Das Finanzamt sagt lapidar: „Der Verlust wird erst beim tatsächlichen Verkauf realisiert.“
Du hast also Steuern auf Gewinne gezahlt, die nie ausgezahlt wurden – und kannst den echten Verlust nur begrenzt gegenrechnen. Ein klassischer Fall von „Kopf gewinnt, Zahl verliert“ zu Gunsten des Staates. 🤡
2. Der VfGH schützt den Staat, nicht den Bürger
Der Verfassungsgerichtshof hat dieses System mehrfach durchgewinkt. Mit juristischen Tricks (z. B. Erhöhung der Anschaffungskosten) wird argumentiert, es sei alles verfassungskonform.
In Deutschland und vielen anderen EU-Ländern gilt zumindest teilweise das Zuflussprinzip – oder Gold-Zertifikate sind nach einem Jahr steuerfrei. In Österreich nicht.
Zusätzlich verrechnen österreichische Broker bei Steuerschulden oft noch Zinsen (Nachzahlungszinsen).
Vergleich zum Haus:
Stell dir vor, dein Haus steigt im Wert um 1 Mio. € → der Staat kassiert 275.000 € Steuer, obwohl du nicht verkauft hast. Fällt der Wert später um 2 Mio. €, behält er die 275.000 € einfach. Kein Geld in der Tasche? Dann darfst du dir das Geld leihen – mit Zinsen.
Das ist kein Steuersystem mehr, das ist Enteignung light.
Weitere Beispiele:
• ORF-Zwangsgebühren
• KFZ-Steuer & Co.
• Leerstandsabgaben
• Probleme bei alternativen Investmentfonds
Das Recht auf Eigentum ist eines der fundamentalsten Freiheitsrechte. Wann sagen wir endlich genug?